Nolte-Küche auf 13qm - Preis realistisch/akzeptabel

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Das ist dem open floor plan Grundrissen - aka Allraum - geschuldet. Wer will schon auf eine klassische Küche schauen. Da wirds halt schnell sehr teuer, wenns zum Wohnraumgefühl passen soll.
Das mag zum Teil zutreffen, dann müssten doch aber auch Sitzmöbel z.B. von Rolf Benz eher Mindeststandard sein, Esstisch von Ronald Schmitt, Lampen von xy, Regale von Team7 etc., dazu dann eben das Bild aus der Galerie an der freien Küchenwand. Hier wird geberbelt und geboratet als ob man ohne dies kein lebenswertes Dasein mehr haben könnte und Leute erklären sich oft sogar schon, warum sie nicht das Premium-Modell vom Premiumhersteller haben. Wie gesagt, ich mag Qualität generell sehr gerne und vor allen Dingen auch schickes Design aber im Bereich Küche scheinen mir ganz andere Preistreiber zu wirken als Nutzen, Notwendigkeit und Aussehen. Jeder entscheidet das natürlich für sich aber wenn ich nach dem Preis schauen muss dann tue ich es erstmal dort und prüfe, ob ich nicht einem gerade aktuellen, teuren Trend folge und mir an anderen Stellen die Batterie versagt (meine Meinung) !
Wir werden auch einen offenen Wohnraum haben, sogar nach oben hin offen und würde ich z.B. "Bora" als Standard übertragen auf den gesamten Allraum würde mich das Ganze €100.000.- mehr kosten, die ich nicht habe. Wir werden uns wohl (hoffentlich) eine ganz besondere Leuchte im hohen Wohnraum leisten und uns dafür woanders eingrenzen müssen; dennoch werden wir nicht schlechter kochen oder die Küche schlecht aussehen. Ich vermisse wirkliche Individualität und sehe dafür teilw. einen mMn überzogenen Run auf Küchen-Musthaves.
Ich habe oft zu tun mit jungen Leuten und glaube daher, dass hier auch ein gesellschaftlicher Bauherrendruck besteht, den ja selbst ich als alter Knochen spüre.
 
Wie sich das preislich auswirkt kann ich aber leider überhaupt nicht sagen
Wir hatten aufgrund der gewünschten Farbe auch mal nach einer Lackfront (mit Anti-Fingerprint-Pipapo) gefragt, die bei unserer Küche keine 500 EUR Differenz zum Melamin ausgemacht hätte. Solange man bei den Fronten also nicht zu Massivholz greift, sind die Unterschiede durch die Bank eher als gering anzusehen und eher nicht im vierstelligen Bereich.
 
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Wir hatten aufgrund der gewünschten Farbe auch mal nach einer Lackfront (mit Anti-Fingerprint-Pipapo) gefragt, die bei unserer Küche keine 500 EUR Differenz zum Melamin ausgemacht hätte. Solange man bei den Fronten also nicht zu Massivholz greift, sind die Unterschiede durch die Bank eher als gering anzusehen und eher nicht im vierstelligen Bereich.
Na, dann bleibe ich weiterhin bei meiner These :)
 
Das mag zum Teil zutreffen, dann müssten doch aber auch Sitzmöbel z.B. von Rolf Benz eher Mindeststandard sein, Esstisch von Ronald Schmitt, Lampen von xy, Regale von Team7 etc., dazu dann eben das Bild aus der Galerie an der freien Küchenwand. Hier wird geberbelt und geboratet als ob man ohne dies kein lebenswertes Dasein mehr haben könnte und Leute erklären sich oft sogar schon, warum sie nicht das Premium-Modell vom Premiumhersteller haben. Wie gesagt, ich mag Qualität generell sehr gerne und vor allen Dingen auch schickes Design aber im Bereich Küche scheinen mir ganz andere Preistreiber zu wirken als Nutzen, Notwendigkeit und Aussehen. Jeder entscheidet das natürlich für sich aber wenn ich nach dem Preis schauen muss dann tue ich es erstmal dort und prüfe, ob ich nicht einem gerade aktuellen, teuren Trend folge und mir an anderen Stellen die Batterie versagt (meine Meinung) !
Wir werden auch einen offenen Wohnraum haben, sogar nach oben hin offen und würde ich z.B. "Bora" als Standard übertragen auf den gesamten Allraum würde mich das Ganze €100.000.- mehr kosten, die ich nicht habe. Wir werden uns wohl (hoffentlich) eine ganz besondere Leuchte im hohen Wohnraum leisten und uns dafür woanders eingrenzen müssen; dennoch werden wir nicht schlechter kochen oder die Küche schlecht aussehen. Ich vermisse wirkliche Individualität und sehe dafür teilw. einen mMn überzogenen Run auf Küchen-Musthaves.
Ich habe oft zu tun mit jungen Leuten und glaube daher, dass hier auch ein gesellschaftlicher Bauherrendruck besteht, den ja selbst ich als alter Knochen spüre.
Sofas wechselt man heute öfter aus - Tische auch. Aber die meisten planen eine Küche so, dass sie 15 + Jahre schön sein soll. Auch da wieder der offene Wohnraum, der die Frage aufkommen lässt - will ich 15 Jahre lang auf Signalrot schauen? Also wirds weiß (mit vielleicht dezenten Akzenten) in hochwertig und teuer. Und der Schwede erscheint dann als zu billig.
Ich bin zu geizig, so viel Geld für Pressspankorpusse auszugeben. Ich habe aber auch das Glück, einen 200 Jahre alten Altbau und eine Tischlerei nebenan zu haben. Wenn ich einen Neubau planen würde, würde ich mich auch nicht trauen, zu experimentieren.
(Meiner Mutter und meiner Schwiegermutter fällt das Argument für die teure Küche - die hält dann 20 Jahre! - heute auf die Füße. Die Männer nun: Die ist doch noch gut! Die war teuer! Also leidet meine Mutter an ihrert weißen Landhausküche und meine Schwiegermutter an ihrer signalblau mit grau und Buche Küche.
 
Sofas wechselt man heute öfter aus - Tische auch. Aber die meisten planen eine Küche so, dass sie 15 + Jahre schön sein soll. Auch da wieder der offene Wohnraum, der die Frage aufkommen lässt - will ich 15 Jahre lang auf Signalrot schauen? Also wirds weiß (mit vielleicht dezenten Akzenten) in hochwertig und teuer. Und der Schwede erscheint dann als zu billig.
Ich bin zu geizig, so viel Geld für Pressspankorpusse auszugeben. Ich habe aber auch das Glück, einen 200 Jahre alten Altbau und eine Tischlerei nebenan zu haben. Wenn ich einen Neubau planen würde, würde ich mich auch nicht trauen, zu experimentieren.
Ich verstehe ganz genau was pagoni sagen möchte... Es wird teilweise sehr sehr viel Geld (auch in der Küche) für teure "Accessoires" vergraben, die man weder braucht, noch qualitativen wert haben. Es geht sehr viel um Optik und um "das muss man haben, das machen die anderen auch" - dadurch steht man im Druck und Zugzwang im Vergleich zu den anderen Bauherren. Es wird sich teilweise viel zu viel Gedanken gemacht über teure "Optik" oder "Trends", anstatt wirklich zu schauen, dass die Qualität nicht darunter leidet.

Beispiel aus der Küche: Kein Küchenhersteller hat uns nur ansatzweise an eine Berbel-Haube heran geführt, sondern wollte nur den "Billigscheiß" verkaufen. Lieber wird ein Dampfgarer oder sonstiger Krimskrams gekauft, den meiner Meinung nach halt kein Mensch braucht. Eine Haube, die deutlich mehr m³ abzieht, Gerüche aufnimmt, leiser ist etc. (was mir letztlich deutlich mehr bringt in einer offenen Küche, die heutzutage sowieso standard ist) denkt kein Mensch.

Der Gedanke: Kein toller Optikvorteil, bzw. aktueller Trend à la schöner Wohnen aber 1.000€ Mehrkosten?? Macht heute fast keiner mehr!! Ich finde das sehr sehr schade...

Ähnlich bei den Fenstern: Hautpsache die Farbe passt, ob die Fenster aber aus dem billigsten Kunststoff gefertigt sind und keine Qualität dahinter steckt interessiert keinen Menschen.

Hauptsache irgend ein Markenaccessoires für 2.000€, so dass man sagen kann: "Das hab ich! Das ist heuztutage Standard" ohne großartigen Nutzen.. Wie pagoni sagt, als ob man anders nicht mehr leben könnte.

Das ist ja aber in jedem Bereich des Lebens so... Ob es Lebensmittel sind, es um den Bau geht, um Freizeit oder sonst was... Ein Urlaub an der Nordsee ist nicht gut genug, genau so wenig wie das Gemüse vom Lidl - muss ja auf jeden Fall bei Edeka oder im Bio-Laden gekauft werden, ob es besser ist?? Egal! Geht mehr um Trends als wirklich um Wissen bzw. Abwägen von Qualität/Preis etc.

Denke, dass das der Grundgedanke von @pagoni2020 ist - ist halt die heutige Generation...

Aber: wir sind nicht deshalb hier :D
 
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