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Offene Bauweise - Doppelhaushälfte ohne Nachbarn?

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Guten Morgen zusammen,

ich überlege ein Grundstück in einem Neubaugebiet zu kaufen. Lt. Bebauungsplan handelt es sich dabei um eine offene Bauweise, bei der sowohl Einzel-, als auch Doppelhäuser zugelassen sind.

Ich mich frage mich jetzt, wie das mit den Doppelhäusern genau funktionieren soll. Müssen sich da „zufällig“ zwei finden?
Was ist, wenn einer eine Doppelhaushälfte bauen möchte, seine direkten Nachbarn aber nicht?

Vermutlich habe ich einen dicken Denkfehler. Könntet ihr mir da weiterhelfen?

Vielen Dank schon mal!
 
Geschlossene Bauweise: Bau des Hauses an die seitliche Grundstücksgrenze. Das heißt, die Außenwände der aneinandergrenzenden Häuser berühren sich.
Offene Bauweise: Abstand zur Grundstücksgrenze (vermutlich mindestens 3m)

sowohl Einzel-, als auch Doppelhäuser zugelassen sind.
Was ist, wenn einer eine Doppelhaushälfte bauen möchte, seine direkten Nachbarn aber nicht?
Was die Nachbarn bauen kann dir ja egal sein.
Wichtig ist was DU auf DEINEM Grundstueck bauen willst und darfst.
Grundstueck ist vermutlich gross genug, so dass da auch ein Doppelhaus stehen kann.
Wichtig ist, wieviel Flaeche du bebauen darfst (GRZ, Grundflaechenzahl). Wenn du 180qm Grundflaeche bebauen darfst, reicht das durchaus fuer ein Doppelhaus.
Da Doppelhaus und Einzelhaus erlaubt sind, kannst du aber auch ein Einfamilienhaus mit 180qm Grundflaeche bauen. Oder ein Haus mit 100qm Grundflaeche und einen groesseren Garten geniessen.
Maximal bebaubare Grundflaeche ist nicht max Wohnflaeche, siehe auf GFZ, (Geschossflaechenzahl, Grundstücksgröße x Geschossflächenzahl = Geschossgesamtfläche )
Anzahl der moeglichen Etagen und weitere Infos findest du auch im Bebaungsplan.
 
Ich mich frage mich jetzt, wie das mit den Doppelhäusern genau funktionieren soll. Müssen sich da „zufällig“ zwei finden?
Was ist, wenn einer eine Doppelhaushälfte bauen möchte, seine direkten Nachbarn aber nicht?

Vermutlich habe ich einen dicken Denkfehler. Könntet ihr mir da weiterhelfen?
Der Denkfehler ist, dass das Doppelhaus auf "deinem" Grundstück errichtet wird. Also nicht eine Hälfte auf deinem Grundstück und eine Hälfte auf dem Nachbargrundstück, sondern beide Hälften stehen auf einem Grundstück.

Wenn das Grundstück 600m² hat, kannst du halt ein Einfamilienhaus drauf setzen für dich alleine oder du teilst das Grundstück quasi und setzt eine DHH auf 300m² und die andere auf die anderen 300m². Und dann ist es deine Aufgabe einen Partner für die andere Hälfte zu finden.
 
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Ich habe auch schon öfters gesehen, dass in einem Baugebiet fast nur Doppelhaushälftengrundstücke angeboten wurden. Dann können Interessenten entweder eines davon (für eine DHH) oder eben den Doppelpack (für ein EFH) erwerben. Wenn natürlich nur ein großes Grundstück zur Wahl steht, müsste man für den Fall des Falles nach WEG teilen und selbst einen Partner suchen - oder halt real teilen und die nicht gewünschte Hälfte wieder für eine Bebauung mit einer DHH verkaufen.
 
Ich mich frage mich jetzt, wie das mit den Doppelhäusern genau funktionieren soll.
Wenn Du Glück hast, hat sich die Gemeinde oder der Verkäufer bereits Gedanken zu dem Thema gemacht und es ist/wird geregelt, z.B. im Kaufvertrag oder durch Baulasten.
Müssen sich da „zufällig“ zwei finden?
Wenn Du Pech hast, ja.
Was ist, wenn einer eine Doppelhaushälfte bauen möchte, seine direkten Nachbarn aber nicht?
Ohne weitere Regelung gilt dann: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. D.h., wer als erster den Bauantrag einreicht bestimmt, ob auf die Grenze oder mit Grenzabstand gebaut werden muss.
Vermutlich habe ich einen dicken Denkfehler.
Ich fürchte nicht.

vermutlich mindestens 3m
Nein. BW 2,5m.
Was die Nachbarn bauen kann dir ja egal sein.
Nein.
Wichtig ist was DU auf DEINEM Grundstueck bauen willst und darfst.
Nein. Wenn der Nachbar bereits mit Grenzabstand geplant und eingereicht hat, muss der Bauherr auch mit Grenzabstand bauen.
Der Denkfehler ist, dass das Doppelhaus auf "deinem" Grundstück errichtet wird.
Nein. Doppelhaus im planungsrechtlichen Sinne heißt zwei aneinander gebaute Häuser mit trennender Grundstücksgrenze.
 
Reden wir hier aneinander vorbei?

TE kauft Grundstueck A, 700qm, BBP sagt "EFH oder DHH ist erlaubt".
Sein Nachbar kauft Grundstueck B, ebenfalls 700qm. Der holt sich noch wen dazu und die bauen ein Doppelhaus (verbunden durch dicke Mauer). Der Nachbar auf Grundstueck B muss aber - da offene Bauweise - einen Mindestabstand zu Grundstueck A einhalten. Und TE ist auf Grundstueck A frei in seiner Auswahl: EFH oder DHH - unabhaengig davon was auf Grundstueck B gebaut wird.
 
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