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Endto0815

PV-Anlage auch im Westen oder Osten sinnvoll?

3,70 Stern(e) 7 Votes
Das hilft dir heute wenn du denn Vertrag abschließt aber auch nichts. Da die große Mehrheit der Menschen rechnen kann, glaube ich nicht wirklich daran dass sich das Thema durchsetzt. Du bindest dich zusätzlich vollkommen unnötig an einen Anbieter.

Schauen dass man so viel wie möglich von seinen eigenen Strom selber nutzen kann und den Rest spießt man ein, fertig. Keine zusätzlichen Verträge, Verpflichtungen oder Anbieterknebelungen.
 
Natürlich wird da nichts "gespeichert", aber man bekommt so den Strom, den man im Sommer tagsüber nicht selbst verwenden kann, über den Winter wieder für lau. Deswegen ja eine Art "virtueller Speicher". Klar, dass man da immer am Stromanbieter hängt, doch es ist besser als nichts (die geringe Einspeisegebühr).
Aus welchem Grund ist ein "Cloud-Speicher-Stromvertrag" für mich UND für den Anbieter besser als wenn ich den Strom selber einspeise und den Strom den ich benötige regulär bei einem Stromanbieter meiner Wahl kaufe?

Ich gebe zu ich habe die Cloud-Verträge erst gar nicht erst gelesen und die PV Anlage auch nicht bei Anbietern gekauft die mir entsprechende Flyer in die Hand gedrückt haben.

Steuerlich verkomplizieren die Cloud-Geschichten den ohnehin bereits absurden Aufwand so weit, dass Standardsoftware für PV-Steuer nicht mehr ausreicht.
 
Bitte um Verzeihung, wenn ich nicht alles schnalle bei den Finanzmodellen, aber verstehe ich das richtig, dass je nach Größe sich die Sache sogar lohnt, wenn man es voll finanziert?
Bei Ost/West/Süd hast Du bei 10kWp (ca. 50m²) etwa 8500kWh Ertrag im Jahr.

Macht 850€ im Verkauf wenn Du den Strom nicht selber nutzt.
Durch Eigenverbrauch kannst Du die jährlichen Einnahmen auf vielleicht 1100€/Jahr erhöhen. Bei steigenden Strompreisen auch ein wenig mehr.

Weitere Kosten:
- 50-100€ Versicherung
- 100€ Rücklage für Defekte
- 50€ MwSt. auf Eigenverbrauch in den ersten 5 Jahren, danach 0€
- etwas Degradation der Module über die Zeit
- evtl. Steuern, Zinsen

Die Anlage mit 10kWp sollte zwischen 9000 und 13000€ Netto kosten.

Damit kannst Du alles weitere selber ausrechnen. Die Rendite wird maßgeblich beim Einkauf der PV Anlage gestaltet, wie Du z.B. bei guckguck siehst. Ich bin ohne Finanzierung erst nach ca. 12 Jahren im grünen Bereich.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Für ein noch recht kurzen Zeitraum ist die Einspeisung noch lohnend. Es zählt der Zeitpunkt der Anmeldung der Anlage. Jeden Monat sinkt die Einspeisevergütung. Bei Anmeldung einer Anlage unter 10 kWp im September 2019 waren es noch 10,73ct / kWh, im Januar 2020 sind es mit 10,27ct / kWh in 4 Monaten bereits 5% weniger. Und so geht es weiter bis es keine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung mehr gibt.
Die Preise für die Anlagen sinken weiter - Du kaufst in ordentlicher Qualität als Privatperson 1 Wp installiert für ca. 1,00€.
Nun mal die Rechnung ohne Subvention bei einem Strompreis von 30ct je kWh:

Verbrauch im Haus: 5000 kWh
Anlage (OSt-West): 6000 kWp
Jahresproduktion: 5000 kWh
Eigenverbrauch aus der Anlage: 3500 kWh

Anlagenkosten: 6000€
Einsparung je eigenverbrauchter kWh: 20ct
jährliche Einsparung durch Eigenverbrauch: 3500 x 0,20 = 700€
Amortisation < 9 Jahre


Bei Wegfall der Einspeisevergütung ist die Dimensionierung der Anlage auf den Eigenverbrauch entscheidend. Eine viel größere Anlage steigert den Eigenverbrauchsanteil nur in sehr geringem Maße und wird dann unwirtschaftlich.
Den EIgenverbrauchsanteil kann man dann nur noch mit einer Speicherlösung erhöhen. Hier kommen dann Warmwasserspeicher, Batterien etc. ins Spiel.

Kaufst Du die Anlage oben mit Batterispeicher z.B. 2,4kWh, dann kostet sie inklusive anderem Wechselrichter rund 7500€. Du steigerst den Eigenverbrauch auf 3850 kWh (Entspricht etwa 150-180 Ladezyklen im Jahr je nach Degradation)
Anlagenkosten: 7500€
Einsparung je eigenverbrauchter kWh: 20ct
jährliche Einsparung durch Eigenverbrauch: 3850 x 0,20 = 770€
Amortisation < 10 Jahre

Die "Wetten" darauf ob sich das lohnt sind folgende Annahmen:
1. Wie entwickelt sich der Strompreis -> je höher die Annahme, desto eher lohnt die Batterie
2. Wie viele Ladezyklen erreiche ich im Jahr -> manche gehen von unter 100 aus, dann rechnet es sich nie, andere messen über 200 im Jahr, das ist wohl das Haupt-Streit-Thema
3. Annahme der Haltbarkeit der Batterien.

Wer nun die PV nicht als reines Finanzprodukt sieht, sondern auch als Teil der Gestaltung des Hauses kann Amortisationszeit gegen Ästhetik und Wertsteigerung des Hauses eintauschen. Schließlich werden Fassaden- und Gartengestaltung ja auch oft hinsichtlich Ästhetik ausgewählt und nicht hinsichtlich minimalem Budgets. Es soll sogar Menschen geben, die Autos kaufen ohne jemals an Amortisation zu denken.
 
Long story short, Stand heute rechnet sich das wunderbar, die Einspiesevergütung bekommst du 20 Jahre garantiert. Außerdem bekommst du die kleine Anlage nicht für das Geld.

Der Rest ist pure Spekulation, keiner weiss was kommt.
 
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Ach komm. Der Dax wirft im Schnitt 14% p.a. ab bei so einer Laufzeit. Da kannste deine Platten auf der Hütte, die später Sondermüll sind aber gleich wieder einpacken.

PV ist nicht rentabel genug. Das es Liebhaber gibt und Leute die Technik cool finden, alles ok. Aber aus Rendite sicht bringts nix.
14% für den DAX gab es, wenn man den Einstieg nach der letzten Krise gut getimt hat. Im langjährigen Schnitt sind es 8%!
Dazu kommt, dass Du da ein Kursrisiko hast. Bei der PV sind die Einnahmen garantiert. Klar kann es da auch Ausfälle geben, aber die sind für einen geringen Betrag versicherbar.

PV ist rentabel!
 
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