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Reichen 900 Euro monatlich für Hausfinanzierung?

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C

Caslido

Guest
Hallo Zusammen,

Zum Glück hab ich endlich dieses Forum gefunden ;)

da wir (Partnerin 25) (ich 28) für unsere Wohnung 900 Euro pro Monat bezahlen, kam uns die Idee, ob wir für den gleichen Preis nicht auch ein Haus finanzieren können?

900 oder 1000 Euro im Monat wären echt kein Problem.

Es soll wahrscheinlich ein Altbau sein für ca. EUR 120.000-150.000.

Leider haben wir keinen Bausparvertrag - braucht man den überhaupt? - und auch keine grosse Summe als Anzahlung (es sind "nur" ein paar Tausend Euro).

Wir haben des öfteren zu hören bekommen, dass es sich nicht lohnt, so eine teure Wohnung wie wir sie haben zu mieten. Daher die Frage von uns, ob es richtig ist, dass man für fast das gleiche Geld oder gar weniger auch ein Haus kaufen könnte. Denn das Geld für die Miete ist ja weg!

Danke für Eure Meinung.
 
Bei den 120-150 Tausend wirds ja nicht bleiben (Renovierung, Einrichtung usw.), desweiteren fallen bei einem Haus auch genügend laufende Kosten an (Heizung, Strom, Müllabgaben, Wasser, Versicherung und und und).

Außerdem kommen gerade beim Altbau in regelmäßigen Abständen Investitionen auf euch zu.

Unterm Strich werdet ihr mit all diesen Kosten kurz- und mittelfristig nicht billiger davon kommen (Kreditrückzahlungen miteinbezogen) und den Gürtel sehr eng schnallen müssen.
Auf der anderen Seite habt ihr dann ein Eigentum (wie viel das Wert ist, sei mal dahin gestellt).

Andere Frage: Mietkaufwohnung ist für euch nicht interessant?
Das wäre so ein Mittelding zwischen den beiden, mit dem Vorteil dass man sich was neues anschaffen kann ...
 
1. Wenn 1000€ monatlich zu Verfügung stehen und ihr Eigentum für 120000-150000€ erwerben könnt, dürfte es gerade so reichen, bei einer langen Kreditlaufzeit

2.Bausparer muß man nicht haben, viele Banken wollen am liebsten alles nur über Bausparer abwickeln, ich persönlich halte davon nichts, ist aber eine Glaubensfrage

3.Ohne Eigenkapital ist der Erwerb nat. schlecht. Ihr benötigt ja wenigstens genügend Eigenkapital um euch einzurichten und ganz wichtig, den Kauf auch abzuwickeln, da sprechen wir von rund 6000-8000€ (Notar- und Grunderwerbsteuern) + selbige Summe für den Makler, bei euren gedachten Kaufsummen

4. In welchem Zustand das Haus sich dann befindet ist nat. fraglich, in einigen Ecken Deutschlands bekomme ich Neubau dafür, in anderen halt nur ne Bruchbude und Renovierung gehen ordentl. ins Geld

Vorschläge wie Mietkauf oder gar Eigentumswohnungen würde ich perönl. niemals ins Auge fassen.
 
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Hallo Caslido,

ich persönlich denke darüber anders als meine Vorredner. Mit 900 EUR Mietaufwand bezahlen Sie ja im Moment das Eigentum Ihres Vermieters. Und mit diesem Betrag läßt sich auch eine Finanzierung für ein eigenes Haus darstellen.

Vielleicht gibt es ja auch eine Immobilie für Sie, in die Sie nicht noch Modernisierungsaufwendungen fliessen lassen müssen und die Ihnen ohne Maklerbeteiligung angeboten wird.

Die Finanzierung könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:
135.000 EUR angenommener Kaufpreis (Mittel zwischen 120.000 und 150.000 EUR)
2.295 EUR Notar- & Gerichtskosten (ca. 1,7%)
4.725 EUR Grunderwerbsteuer (3,5%)
142.020 EUR Summe

92.000 EUR Baudarlehen, 5,10% nom., 10 J. fest, 100% Ausz. 1% Tilg = 467,67 EUR
43.000 EUR KfW 124, 3,80% nom., 10J. fest, 100% Ausz., 1,44% Tilg. = 187,77 EUR
7.020 EUR Eigenkapital
142.020 EUR Summe = 655,43 EUR mtl. Rate

Die Nebenkosten für das Haus sollten Sie mit ca. 2 EUR pro Quadratmeter Wohnfläche einplanen.

Noch ein Tipp: Sie können pro 10.000 EUR Finanzierungsbetrag ca. 47 EUR Monatsrate für Ihre Grobplanung ansetzen. So haben Sie schneller einen Überblick, wenn Sie eine Immobilie für einen vom obigen Beispiel abweichenden Kaufpreis gefunden haben.

Viele Grüße
M. Thiemann
 
Ich denke man sollte bei dem Finanzierungsgerechne vom Mod. darauf hinweisen, dass es sich dabei scheinbar um eine Kreditlaufzeit von 35Jahren und mehr handelt, welches ich schon für arg lange halte, da in der Zeit sicher ein 2maliger Renovierungbedarf anfallen dürfte und die Bezinsung viele viele Jahre ungewiss ist

Zudem sind meiner Meinung die Nebenkosten viel zu wenig angesetzt bzw. ich weiß nicht was der einzelne alles dazu zählt.
(Wasser/Abwasser; Strom; Heizung; Versicherungen; Müllgebühren; Wartungsarbeiten; GEZ evtl. Kabel; Grundsteuer..)
Wenn man kein Passivhaus hat, kann man glaub ich rund 350€/Monat Nebenkosten bei 3-4Pers. bei 100-120m² ansetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Blurboy,

das stimmt. Die Kreditlaufzeit ist dabei 33 bzw. 35 Jahre (je nach Finanzierungsbaustein).

Das ist ja leider meistens das Problem bei 1%iger Tilgung. Nach den ersten 10 Jahren sind gerade mal ca. 13% getilgt und es besteht das erste Mal ein Zinsänderungsrisiko.

Deswegen ist es aus meiner Sicht auch erforderlich - neben der Finanzierung - Geld anzusparen, um dann einen möglichst hohen Betrag auf einen Schlag ablösen zu können, oder die Tilgung von Anfang an höher anzusetzen.

Die Höhe der Nebenkosten ist ja davon abhängig, welchem Energiestandard das Haus entspricht und wie viele Personen im Haushalt leben. Im Moment rechnen die Banken noch mit 2 EUR/qm.

Bei steigenden Nebenkosten kann sich das in Zukunft natürlich weiter erhöhen - nur davon ist ein Mieter genau so betroffen, wie ein Hauseigentümer.

Viele Grüße
M. Thiemann
 

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