PV Anlage LWWP - Rentabilität EFH KFW55EE

4,80 Stern(e) 5 Votes
kati1337

kati1337

Ähem. 2xLaptop aufladen + meinetwegen je 2 Flachbildschirme a 20W, sind ca. 1 kWh je Arbeitstag mit 10 h.

Oder von welcher „IT“ ist hier die Rede?
4 Bildschirme, 2 Entwickler-Rechner mit mehreren IntelliJ Instanzen offen (Projekt bauen heißt Pusten), dazu Kaffeemaschine, externes Audio-Interface für XLR Mikro, Router, Access Points, im Sommer Klimaanlage. Wenn die Arbeits-PCs ausgehen gehen die Gaming-PCs an, mit 1000er und 800er Netzteil.
Es addiert sich schon auf, zusammen mit dem "anderen" Haushaltsstrom.
 
WilderSueden

WilderSueden

Mmh, ich wage mal die Aussage, dass es cleverer ist eine 10kwhp mit 30% Eigenanteil zu betreiben als 4,8 mit 50%.
Nunja, 3kW Eigenlast gegen 2,4 ist natürlich erstmal besser. Die Frage ist ob die 25% extra Eigenverbrauch auch den Auspreis für eine doppelt so große Anlage rechtfertigen. Bei einer Einspeisevergütung von 6,x Cent die ich für meine Anlage bekommen werde, ist fraglich ob das nicht unter den Erzeugungskosten liegt. Zu erwarten sind gute 1000 kWh pro kWp, das sind dann bei 20 Jahren 1200-1300€. Klingt erstmal nicht schlecht, aber das ist etwa die Größenordnung die es kostet das aufs Dach zu montieren, Opportunitätskosten und Geldwertverlust über diese Zeit nicht eingerechnet.

Aber mal schauen, vielleicht ändert die neue Regierung ja noch rechtzeitig was
 
H

halmi

naja, die die schon eine Anlage haben werden sicherlich nicht plötzlich mehr bekommen und wenn die PV-Pflicht kommt muss eh jeder eine installieren, da brauchts dann keine Anreize mehr :p
 
face26

face26

Bei einer Einspeisevergütung von 6,x Cent die ich für meine Anlage bekommen werde, ist fraglich ob das nicht unter den Erzeugungskosten liegt. Zu erwarten sind gute 1000 kWh pro kWp, das sind dann bei 20 Jahren 1200-1300€.
Bei einer kleineren Anlage hast Du aber die gleiche Problematik. Sogar noch verschärft, da i.d.R. kleinere Anlagen einen höheren Preis pro KW haben als größere. Absolut gesehen kannst Du aber bei größeren mehr Strom selber nutzen, da gerade im Winter oder zu den Randzeiten halt noch etwas mehr runter kommt. Kannst ja mal in einem sehr bekannten Forum zu dem Thema nachlesen, wie man das so sieht.
 
WilderSueden

WilderSueden

Bei einer kleineren Anlage hast Du aber die gleiche Problematik. Sogar noch verschärft, da i.d.R. kleinere Anlagen einen höheren Preis pro KW haben als größere
Kommt drauf an wie man rechnet. Bei uns waren die Wände schon recht gut und ich könnte auch die Rechnung aufmachen dass die Minimalanlage mit Minimalspeicher durch den Sprung von KfW55 zu 40+ gar nichts kostet und jedes weitere Modul sich eben finanziell rechtfertigen muss. Und zwar nicht mit +- sondern gegen eine rentierliche Geldanlage von sagen wir mal 5% pro Jahr.

Aber ich muss mir ohnehin mal vom GU den Solarmensch geben lassen was da Optionen zur Erweiterung sind. Mir spukt da noch die Idee im Kopf rum auf dem Carport was zu montieren um eine zweite Exposition (SSE auf dem Haus, WSW auf dem Carport) zu bekommen. Aber das wäre natürlich eine zweite Installation.


Ein Problem an Foren ist ja dass jedes Forum seine Community mit Common Sense hat und so manches außer acht lässt. Im Hausbauforum ist Geldanlage halt primär Immobilien, das Solarforum rechnet wie viel man mit Solaranlagen sparen kann und im Börsenforum sind Aktien der absolute Bringer. Das alles gegeneinander abzuwägen ist dann gar nicht so einfach
 
tomtom79

tomtom79

Der Eigenverbrauch bestimmt heute die Rentabilität. Es nützt nichts wenn man drölfzigtausend kWh produziert, die aber zu 7-8 Cent einspeist während man für den eigenen Strom so viel mehr bezahlt.
Überschuss ist aber das Geheimnis. Diesen einzuspeisen ist auch bei 8-9cent nicht verkehrt.
Natürlich klingt das nach nicht viel. Und bei einer 5kwp Anlage ist das nix, deswegen Dach voll belegen und solange es geht noch davon profitieren. So zumindest ist mein Plan.
Jetzt aber macht unsere Dachform "Walm" uns ein Strich durch die Rechnung.

Grob gesagt für unsere Region mit allen Kosten ist bei 25% Eigenbedarf das Ding nach 10-12 Jahren abgezahlt.
Stiftung Warentest hat das eine sehr gute Rechen Hilfe. Oder im PV Forum.

Natürlich kann auch ich denk Fehler haben.
 
S

Stefan001

Und zwar nicht mit +- sondern gegen eine rentierliche Geldanlage von sagen wir mal 5% pro Jahr.
Die Rentierliche Anlage mit 5% mit dem gleichen Risiko das eine PV-Anlage besitzt musst du aber auch erst einmal finden.

Aber natürlich kann man immer die Rechnung in beide Richtungen bringen.
Mal sind ETF's absolut sicher, und die Solaranlage hält 10 Jahre und der andere sagt den ETF-Untergang hervor während die Solaranlage 30 Jahre hält...jeder wird das Ergebnis bekommen das er möchte.
 
kati1337

kati1337

Ich stell jetzt mal auch die steile These in den Raum, dass mit der voranschreitenden E-Mobilität und dem Bedarf für E-Fuels (Surpise! Es gibt noch andere Verkehrsmittel als Autos die aktuell zu unserem Nachteil tote Dinosaurier verfeuern) der Strombedarf auf der gesamten Welt deutlich ansteigen wird, und wie bei allen Sachen irgendwann die Nachfrage für deinen PV-Strom am Preis fiddeln könnte, auch wenn dir der Netzbetreiber ihn nicht für mehr als 6 Cent abkaufen muss. Dann kommt vielleicht schon demnächst jemand an, der dir ein paar Cent mehr dafür bietet. Oder ein paar Cent mehr als ein paar Cent mehr.
 
Hangman

Hangman

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das für die sog Ü20 Anlagen in 2021 wohl schon so gewesen. Bei aus der Förderung gelaufenen Anlagen wird wohl irgendein Jahresmittelwert ermittelt der dann für die Einspeisung gilt... und das waren in 2021 aufgrund der gestiegenen Börsen-Strompreise wohl tatsächlich schon 7,5 Cent!

Und dann gibt es da noch die Unwägbarkeit der Autarkielücke die ich zukaufen muß. Wie sieht die Rechnung einer mutwillig klein gehaltenen Anlage aus wenn die Strompreise auf 50 Cent steigen? Je größer die Anlage, desto kleiner diese Lücke, desto entspannter die Zukunft. Für mich besteht der Charme eines monoenergetischen Hauses ja darin, möglichst unabhängig sein zu können. Ich würde jedes KWP auf dem Dach mitnehmen was drauf passt.
 
R

Rumbi441

Ich stell jetzt mal auch die steile These in den Raum, dass mit der voranschreitenden E-Mobilität und dem Bedarf für E-Fuels (Surpise! Es gibt noch andere Verkehrsmittel als Autos die aktuell zu unserem Nachteil tote Dinosaurier verfeuern) der Strombedarf auf der gesamten Welt deutlich ansteigen wird, und wie bei allen Sachen irgendwann die Nachfrage für deinen PV-Strom am Preis fiddeln könnte, auch wenn dir der Netzbetreiber ihn nicht für mehr als 6 Cent abkaufen muss. Dann kommt vielleicht schon demnächst jemand an, der dir ein paar Cent mehr dafür bietet. Oder ein paar Cent mehr als ein paar Cent mehr.
das bezweifle ich. Wenn E-Fuels kommt dann wird das wie bisher über ein Oligopol spricht Tankstellen gemanaget. Anders kanst du gar so viele Menschen versorgen. Die jetzt vorhandenen Einspeisepunkte sind schon knapp. Ich befürchte bis auf deckelung des Eigenbedarfs wird die private PV-Anlage nicht rauskommen.
 
KingJulien

KingJulien

Man sollte die PV durchaus am Eigenbedarf auslegen.
Szenario: -5 °C, bedeckter Himmel.
WP rödelt, Mann oder Frau am Herd ebenso. Die Wäsche will gewaschen werden und der Elektrogaul will auch ein bisschen was abhaben.

Wenn dann gerade genug von Dach kommt, ist die PV nicht überdimensioniert.
 
D

Deliverer

Ich empfehle ja immer, die Weihnachtstage als Referenz: Die ganze (geimpfte) Familie ist zu gast, ALLE Lichter brennen, die Gans ist fünf Stunden im Ofen und am nächsten Tag braucht man 200 km Reichweite im Auto.
Ach und natürlich regnet es ohne Unterlass. Weihnachten eben. ;-)
 
WilderSueden

WilderSueden

Oh Mann, da habe ich ja eine Diskussion losgetreten. Ich werde dran denken die Familie nicht einzuladen damit die PV ausreicht ;)

am nächsten Tag braucht man 200 km Reichweite im Auto.
In den Weihnachtsurlaub sind es bei uns 280km, mit der Chance bei Kälte vor dem Furka Autoverlad zu warten
Bisher aber alles kein Problem, 50 Liter Diesel reichen auch ohne PV hin, zurück und dort unterwegs ;)
 
tomtom79

tomtom79

Wenn das Haus voll ist gekocht wird kannst die Heizung runterdrehen :^)

Bin Mal gespannt was der Habeck da im Osterpacket geplant hat. Spektakutionen gibt es ja genung.
 
M

Maxwell8

Lohnen sich heutzutage noch zwei Zähler oder alles über einen laufen lassen?

Bei uns liegen die Wärmestromtarife aktuell bei 32ct/kWh, die normalen Stromtarife hingegen bei 45ct/kWh.

Sind bei unserem Verbrauch mal schnell über 1000€ Unterschied pro Jahr.
 
WilderSueden

WilderSueden

Hast du überhaupt eine Wahl? In den meisten Netzen schreibt der Versorger mittlerweile zwei Zähler vor, egal ob es sich für dich lohnt.
Bei 1000€ Unterschied würde ich auf jeden Fall zwei Zähler nehmen
 
tomtom79

tomtom79

Das sind sehr Hohe Preise frisch abgeschlossen der Vertrag? Ansonsten würde ich versuchen zu Wechseln

Abgesehen davon ist es ist auch mit 2 Zähler möglich mit einer PV einzuspeisen. Nennt sich Kaskaden Messung oder so.
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
Im Forum Erneuerbare Energie gibt es 296 Themen mit insgesamt 5360 Beiträgen
Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben