Personalisierte Ölgemälde als Deko

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Nida35a

Wir haben 3 Replikate von Ölbildern zu hängen, wo das Original unerschwinglich ist.
Alle 3 sind geerbt und es ist nicht nur das schöne Bild, sondern auch die Erinnerung die dran hängt.
Ansonsten haben wir selbstgemachte Fotos vergrößert, eins auf 2x1,5m übers Bett und die anderen auf 60x40cm.
Ein Auftragsbild würde mir nie gefallen, weil bei Auftragserteilung das Bild schon in meinem Kopf ist, und das kann ich nicht als Vorlage ausdrucken.
Und beschreiben ... ich sag mal stille Post.
 
hampshire

hampshire

Allerdings würde ich auch gerne meine eigenen Sachen als Gemälde aufhängen lassen, statt Ikea Posters, deswegen würde ich gerne von euch hören:
Was meint Ihr dazu? Hat jemand Erfahrung damit?
Auftragsmalerei ist Gang und Gäbe. In den 70ern konntest Du ein Portrait von Dir bei Andy Warhol bestellen, Gerhard Richter macht auch Kirchenfenster und es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden einen wenig bekannten Menschen mit Kunst und Vorgabe zu beauftragen.
Ich habe 3 Aufragskunst Bilder in Kreide von 1905 im Haus hängen. Diese finde ich ausgesprochen schön und zu Motiv und Auftraggeber habe ich ein emotionales Verhältnis. Selbst habe ich noch nichts in Auftrag gegeben.

Bei mir geht es darum dass mir noch nicht sicher ist ob ich mein eigenes Bild will.
Dann solltest Du auch keinen Auftrag erteilen. eine gute Kommunikation um ein Auftragsziel zu erreichen ist für ein wirklich gutes Ergebnis eine Voraussetzung. Wenn Du mit Künstlern sprichst - finde heraus wer Diir auf dem Weg der Willensbildung helfen kann.

Ölbilder sind mir persönlich aber zu "schwer". Ich mag lieder gezeichnete oder Aquarellbilder.
Das ist Geschmackssache, genau wie Formate und Motive. Gut ist was dem Käufer aus welchem Grund auch immer Freude macht. Bei der Wahl der Materialien empfehle ich die Positionierung im Haus berücksichtigen. Manche Maltechniken haben beispielsweise eine besonders hohe UV-Unverträglichkeit. (Daher haben wir Orte für Kunst bereits in der Planung des Hauses berücksichtigt)
 
F

fach1werk

Es spricht nichts dagegen Bilder von einem Kunststudenten zu kaufen oder gar zu sammeln. Die Arbeiten begeistern mich immer wieder und stehen Arbeiten arrivierter Künstler keinesfalls prinzipiell nach. Für den Erfolg am Kunstmarkt gibt es ein paar Voraussetzungen: Mann muss an der Akademie gewesen sein, das zweite M ist nicht ohne Grund da, männlich, es muss eine erkleckerliche Stückzahl geben, sehr gut für den Marktwert: Nicht mehr am Leben sein. Wer das nicht erfüllen kann könnte ja trotzdem mal eine Chance kriegen sag ich mal. Sollte hier ein junges Nachwuchstalent einen Markt suchen, sag ich nur, stell mal ein Bild ein. Ich würde es gerne aus nichtkommerziellen Gründen sehen :) Kunscht am Bau ist nicht nur für Archis.
 
hampshire

hampshire

Alternative Quellen um mit Kunst zu leben:
1. Einige Städte (z.B. Köln) haben Artotheken, in denen man sich Originale Kunstwerke sehr günstig für einige Wochen leihen kann. Wir haben damit angefangen, inzwischen aber keinen Platz mehr für Leihkunst. Die Kinder waren damals besonders begeistert von einem glitzernden Hundertwasser.
2. Auf Kunst- und Kunsthandwerksmärkten findet man guten Kontakt zu Künstlern und Werken. Hier kann man ganz gut verschieden Stile sehen und im Fall von @Yqsquare auch Auftragnehmer finden.
3. In einigen Restaurants und Geschäften hängt kaufbare Kunst an den Wänden. Einfach die Augen offen halten.

Für den Erfolg am Kunstmarkt gibt es ein paar Voraussetzungen: Mann muss an der Akademie gewesen sein, das zweite M ist nicht ohne Grund da, männlich, es muss eine erkleckerliche Stückzahl geben, sehr gut für den Marktwert: Nicht mehr am Leben sein.
Kommt vermutlich darauf an wie Du "Erfolg" definierst. Um als Kunstschaffender seinen Lebensunterhalt zu verdienen muss man weder eine Akademie besucht haben, noch männlich sein.
Wichtig sind erst einmal Kreativität und Ideen gepaart mit der Fähigkeit diese mit gutem Auge und guten Händen über die eigene Kunst kommunizieren zu können. Es gibt einen sehr gut erfassbaren Zusammenhang zwischen Wert und künstlerischer Qualität jenseits des rein ästhetischen Geschmacks.
Eine Kunstakademie hilft Künstlern enorm ihre künstlerischen Fähigkeiten zu entwickeln und bietet einen Einstieg in ein Kontaktnetzwerk, eine Voraussetzung für "Markterfolg" ist diese nicht.

Sicherlich gibt es daneben auch Hypes, Extreme und verkannte Genies, diese stellen allerdings über die Menge der Kunstschaffenden die Ausnahme dar.
Oft sind es künstlerisch schaffende Menschen, die von ihrem Umfeld kritikarm angehimmelt werden und ein sehr eigenes Verhältnis aus Selbst- und Fremdwahrnehmung entwickelt haben. Da sind oft alle Beteiligten genauso blind für Qualität wie Flatearther für Realität.
 
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