Planung Heiz- und Lüftungstechnik KfW 40-Plus EFH

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DaSch17

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Hallo zusammen,

wir haben nun im Oktober/November ein Planungsgespräch mit dem Heizungs-/Lüftungstechniker.

Ich habe mich in Vorbereitung hierauf gefragt, worauf ich besonders achten muss, was wichtig ist etc. und hoffe hier ein paar wertvolle Tipps zur Planung dieses sehr wichtigen Gewerkes zu erhalten.

Kurz die Eckdaten zum geplanten Neubau:
- 2 Vollgeschosse, lichte Rohbauhöhe je Geschoss 2,85m
- KfW 40-Plus-Standard
- zu beheizende Wohnfläche ca. 190 m²
- Zusatzheizquelle: Kamin im Wohn-/Ess-/Kochbereich ca. 60 m²
- Grundriss: siehe Beitrag #254 in https://www.hausbau-forum.de/threads/efh-neubauvorhaben-von-tag-1-an-und-die-planung-beginnt.33766/page-43

Folgende Infos bzw. Voraussetzungen habe ich vorab (neben den Planungsunterlagen) an den Heizungs-/Lüftungstechniker geschickt:
Heiztechnik:
- Split-LWWP oder SWWP
- Bafa-förderfähig
- Fußbodenheizung in allen Räumen (außer Garage mit Abstellraum) mit einer Zieltemperatur von 21-22 Grad in allen Räumen bzw. 22-23 Grad in den Bädern
- Smart-Grid-fähig (für Einsatz des PV-Stroms)
- wenn möglich mit Kühlfunktion
- Warmwasserspeicher für 4 Personen-Haushalt

kontrollierte Wohnraumlüftung:
- Kühlfunktion bzw. Sommer-Bypass

Worauf muss ich besonders achten? Welche Tipps habt Ihr?
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Beschattungskonzept fehlt. In deinen Ansichten sind zwar Raffstores eingezeichnet, aber du erwähnst diese hier jetzt nicht. Auch nicht welche Steuerungsmöglichkeiten dafür geplant sind.

Sommerbypass bei der KWL ist nice-to have aber bringt so gut wie nichts. Genauso wie die Fussbodenkühlung über die WP. Gerade bei den Sommern der letzten Jahre und es wird ja auch immer wärmer. Tropische Nächte nehmen auch zu da kann man ohne eine aktive Kühlung der Luft kaum etwas reißen.
 
S

Specki

Enthalpiewärmetauscher bei KWL.

Zu eurem Kamin: Euch ist klar, dass dieser niemals WIrtschaftlich ist, außer ihr betreibt ihn mit kostenlosem Holz und sehr intensiv. Ansonsten werden die Kosten für Anschaffung, Wartung, Kehren, Brennstoff, etc. immer höher sein, als ihr ohne das Teil an Strom für die Wärmepumpe brauchen werdet. Ist nicht schlimm, mancher mag ihn ja als Luxusobjekt. Es sollte nur klar sein, dass er das auch ist und keinerlei finanziellen Vorteil bringt.
 
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DaSch17

DaSch17

Beschattungskonzept fehlt. In deinen Ansichten sind zwar Raffstores eingezeichnet, aber du erwähnst diese hier jetzt nicht. Auch nicht welche Steuerungsmöglichkeiten dafür geplant sind.

Sommerbypass bei der KWL ist nice-to have aber bringt so gut wie nichts. Genauso wie die Fussbodenkühlung über die WP. Gerade bei den Sommern der letzten Jahre und es wird ja auch immer wärmer. Tropische Nächte nehmen auch zu da kann man ohne eine aktive Kühlung der Luft kaum etwas reißen.
Sorry, wusste nicht, dass das relevant ist.

- Im EG werden (abgesehen von der Nordseite = Hauseingangsseite) umlaufend Raffstores verbaut. Die übrigen Fenster im EG und OG erhalten elektrische Alu-Rolladen. Steuerung der Raffstores und Rolladen manuell via Somfy TaHoma bzw. automatisch via Sonnenwächter.
- Der Dachüberstand beträgt 60cm bei 22° Dachneigung.

Hatte mal gelesen, dass beides zusammen (Kühlfunktion Heizung und KWL) so 2 bis 3 Grad ausmachen kann. Dachte mir: "Besser als nichts..." Deiner Meinung nach stehen aber Kosten und Nutzen nicht in Relation zueinander?

Enthalpiewärmetauscher bei KWL.

Zu eurem Kamin: Euch ist klar, dass dieser niemals WIrtschaftlich ist, außer ihr betreibt ihn mit kostenlosem Holz und sehr intensiv. Ansonsten werden die Kosten für Anschaffung, Wartung, Kehren, Brennstoff, etc. immer höher sein, als ihr ohne das Teil an Strom für die Wärmepumpe brauchen werdet. Ist nicht schlimm, mancher mag ihn ja als Luxusobjekt. Es sollte nur klar sein, dass er das auch ist und keinerlei finanziellen Vorteil bringt.
Ist klar. Für uns auch ein Luxus- und Dekoelement. Wird nicht aus wirtschaftlichen Gründen verbaut. Dachte die Info ist vielleicht trotzdem wichtig.
 
S

Specki

Was ist schon wirklich wirtschaftlich im Hausbau
Manche (ich) versuchen beim Hausbau auch den wirtschaftlichen Aspekt mit einfließen zu lassen.
Wir haben bei uns einen Holzherd, mit dem wir 1/3 der Wohnung beheizen im Winter. Gleichzeitig kochen wir darauf und sparen somit Strom. Der Kamin war vorhanden, wurde nur für 1200 € ein Edelstahlrohr eingezogen. Wir Heizen sonst mit Gas, sparen aber ca. 1/3 der Heizkosten durch den Holzherd. Und an das Holz komme ich fast gratis.
Natürlich macht das Heizen mit Holz und das Kochen auf dem Holzofen auch Spaß, auch wenn es viel arbeit ist. Wäre es aber in unserem Fall nicht wirtschaftlich gewesen, hätten wir den weggelassen.


Dachte die Info ist vielleicht trotzdem wichtig.
In dem Fall ist sie nicht relevant, da die Heizung ja auch ohne den Betrieb des Holzofens laufen muss und alle Kriterien erfüllen müss
 

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