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Neubau mit vorhandenem Grundstück

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Hallo zusammen,

meine Partnerin und ich (noch nicht verheiratet, aber im Grunde eine Frage der Zeit) haben den Plan ins Auge gefasst, ein Eigenheim bauen zu wollen. Hierzu haben wir glücklicherweise bereits ein 650qm großes Grundstück von den Eltern meiner Partnerin geschenkt bekommen. Übertragen wurde dies bereits. Ich stehe nicht im Grundbuch. Ein Notar hat bereits einen möglichen Exit ausgearbeitet. (Dies war mir mindestens wichtig, nachdem die Schwiegereltern in Spe sich etwas gegen das Grundbuch gesträubt haben.)

Kurz zu uns: Wir sind beide studiert - was nichts heißen soll - und wohnen in Niedersachsen, ländlich. Nach Bremen und Osnabrück sind es je 60km. Meine Partnerin bezieht A13 Beamtengehalt und ich habe ohne Provisionen (Vertriebsjob) 2000 Euro netto monatlich ausgezahlt. Mögliche Provisionen und Gehaltserhöhungen zähle ich nicht mit. Wir haben ein eigenes Fahrzeug und ich einen Dienstwagen.

Es ergibt sich somit ein monatliches Gesamteinkommen von 5500 Euro netto. An Eigenkapital besitzt meine Partnerin ein Grundstück iHv 100k Wert. Ich habe monetäres Eigenkapital iHv etwa 20k und meine Partnerin hat ebenso 15k auf dem "Sparbuch".

Wir stellen uns ein EFH mit 180qm und Doppelgarage vor und haben hierzu bereits Gespräche mit einem Architekten (und zum Vergleich Viebrock) geführt. Das EFH ist auf 385k inkl. MwSt und NK geplant. Ich würde einen Kredit iHv 420k€ (also mit 11% Reserve exkl. unseren 35k) präferieren. Eine Finanzierung mit etwa 1,5% Zins auf 30 Jahre Zinsbindung würde grob eine Tilgung von 1500 Euro plus NK iHv 400 € bedeuten: also laufende Kosten pro Monat in Höhe von 1900€ (bei einem Nettoeinkommen von 5500€ = 3600 netto blieben über für Leben und Altersvorsorge.)

Derzeit spare ich 450€ monatlich in Fonds an, meine Partnerin ist hier konservativer und bevorzugt die Zinsen des Sparbuchs. Da wir nicht verheiratet sind, möchte ich hierzu keine Bewertung an dieser Stelle vornehmen.

Also, liebe Foren User, was sagt ihr zu meinem Finanzierungsplan?

- Jetzt in der Corona Krise kam mir die Idee, mal KuG/Krankheit/Arbeitslosigkeit zu berechnen. Dann wäre die Tilgung gleich, unser Einkommen würde sich dann auf etwa 4600 (Arbeitslosigkeit) bzw. 5000 (KuG) netto monatlich verändern. Hier wären wir am unteren Ende einer Tilgung angelangt, aber noch machbar in meinen Augen)


Ich freue mich über eine Diskussion mit euch.

Gruß

phil12345
 
Ein Notar hat bereits einen möglichen Exit ausgearbeitet. (Dies war mir mindestens wichtig, nachdem die Schwiegereltern in Spe sich etwas gegen das Grundbuch gesträubt haben.)
Darf ich fragen, wie ihr das jetzt im Detail gelöst habt? Wie muss ich mir das vorstellen, wirst du dann auch nach dem Bau nicht im Grundbuch stehen? Ich frage nur, da wir möglicherweise vor einem ähnlichen „Problem“ stehen werden.

Finanzierungstechnisch würde ich sagen passt es bei euch, allerdings würde ich an eurer Stelle noch mal das Szenario Nachwuchs durchspielen, falls das in Betracht kommen könnte.
 
Stand jetzt würde ich auch nach dem Bau nicht im Grundbuch stehen. Wir haben mit dem Notar einen Partnerschaftsvertrag beschlossen, der entsprechend die Trennung beinhaltet. Das heißt, sollten sich unsere Wege mal trennen, wäre ich derjenige, der das gemeinsame Haus verlässt. Ich würde dann mit 50% (wir wollen jeder die Hälfte des Baus zahlen) plus Wertsteigerung (oder minus Wertverlust) bekommen und dürfte mir dann etwas Neues suchen. Recht pragmatisch. Der Notar meinte, das wäre Usus. Da ich Stand jetzt nicht ins Grundbuch komme, der einzige Weg für mich, mich abzusichern.
 
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Stand jetzt würde ich auch nach dem Bau nicht im Grundbuch stehen. Wir haben mit dem Notar einen Partnerschaftsvertrag beschlossen, der entsprechend die Trennung beinhaltet. Das heißt, sollten sich unsere Wege mal trennen, wäre ich derjenige, der das gemeinsame Haus verlässt. Ich würde dann mit 50% (wir wollen jeder die Hälfte des Baus zahlen) plus Wertsteigerung (oder minus Wertverlust) bekommen und dürfte mir dann etwas Neues suchen. Recht pragmatisch. Der Notar meinte, das wäre Usus. Da ich Stand jetzt nicht ins Grundbuch komme, der einzige Weg für mich, mich abzusichern.
Ok, danke für die Erläuterung. In der Theorie klingt das ja ganz schön und nachvollziehbar, in der Praxis stelle ich mir das aber irgendwie schwierig umsetzbar vor. An Wert gewinnt doch eigentlich nur das Grundstück selbst, das Haus sollte maximal konstant bleiben, eher durch Abnutzung im Wert sinken oder wird einfach der Gesamtwert ermittelt, die ursprünglichen 100k für das Grundstück abgezogen und der überbleibende Betrag durch 2 geteilt?
 
Der eigentliche Sinn dahinter war mir, dass ich nicht fleißig das Haus bezahle und am Ende "in die Röhre" schaue, weil ich bei einer Trennung nichts "zurück" bekäme, weil es eben nicht mein Grundstück ist. Ob es überhaupt jemals zu einer Trennung kommt usw. (Thema Rosenkrieg) und wie dann was verläuft, ist eh nicht vorherzusagen. Laut Notar bin ich aber absolut nicht mindergestellt trotz Nichteintrag im Grundbuch. Hier werde ich aber noch einmal mit einem befreundeten Anwalt sprechen, ehe es zum Darlehensvertrag kommt.

Oder eben heiraten...
 
Kann man vorab sinnvoll festlegen, wie überhaupt die Wertermittlung des Hauses mit bzw. ohne Grundstück im Fall der Fälle erfolgt? Sonst kann jeder den Wert nach Gutdünken nach oben oder unten festlegen und schon ist er da, der Rosenkrieg.
 
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