Planung/Vorbereitung einer Tiefenbohrung

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Liebe Foren-Mitglieder,

ich möchte gern ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe bauen und dazu eine Tiefenbohrung realisieren.

Probleme in meinen Augen - mögliche Bergbaualtlasten (Erzgebirge).

In einem anderen Beitrag habe ich auch gelesen, dass die Wasserbehörde Einspruch erhoben hat:

"Jetzt hat uns die örtliche Wasserbehörde einen Strich durch die Rechnung gemacht und lässt keine Tiefenbohrung zu."

Ich würde daher gern wissen, wo im Allgemeinen Probleme liegen und wie diese frühzeitig erkannt sowie umgangen werden können?

Beste Grüße,

Florian

PS: Die Baufirma meint, dass eine Tiefenbohrung unproblematisch wäre.
PPS: Ich würde nach dem Planungsprozess ungern von unüberwindbaren Problem überrascht werden.
 
Lass dir mal verraten, was die Bohrfirma pro Meter so verlangt... wenn ihr in Felsen bohrt mag es gut sein, dass sich das ganze überhaupt nicht lohnt.
Niedersachsen hat eine Website auf der alle Bohrungen gelistet sind. Vielleicht gibt es sowas auch bei euch. Bei uns kann man da wunderbar die Entzugsleistung je Meter sehen und wer in der Nachbarschaft schon alles Tiefenbohrungen hat. Wenn ihr sowas habt, einfach zu euren Nachbarn gehen und fragen, wie das gelaufen ist.
Weiterhin: bevor du den Auftrag vergibst, Bafa beantragen.
 
Fels ist doch optimal für eine Bohrung, je nach Material am besten für den Wärmeaustausch. Das kostet außerdem nicht extra, das ist für jede Bohrfirma Tagesgeschäft. Die EFH Bohrungen sind wirklich nicht tief im Vergleich zu dem, was die Firmen bohren können.
Ansonsten bei den Behörden anrufen und erkundigen; die Genehmigung sollte die Bohrfirma vorbereiten, bei Ablehnung wird man ja auch nicht die Bohrung, höchstens ein wenig für die Arbeit an der Genehmigung bezahlenmüssen.
 
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Bist du dir da sicher? Im Infoblatt der Bafa heißt es:

Die Richtlinien des Marktanreizprogramms (MAP) wurden novelliert und sehen für Wärmepumpen mit neu errichteten Erdwärmesondenanlagen seit dem 1. April 2015 (Inkrafttreten der aktuellen Förderrichtlinien) neue technische Fördervoraussetzungen vor (siehe Nr. IV 3.4, 1) g). Diese lauten:
  • „Eine Förderung für Wärmepumpen bei gleichzeitiger Errichtung einer Erdsondenbohrung setzt voraus, dass die Bohrung nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 installiert wurde und dafür eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abgeschlossen wurde.“
Ich würde mich auf jeden Fall erkundigen, ob du zuerst irgendwie Bohren, dann aber immer noch die Förderung in Anspruch nehmen kannst.
 
Ja, ich bin mir sicher - Dein Text sagt ja sowieso nichts gegenteiliges, sondern bestärkt es eher, denn Versicherung und Zertifizierung bekommt man erst mit Auftrag an ein Bohrunternehmen .

Bohrung und Beauftragung der Heizungsinstallation sind zwei Paar Schuhe.
 

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