„nur“ IP (also LAN+WLAN) statt KNX im Neubau

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B

Bauherr am L

Hey Freunde,

ich habe mich jetzt länger mit dem Thema zeitgemäße Elektro und Smart Home Installation im Neubau befasst.

Was ich mich frage: warum wird (in der Endstufe) zumeist ein Doppelsystem KNX plus IP (also LAN und WLAN) verbaut?

IP ist von der Datenübertragung hoch überlegen, warum also überhaupt mit KNX aufhalten und nicht alles über LAN/WLAN abdecken?

In Freude auf eine spannende Diskussion!
Euer Bauherr am L
 
untergasse43

untergasse43

Was genau im "Smart Home" steuerst du denn bzw. dann über IP? Den Staubsaugroboter? Die TP-Link WLAN-Glühbirne? KNX und IP sind doch zwei völlig verschiedene Schuhe. Wobei KNX prinzipiell auch IP als Medium kann
 
11ant

11ant

IP würde ich bevorzugen, wo auch ins Internet kommuniziert werden soll. In Haussteuerungen findet aber auch Vieles statt, was innerhalb des Hauses bleiben soll und was man nicht extra dagegen abschotten müssen möchte, extern gestört werden zu können. Ich würde IP auch bevorzugt in Sternnetzen einsetzen wollen, während Busse auch andere Netztopologien geeigneter finden können. Insofern finde ich nachvollziehbar, differenziert zu verfahren, statt alle Komponenten über denselben Kamm scheren zu wollen. So ein IoT (Internet of Trojans, LOL) kann einem Panic Room eine ganz andere Bedeutung geben

Von ITK verstehe ich von Berufs wegen genug, um da manche Spezialfelder lieber solchen Kollegen zu überlassen, für die die jeweilige Nische auch ihre Westentasche ist. Hausautomation bedeutet: Dinge, die automatisch (= unbeaufsichtigt, auch in Herrchens Abwesenheit) auch zu allerlei Unfug angestiftet werden können. Gewissermaßen "Kevins Haus allein zu Haus", da ist "Nightmare im Elm Street Network" nicht unbedingt in sicherer Entfernung
 
Tassimat

Tassimat

Du vergleichst die falschen Dinge. Es wird immer 2 Systeme geben:
Netzwerk + KNX oder
Netzwerk + Konventionelle Elektroinstallation

Aber eine klassische Elektroinstallation mit ein paar WLAN Schaltern und Aktoren ist ein günstiger Weg ein kleines bisschen Smart Home mit der Netzwerktechnologie umzusetzen.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
IP ist von der Datenübertragung hoch überlegen, warum also überhaupt mit KNX aufhalten und nicht alles über LAN/WLAN abdecken?
Um eine Lampe/Gerät Ein- und Auszuschalten muss man genau einen Bit übertragen. Ja nur einen...für das Dimmen reichen drei Bit usw...

Kanonen und Spatzen...

Die vermeintlichen Datenmengen sind schlicht nicht vorhanden.
 
B

Bauherr am L

Ich kam auf den Vergleich durch die Türsprechanlage. IP ist hier Haushoch überlegen. Mit einem System kann man alles gewünschte realisieren (inkl. Klingeln unterwegs mit Kamera Bild aufs Handy übertragen). Zudem sind IP Sachen ebenfalls offener Standard (was bei KNX ja immer als Vorteil ggü Free@Home etc) genannt wird.

Nur, weil das Licht die Datenmenge nicht braucht, sehe ich nicht den „Vorteil“ neben IP noch KNX zu haben. Wetterstation usw. würden von IP wieder profitieren. Warum also zwei Systeme zur Kommunikation parallel betreiben? Es müsste doch alles, was KNX kann mit IP darstellbar sein.
 
Zuletzt aktualisiert 20.04.2024
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