Plastikfenster in der Wohnung: die Lüftung nachrüsten

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Hallo!
Ich wohne in einer relativ kleinen Wohnung (50qm). Letzte Woche habe ich mir CO2 Sensoren gekauft und wurde total schockiert: nachdem ich die Fenster zu mache, ist CO2 Pegel nur die ersten 30 Minuten unter empfohlenen 1000ppm und dann steigt schnell. Wenn ich im Bettzimmer die Tür zumache, kann CO2 Niveau morgen früh 3000-4000ppm erreichen.
Offenbar haben meine Fenster keine Mikrolüftung (und in der in 70er gebauten Wohnung gibt es auch keine Lüftungsanlage).

Ich habe zum Thema recherchiert und ich verstehe natürlich, dass man einfach eine vernünftige Lüftung braucht, ich wohne aber in einer Mietwohnung, die ich in nächsten 3 Jahren verlassen werde. Daher passen die teuren Lösungen nicht.
Bei meiner Recherche habe ich über eine Lösung gestolpert, ein Foto von der ich zu meinem Post anhänge: einfach zwei Plastikteile, man bohrt das Profil, schraubt die Teile an beiden Seiten an. Die innere lässt sich verschließen.

Das hört sich besser an, als nicht, ich hätte aber Fragen, die ich hier im Forum stellen würde:
1) Ist das überhaupt eine Gute Idee, das Profil durchzubohren? Ich weiß, dass an Stellen, wo, wenn es im Winter gelüftet wird und die Feuchtigkeit aus der Wohnung sich mit der Kälte von draußen trifft, sammelt sich Schimmel. Wenn das jetzt IM PROFIL DRIN passieren würde, kann das ganz dramatisch werden: man sieht das nicht und es es dort genug Platz für Pilze vorhanden. Oder?
2) Wenn man das macht, bohrt man das Außenprofil (was an der Wand befestigt ist) oder das Fenster (wo sie Scheibe drin steht)?
 

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Grundsätzlich würde ich in einer Mietwohnung nicht die Fenster anbohren.

3000-4000ppm ist kein schöner Wert, aber lässt sich mit vernünftigem Stoßlüften besser beseitigen als durch die minimale Passivlüftung, gerade in einer kleinen Wohnung.
 
Grundsätzlich würde ich in einer Mietwohnung nicht die Fenster anbohren.

3000-4000ppm ist kein schöner Wert, aber lässt sich mit vernünftigem Stoßlüften besser beseitigen als durch die minimale Passivlüftung, gerade in einer kleinen Wohnung.
Danke. Mit dem "bohren in einer Mietwohnung" hätte ich kein Problem, meine Vermieterin ist ganz nett und wird ein Plastikteil am Fenster gar nicht schlimm finden.
Also, diese Frage kann man ignorieren und die Situation so betrachten, als das meine Wohnung wäre.

Stoßlüften hilft zwar, aber wie ich erwähnt habe, sehr kurzfristig. Jetzt muss man ganzen Tag zwischen Zimmern laufen und Fenster aufmachen, damit der Wert unter 2000ppm liegt.
Meinen Sie, dass solche Mikrolüftung nicht viel helfen würde?
 
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Ja, es ist eher ein „meinen“ als ein „wissen“.

Wir haben im Neubau auch keine Lüftungsanlage, sondern Fensterfalzlüftungen. Prinzipiell ja das gleiche. Allerdings funktionieren die Falzlüftungen durch die Platzierungen im ganzen Haus und den zarten Luftzug. An nur einem Fenster wird der Luftaustausch niemals groß genug sein, um dauerhaft deine CO2 Konzentration zu senken.

Mal ganz doof gefragt: Schlafen mit gekipptem Fenster ist keine Option? Wir wohnen noch in einem 50er Jahre Bau mit schlechten Fenstern. Wenn wir nach Hause kommen, wird gelüftet, dann über den Nachmittag/ Abend ebenfalls mehrfach stoßgelüftet.
Da die Konzentration aber deutlich höher ist, kann man möglicherweise das Gespräch mit der Vermieterin suchen, um Fensterfalzlüftungen professionell nachrüsten zu lassen. Der finanzielle Aufwand sollte nicht allzu groß sein.
 
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Naja, natürlich versuchen wir, wenn möglich, mit gekipptem/offenem Fenster zu schlafen. Jetzt im Sommer wird das gar kein Problem sein. Aber schon bei +5 draußen wird das schwer. Bei kleinen Wohnungen ist das immer schlechter - du bist quasi immer neben einem Fenster..

Ok, guter Punkt. Ich rufe doch eine Firma an und gucke, was sie empfehlen.
Danke!
 
Anbohren ist etwas anderes als Durchbohren.
Keine Ahnung, was das Teil braucht oder macht, aber wenn Du aus meiner Wohnung ausziehst und Bohrlöcher an den Fensterprofilen ohne Absprache hinterlässt, die nicht punktuell nötig sind, um eine Beschattung dauerhaft auf den Innenseite zu montieren, dann ist das Sachbeschädigung. Und ich bin auch eine nette Vermieterin!
hätte ich kein Problem, meine Vermieterin ist ganz nett und wird ein Plastikteil am Fenster gar nicht schlimm finden.
Ok, guter Punkt. Ich rufe doch eine Firma an und gucke, was sie empfehlen.
Das ist Sache der Eigentümerin.
 
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