Sichtschutz auf abgesackter, schiefer Mauer montieren

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Hallo Forum,

ich wohne in einem älteren Haus (BJ 1958) und habe auf einer Seite des Grundstücks ein kleines Mäuerchen stehen (oberhalb des Bodens ragen ca. 10cm Betonfundament raus, darauf ist eine Reihe Klinker gesetzt, insgesamt also ca. 20-25cm hoch). Die Mauer ist aber leider zu einer Seite abgesackt / weggekippt, so dass die obere Seite nicht mehr waagerecht steht.

Jetzt wollte ich gerne an der Stelle 2 oder 3 Sichtschutzelemente setzen und frage mich, wie man dort am besten vorgeht:

Meine favorisierte Lösung wäre es, auf der Mauer Gewindestangen mit Injektionsmörtel zu befestigen und daran dann U-Anker festzuschrauben. Allerdings muss ich dann natürlich die U-Anker unterfüttern und ich weiß nicht wie ich das am besten mache. Beim Googeln zu diesem Thema konnte ich bislang nicht sehr viel hilfreiches zu Tage fördern, ich habe lediglich Unterlegplatten aus dem Tür- und Fensterbau gefunden, aber glaube dass das keine so ideale Lösung ist.

Deswegen die Frage: Gibt es hier jemanden der oder die Erfahrung mit sowas hat? Wie würdet Ihr so einen Sichtschutz setzen? Oder ist das generell nicht zu empfehlen? Ich weiß natürlich nichts über die Stabilität der Mauer, also ob sie unter der Last des Zaunes noch weiter absacken würde (sowas lässt sich vermutlich auch nicht zuverlässig bestimmen?). Da ich aber davon ausgehe, dass der Großteil des Fundaments sich unter der Erde befindet (würde ich eventuell noch prüfen), und der zu erwartende Schaden, sollte die Mauer weiter kippen sich im Rahmen halten würde (in Kipprichtung ist meterweit nur Beet mit flachen Büschen, keine Personen die sich dort aufhalten o.ä., der Arbeitsaufwand für 2-3 Sichtschutzelemente ist auch noch überschaubar), wäre ich bereit das Risiko einzugehen, auch wenn die Gefahr besteht, dass ich in kurzer Zeit, wieder einen Sichtschutz setzen kann. Oder gibt es Gründe die definitiv dagegen sprechen?

Eine andere Idee wäre, vor der Mauer neue Fundamente zu erstellen und dort dann Pfostenträger einzubauen und den Sichtschutz dann halt "normal" aufzubauen. Da der Abstand von der Mauer zur Hauswand aber eh schon sehr knapp ist (der heute vorgeschriebene Abstand von Gebäuden zu Grundstücksgrenze galt, zumindest in unserer Siedlung 1958 noch nicht) und die Mauer auch länger als der Sichtschutz ist und somit das Sichtschutzende komisch aussähe, gefällt mir diese Lösung nicht.

Danke für eure Ideen
David
 
Hallo und danke für die Rückmeldung. Hier sind ein paar Bilder. Das ist das Mäuerchen um das es geht. Es soll nur der hintere Teil mit einem Sichtschutz ausgestattet werden, so dass der Bereich zwischen Haupthaus und Garage etwas geschlossener ist (auf Bild 2 erkennbar), es geht also um eine Länge von ca. 5m von der Garage ab. Die Mauer kippt nach rechts zum Nachbargrundstück (Bild 3)
sichtschutz-auf-abgesackter-schiefer-mauer-montieren-486525-1.jpg
sichtschutz-auf-abgesackter-schiefer-mauer-montieren-486525-2.jpg
sichtschutz-auf-abgesackter-schiefer-mauer-montieren-486525-3.jpg
 
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und der zu erwartende Schaden, sollte die Mauer weiter kippen sich im Rahmen halten würde (in Kipprichtung ist meterweit nur Beet mit flachen Büschen, keine Personen die sich dort aufhalten o.ä.
Bist du Hellseher oder woher hast du die Info das sich dort dann keine Personen aufhalten?

Bedenke das solch ein Sichtschutz durchaus eine große Windlast bedeutet. Ob die Mauer oder besser gesagt das Fundament es aushält kann dir mit Sicherheit aus der Ferne niemand sagen.

Womöglich ist einfach nur etwas Erde entfernt worden dann ein paar cm. Mörtel und schon kommen die Steine. So wie sich das da neigt könnte es womöglich so oder ähnlich gemacht worden sein.

Da bleibt erst mal zu schauen wie es bei dir genau ist.

Darfst du dort einen Sichtschutz errichten?

Wo ich Wohne ist es so das wir so was machen dürften, sofern der Nachbar damit einverstanden ist. So 60 oder 70 Meter weiter ist es schon anders dort dürfen die Besitzer nur noch einen Maschendrahtzaun von 1 Meter Höhe errichten.

Dieses, wenn nicht schon geschehen, vorher mal klären.
 
Hallo Gartenfreund,

das Haus steht in Niedersachsen, wenn ich es richtig verstanden habe darf ich an der Grundstücksgrenze 2m hoch werden. Unabhängig davon habe ich aber natürlich bereits mit der Nachbarin gesprochen und sie ist mit dem Sichtschutz ebenfalls einverstanden von daher ist auf dieser Seite alles gut.

Wie tief das Fundament ist werde ich heute Abend Mal schauen und hier berichten.

Und nein, ich bin kein Hellseher, ich weiß nur dass auf dem Nachbargrundstück nur der Kirschlorbeer und danach Büsche sind. Wenn der Zaun dorthin kippt und gerade diese gepflegt werden könnte sich dort natürlich auch jemand aufhalten wobei so ein Zaun mit Fundament unten dran vermutlich auch nicht mit großer Geschwindigkeit Umknickt. Aber genau deswegen Frage ich ja auch vorher hier, wenn die Fachleute das zu riskant halten, lasse ich das natürlich sein.
 
Fundament ist das, was im Boden ist; da solltest Du die Tiefe angucken. Wie gross ist der Höhenunterschied zwischen Nachbars Gelände und euch? - wer liegt höher? Das Mäuerchen ist wohl gekippt aufgrund der Belastung durch die Autos, was ich aus den Fahrrillen schliesse; evt. ist die Geschichte auch etwas unterspült?

Kann man nicht mit dem Nachbarn vereinbaren, dass er seinen Kirschlorbeer höher wachsen lässt und ihr ihn dafür von eurer Seite schneidet ? Das wäre die einfachste - und hübscheste Variante.

Ich schätze mal, der bräuchte 3-5 Jahre um die gewünschte Höhe zu erreichen, der steht da ja wohl schon länger und ist gut verwurzelt.
 
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