ᐅ Schalter oder Taster im Neubau mit Shelly – konsequent smart planen oder klassisch bleiben?
Erstellt am: 22.04.26 08:04
F
FloSCFan
Hallo zusammen,
wir befinden uns aktuell im Neubau und sind gerade in der Elektroplanung mit dem Elektriker. Jetzt muss festgelegt werden, wo klassische Schalter und wo Taster eingebaut werden sollen.
Geplant ist, einige Lichtkreise direkt vor Einzug mit Shelly-Modulen auszustatten. Dort wäre ein Taster natürlich problemlos nutzbar, da das Shelly als Relais bzw. Steuereinheit fungiert.
Trotzdem stelle ich mir zwei grundsätzliche Fragen:
1. Taster oder lieber klassischer Schalter an smarten Lichtkreisen?
Oft wird empfohlen, bei Smart-Home-Lösungen lieber Taster zu verwenden (wegen Szenen, Mehrfachklick, Langdruck usw.).
Mein Gedanke dabei: Fällt das Shelly-Modul einmal aus, funktioniert der Taster unter Umständen gar nicht mehr bzw. nur eingeschränkt. Dann müsste man sofort reagieren. Ein klassischer Schalter hätte je nach Aufbau eventuell noch eine gewisse Grundfunktionalität.
2. Gleich alles auf Taster + smart umstellen?
Macht es Sinn, direkt alle Lichtkreise mit Shelly auszustatten und überall Taster zu verbauen, damit das System einheitlich ist?
Oder ist das eher unnötig, teuer und fehleranfälliger als nötig – und man sollte nur dort smart planen, wo man den Mehrwert wirklich nutzt?
Mich würden eure Erfahrungen interessieren:
* Was würdet ihr im Neubau heute machen?
* Taster oder Schalter an smarten Stromkreisen?
* Alles vereinheitlichen oder gezielt einzelne Bereiche smart machen?
* Wie relevant ist das Thema Ausfallsicherheit im Alltag wirklich?
Vielen Dank für eure Einschätzungen.
wir befinden uns aktuell im Neubau und sind gerade in der Elektroplanung mit dem Elektriker. Jetzt muss festgelegt werden, wo klassische Schalter und wo Taster eingebaut werden sollen.
Geplant ist, einige Lichtkreise direkt vor Einzug mit Shelly-Modulen auszustatten. Dort wäre ein Taster natürlich problemlos nutzbar, da das Shelly als Relais bzw. Steuereinheit fungiert.
Trotzdem stelle ich mir zwei grundsätzliche Fragen:
1. Taster oder lieber klassischer Schalter an smarten Lichtkreisen?
Oft wird empfohlen, bei Smart-Home-Lösungen lieber Taster zu verwenden (wegen Szenen, Mehrfachklick, Langdruck usw.).
Mein Gedanke dabei: Fällt das Shelly-Modul einmal aus, funktioniert der Taster unter Umständen gar nicht mehr bzw. nur eingeschränkt. Dann müsste man sofort reagieren. Ein klassischer Schalter hätte je nach Aufbau eventuell noch eine gewisse Grundfunktionalität.
2. Gleich alles auf Taster + smart umstellen?
Macht es Sinn, direkt alle Lichtkreise mit Shelly auszustatten und überall Taster zu verbauen, damit das System einheitlich ist?
Oder ist das eher unnötig, teuer und fehleranfälliger als nötig – und man sollte nur dort smart planen, wo man den Mehrwert wirklich nutzt?
Mich würden eure Erfahrungen interessieren:
* Was würdet ihr im Neubau heute machen?
* Taster oder Schalter an smarten Stromkreisen?
* Alles vereinheitlichen oder gezielt einzelne Bereiche smart machen?
* Wie relevant ist das Thema Ausfallsicherheit im Alltag wirklich?
Vielen Dank für eure Einschätzungen.
M
MachsSelbst05.05.26 21:32Bierwächter schrieb:
Ich habe mir aber trotzdem Gedanken gemacht, wie ich ein paar spezielle Dinge vorbereiten muss. Z. B. bauen wir in Fliesenprofil eingelassene LED-Streifen alsDuschbeleutung ein. Die sollen an einen Shelly UND per Schalter funktionieren.Hier muss ich selbst eine kleine Unterverteilung basteln und dafür brauchte ich eine extra Leitung vom Schalter zu dieser Unterverteilung.Warum? Jeder intelligente Aktor kann mit einem Taster oder einem Schalter als Signalquelle betrieben werden.
Im Tasterbetrieb nimmt er für den Schaltzustandswechsel die positive Flanke, im Schalterbetrieb nimmt er die positive und negative Flanke für den Wechsel.
Zusätzlich kann er dann natürlich noch auf Präsenzmelder, Zeiten, usw. reagieren.
Man muss sich in den Fall halt verabschieden von der Stellung des Schalters auf den Schaltzustand des Aktors schließen zu wollen. Aber das ist beim Taster genauso, dass man den Schaltzustand nicht an der Stellung erkennt.
Der Shelly kommt direkt vor die Last, mehr braucht es nicht. Das ist doch der Trick an der Geschichte. In einer Kreuzschaltung brauchen die Taster oder Schalter nur noch ein 3x1,5, weil sie lediglich den Shelly für die Signalerzeugung haben. Es müssen keine Leitungen mehr hin und hergehen und man braucht auch keine kleine Unterverteilung mehr irgendwo...
Muss aber zugeben, dass ich das jetzt im Neubau Bj. 2023 auch erst nach und nach umsetze. In der Bauphase hatte ich weder Zeit, noch Nerven oder gar Geld mich damit zu beschäftigen und mein Elektriker war von der ganz, ganz alten Schule... der hat mir Steckdosen und Schalter eher ausgeredet, als Geld zu verdienen indem er die mit der Gießkanne im Raum verteilt...
B
Bierwächter05.05.26 21:55Habe Schalter geschrieben meinte aber Taster.
Muss zugeben so ganz hab ichs nicht mehr imKopf wie ichs geplant hatte weil das vorm Stelltermin im Oktober war und seitdem ist Achterbahn. Bin mit dem Kopf ganz woanders momentan. 😀
Es sind 2 Ledstreifen mit je einer Leitung zur Unterverteilung. Dort kommt ein Netzteil rein weil die 24V brauchen. Und das ganze soll Dimmbar sein. Verbauen will ich einen Shelly Dimmer. Shellys sollen aber nicht vom Strom getrennt werden, deshalb schaltet der Taster nur 24V direkt auf den Dimmer. Ja... wird noch spannend.
Muss zugeben so ganz hab ichs nicht mehr imKopf wie ichs geplant hatte weil das vorm Stelltermin im Oktober war und seitdem ist Achterbahn. Bin mit dem Kopf ganz woanders momentan. 😀
Es sind 2 Ledstreifen mit je einer Leitung zur Unterverteilung. Dort kommt ein Netzteil rein weil die 24V brauchen. Und das ganze soll Dimmbar sein. Verbauen will ich einen Shelly Dimmer. Shellys sollen aber nicht vom Strom getrennt werden, deshalb schaltet der Taster nur 24V direkt auf den Dimmer. Ja... wird noch spannend.
M
MachsSelbst05.05.26 22:08Für nen Dimmer braucht es natürlich Taster, das ist klar. Aber auch keinen zusätzlichen Schalter...
Der PRO RGBWW PM kann 24VDC dimmen, ein "normaler" 230VAC Dimmer ist dafür nicht geeignet...
Du brauchst nur den Shelly vor dem 24V-Aktor, der lässt sich über verschiedenste Quellen ansteuern. Schalter, Taster, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Zeiten, Präsenzmelder, was auch immer 😉
Der PRO RGBWW PM kann 24VDC dimmen, ein "normaler" 230VAC Dimmer ist dafür nicht geeignet...
Du brauchst nur den Shelly vor dem 24V-Aktor, der lässt sich über verschiedenste Quellen ansteuern. Schalter, Taster, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Zeiten, Präsenzmelder, was auch immer 😉
B
Bierwächter05.05.26 22:22Genau, geplant ist nämlich auch ein Präsenzmelder der die Dusche als eigene Zone erkennt und das dann schaltet. 🙂 Der Taster ist Backup.
M
MachsSelbst05.05.26 23:00Absolut vernünftig. Ich würde nie eine Anlage oder Automation projektieren, ohne einen manuellen Override.
Fällt dir ein Präsenzmelder aus und du bekommst aus irgendwelchen Gründen erst in 2 Wochen Ersatz, sitzt man im Zweifel 2 Wochen im Dunkeln oder schaltet das Licht mit dem Smartphone, statt einen simplen Wandtaster zu drücken...
Fällt dir ein Präsenzmelder aus und du bekommst aus irgendwelchen Gründen erst in 2 Wochen Ersatz, sitzt man im Zweifel 2 Wochen im Dunkeln oder schaltet das Licht mit dem Smartphone, statt einen simplen Wandtaster zu drücken...