Guten Abend zusammen,
bin neu hier und habe logischerweise ein "kleines" Problem .
Wir haben uns über einen Bauträger eine ETW in einem Haus mit 2 Wohnungen gekauft. Gebaut wurde nach dem Kfw 70 Standard. Wir wohnen oben in der ersten Etage. Wir haben erwartet, dass so ein Neubau schalltechnisch besser ist, als eine Wohnung aus den 60ern, wo wir vorher gewohnt haben. Leider mussten wir nach dem Einzug feststellen, dass das nicht ganz so ist. Also haben wir den Luftschall und den Trittschall von unten nach oben (ist ungewöhnlich, ja) messen lassen. Diese Werte ergaben, dass sogar der erhöhte Schallschutz eingehalten wird. Trotzdem sagte der Gutachter, dass er das selbst nicht erwartet habe und das definitiv nicht normal sei.
Mal kurz eine Übersicht der zu hörenden Geräusche.
- Wenn man im Bett liegt und es leise ist, hört man den Nachbarn dabei, wir er sein “kleines Geschäft erledigt. Das Spülen danach sowieso.
- Man hört den Wasserhahn von unten, genauso wie das Duschen, wenn es leise ist.
- Den Kaffeevollautomaten vom Nachbarn, bzw. wenn die Bohnen gemahlen werden, hört man bei uns in jedem Zimmer.
- Das Öffnen der Rollos ist extrem. Egal ob die elektrischen, oder die manuellen. Wenn die unten aufstehen, sind wir auch wach. Wir haben schon darüber gesprochen, aber leiser geht es fast nicht.
- Selbst die Geräusche von der Außentreppe, also wenn wer hoch geht, hört man.
- Wenn man etwas in der Garage arbeitet, wird dies auch bis in die Wohnung übertragen. Da kann man kaum unterscheiden, ob das der Nachbar unten, oder ob es draußen ist.
- Wenn die Nachbarn mal länger Besuch haben, was zum Glück nicht oft der Fall ist, dann ist an Schlaf nicht zu denken. Man hört alles. Bei Partys schauen wir sogar, dass wir außer Haus sind. Und das finde ich schon extrem...
Im allgemeinen ist die Außenwand wohl das Problem denke ich. Hier wird alles übertragen. Klopft man dagegen, klingt diese hohl und es ist überall zu hören. Soweit ich das gesehen habe, sind das 36er Ziegel mit irgendeiner Wolle gefüllt. Die beiden Wohnungen trennt eine Betonplatte und Fließestrich. Wie dick die Platte ist, weis ich leider nicht. Ist das denn normal? Darf man das hören? Besteht eine Chance, das zu reklamieren`?
Ein weiteres Problem ist die enorme Hitze im Sommer, was uns nach direkter Nachfrage vor dem Kauf verneint wurde. Also er würde nicht warm werden, das gut gedämmt. Eine dreiste Lüge...
Ich hoffe, ihr hab eine Antwort parat. Vielen Dank schon mal und schönen Abend.
bin neu hier und habe logischerweise ein "kleines" Problem .
Wir haben uns über einen Bauträger eine ETW in einem Haus mit 2 Wohnungen gekauft. Gebaut wurde nach dem Kfw 70 Standard. Wir wohnen oben in der ersten Etage. Wir haben erwartet, dass so ein Neubau schalltechnisch besser ist, als eine Wohnung aus den 60ern, wo wir vorher gewohnt haben. Leider mussten wir nach dem Einzug feststellen, dass das nicht ganz so ist. Also haben wir den Luftschall und den Trittschall von unten nach oben (ist ungewöhnlich, ja) messen lassen. Diese Werte ergaben, dass sogar der erhöhte Schallschutz eingehalten wird. Trotzdem sagte der Gutachter, dass er das selbst nicht erwartet habe und das definitiv nicht normal sei.
Mal kurz eine Übersicht der zu hörenden Geräusche.
- Wenn man im Bett liegt und es leise ist, hört man den Nachbarn dabei, wir er sein “kleines Geschäft erledigt. Das Spülen danach sowieso.
- Man hört den Wasserhahn von unten, genauso wie das Duschen, wenn es leise ist.
- Den Kaffeevollautomaten vom Nachbarn, bzw. wenn die Bohnen gemahlen werden, hört man bei uns in jedem Zimmer.
- Das Öffnen der Rollos ist extrem. Egal ob die elektrischen, oder die manuellen. Wenn die unten aufstehen, sind wir auch wach. Wir haben schon darüber gesprochen, aber leiser geht es fast nicht.
- Selbst die Geräusche von der Außentreppe, also wenn wer hoch geht, hört man.
- Wenn man etwas in der Garage arbeitet, wird dies auch bis in die Wohnung übertragen. Da kann man kaum unterscheiden, ob das der Nachbar unten, oder ob es draußen ist.
- Wenn die Nachbarn mal länger Besuch haben, was zum Glück nicht oft der Fall ist, dann ist an Schlaf nicht zu denken. Man hört alles. Bei Partys schauen wir sogar, dass wir außer Haus sind. Und das finde ich schon extrem...
Im allgemeinen ist die Außenwand wohl das Problem denke ich. Hier wird alles übertragen. Klopft man dagegen, klingt diese hohl und es ist überall zu hören. Soweit ich das gesehen habe, sind das 36er Ziegel mit irgendeiner Wolle gefüllt. Die beiden Wohnungen trennt eine Betonplatte und Fließestrich. Wie dick die Platte ist, weis ich leider nicht. Ist das denn normal? Darf man das hören? Besteht eine Chance, das zu reklamieren`?
Ein weiteres Problem ist die enorme Hitze im Sommer, was uns nach direkter Nachfrage vor dem Kauf verneint wurde. Also er würde nicht warm werden, das gut gedämmt. Eine dreiste Lüge...
Ich hoffe, ihr hab eine Antwort parat. Vielen Dank schon mal und schönen Abend.
Hallo,
also der BT hat eingelenkt und die Treppe von außen halbwegs entkoppelt und die Versorgungsschächte, welche offen waren, verschlossen. Leider hat dies keinen Erfolg gebracht.
Gestern hat der Nachbar von draußen ein Loch in die Wand gebohrt. Anfangs war es ein normales Bohrgeräusch an dem Fleck, wo er eben gebohrt hat. Dann kurzzeitig nichts und dann war das Geräusch plötzlich aus dem Bereich Kamin/Ofen. Sogar sehr sehr deutlich. Das werden wir ihm nochmals sagen. Aber ich denke, dass das Problem irgendwo anders liegt. Es wurde einfach nicht auf Schallschutz geachtet, sondern so gebaut, als wäre es eine Doppelhaushälfte oder ähnliches.
Was aber mittlerweile zu einem sehr großen Problem geworden ist, ist die angrenzende Straße bzw. die tieffrequenten Töne der Lkw. Das Dach wurde leider falsch geplant, viel zu leicht. Gerade mal 20cm Steinwolle und darüber nur ne normale Lattung und Betonschindeln. An der Fußpfette ist nur ein dünnes Brett und dazu noch n Haufen Schlitze. Zudem ist ein Hohlraum im zwischen Dämmung und Rigips. Inwiefern das etwas ausmacht, keine Ahnung. Es ist aber kaum zum aushalten.
Wir haben eigentlich einwandfreie Werte nach DIN, welche die Messung in db(A) vorgibt, was wiederum die tiefen Töne unter 100Hz (fast?) ausschließt. Allerdings sind diese Töne unter 100Hz extrem nervig und evtl. sogar Gesundheitsschädlich (wurde noch nicht so wirklich "erforscht", macht aber jedenfalls etwas mit dem Körper). Speziell bei 63Hz schlägt es bis teils 60db aus. Es wummert und brummt im Schlaf- und Kinderzimmer. Speziell beim Kinderzimmer mache ich mir große Sorgen. Der BT hat bisher nur bedingt eingelenkt und meinte, gegen diese Frequenzen könne man fast nichts machen. Er hat nicht unrecht, allerdings würde es schon reichen, wenn man eine Verbesserung um ein paar db erreichen würde.
Höchstwerte kann man wohl aus der veralteten DIN herauslesen, diese habe ich aber leider nicht zur Hand.
also der BT hat eingelenkt und die Treppe von außen halbwegs entkoppelt und die Versorgungsschächte, welche offen waren, verschlossen. Leider hat dies keinen Erfolg gebracht.
Gestern hat der Nachbar von draußen ein Loch in die Wand gebohrt. Anfangs war es ein normales Bohrgeräusch an dem Fleck, wo er eben gebohrt hat. Dann kurzzeitig nichts und dann war das Geräusch plötzlich aus dem Bereich Kamin/Ofen. Sogar sehr sehr deutlich. Das werden wir ihm nochmals sagen. Aber ich denke, dass das Problem irgendwo anders liegt. Es wurde einfach nicht auf Schallschutz geachtet, sondern so gebaut, als wäre es eine Doppelhaushälfte oder ähnliches.
Was aber mittlerweile zu einem sehr großen Problem geworden ist, ist die angrenzende Straße bzw. die tieffrequenten Töne der Lkw. Das Dach wurde leider falsch geplant, viel zu leicht. Gerade mal 20cm Steinwolle und darüber nur ne normale Lattung und Betonschindeln. An der Fußpfette ist nur ein dünnes Brett und dazu noch n Haufen Schlitze. Zudem ist ein Hohlraum im zwischen Dämmung und Rigips. Inwiefern das etwas ausmacht, keine Ahnung. Es ist aber kaum zum aushalten.
Wir haben eigentlich einwandfreie Werte nach DIN, welche die Messung in db(A) vorgibt, was wiederum die tiefen Töne unter 100Hz (fast?) ausschließt. Allerdings sind diese Töne unter 100Hz extrem nervig und evtl. sogar Gesundheitsschädlich (wurde noch nicht so wirklich "erforscht", macht aber jedenfalls etwas mit dem Körper). Speziell bei 63Hz schlägt es bis teils 60db aus. Es wummert und brummt im Schlaf- und Kinderzimmer. Speziell beim Kinderzimmer mache ich mir große Sorgen. Der BT hat bisher nur bedingt eingelenkt und meinte, gegen diese Frequenzen könne man fast nichts machen. Er hat nicht unrecht, allerdings würde es schon reichen, wenn man eine Verbesserung um ein paar db erreichen würde.
Höchstwerte kann man wohl aus der veralteten DIN herauslesen, diese habe ich aber leider nicht zur Hand.
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