Riester Entnahme Immobilie Rente Fonds Steuerlast

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Hallo zusammen,

wir stehen momentan vor der Entscheidung, ob wir Geld für unser Hausprojekt aus unseren Riester Fonds entnehmen wollen.
Es könnte auch ohne diese etwa 50k gehen jedoch wäre es dann etwas besser von den Konditionen.

Persönlich war ich etwas geschockt zu hören, dass das entnommene Geld dann bis zur Rente mit 2 Prozent auf einem fiktiven Wohnförderkonto zu versteuern wäre.

Was würdet ihr raten bzw. habt ihr Erfahrung mit einer Entnahme von Riester für Wohnzwecke?

Wir sind 36 und 35 Jahre alt mit einem Kind. Geplant ist ein zweites.

Vielen Dank
 
Die 2%-Verzinsung liegt aktuell über den Zinsen für das Darlehen (stimmt zwar nicht ganz, da die 2% nur auf das zu versteuernde Einkommen aufgeschlagen werden und nicht auf die Steuerlast, aber lassen wir das mal außen vor). Damit ist es prinzipiell günstiger, auf die Entnahme jetzt zu verzichten und diese erst am Ende zur Tilgung vorzunehmen. Ich gehe davon aus, daß ihr Fonds habt, dann wird der langfristige Ertrag wohl auch über den Darlehenszinsen liegen.

Dennoch haben wir in gleicher Situation die Entnahme vorgenommen, weil wir damit das EK so erhöhen konnten, dass der Kredit mit besserer Beleihung deutlich günstiger wurde.

Bei jetzt Mitte 30 kommt da ganz schön was zusammen bis zur Rente und erhöht die Steuerlast. Und das nur durch rein virtuelles Geld, das ihr nie zur Verfügung hattet.

Also Kurzfassung: Braucht ihr das Geld als EK, dann ja. Sonst eher nicht. Allerdings muss auch beachtet werden, dass eine Entnahme in der Zeit nach Bau und vor Rentenbeginn meines Wissens nicht oder nicht so einfach möglich ist.
 
Ich habe aus meiner Riester Rente das Kapital entnommen, um eben mehr Eigenkapital zu haben. Bei mir ging es um eine geringere Summe, deshalb werden sich die Steuern auch nicht ganz so "läppern". Diese nachgelagerte Besteuerung ist für mich schwer zu durchschauen, gebe ich zu, weil man nicht weiß, was denn nun auf einen zu kommt.
Die sonstigen Nachteile (Immobilie muss dauerhaft selbst bewohnt werden) wiegen auch schwer.
Ich habe mich dafür entschieden, weil das EK doch sehr begrenzt war.

Fazit: es liegt bei euch zu entscheiden, ob die "etwas besseren" Konditionen euch den Aufwand wert sind. Ihr hättet natürlich auch entsprechend weniger Schulden! (Bei der Bank, in Summe ist das Vermögen konstant).
 
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so weit ich weis kann man jederzeit zur Umschuldung wieder an den Riester ran - kann man also entspannt abwarten, die Rendite liegt doch über den darlehenszinsen...
 
Da bin ich mir nicht sicher. Ich hatte mal die Auskunft erhalten, dass dies später erst dann wieder möglich sei, wenn die Immobilie vollständig entschuldet wird, nicht aber für Sondertilungen, Umschuldungen u.ä. Aber das war auch nur eine mündliche Auskunft.
 
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Man kann, die Aussage habe ich erhalten, jederzeit eine Entnahme beantragen. Es muss nur eine Möglichkeit geben, das in die Immobilie zu stecken. Z.B. wenn eine Anschlussfinanzierung ansteht oder Nutzung für Sondertilgung, oder Umbau... was auch immer. Man kann ja auch Teile entnehmen, es müssen nur mindestens 3000€ entnommen werden und 3000€ stehen bleiben (oder nichts).
Explizit erwähnt war altersgerechter Umbau der vorhandenen Immobilie.
 
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