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Neubau - Einschätzung Energieeffizienz

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Guten Morgen,

wir befinden uns noch in der Frühphase unseres Neubauprojekts, haben auch noch keinen Energieberater konsultiert, sind aber dennoch interessiert, ob unser derzeitiger Planungsstand bereits Rückschlüsse auf den Primärenergiebedarf bzw. das Erreichen der verschiedenen KfW-Standards zulässt und ggf. die Experten hier eine entsprechende (Ein)Schätzung dazu geben könnten.

Gebaut werden soll im Großraum Hamburg. Es handelt sich um ein Holzfertighaus (10 m x 12 m) mit zwei Vollgeschossen und ca. 204 m² (beheizter) Wohnfläche. Darauf sitzt ein Satteldach mit 30° Neigung. Ob dieses vielleicht doch noch ausgebaut wird, steht momentan nicht fest, Annahme sei der Dachboden ist unbeheizt. Im Folgenden ein paar Angaben zur Gebäudehülle, mal mehr, mal weniger detailliert bzw. fachlich-informativ (tlw. aus der Bauleistungsbeschreibung des Anbieters).

Sohle
  • oberseitig schwimmender Betonestrich mit 100 mm "Dämmung"
  • 200 mm "Untersohlendämmung"
Außenwand (von außen nach innen)
  • 60 mm Holzfaserplatte
  • Tragkonstruktion = 240 mm KVH bzw. Gefache = Dämmung mit 240 mm Zellulose
  • 12 mm OSB-Platten
  • 12,5 mm Fermacellplatten
Dachgeschoss (hier: Geschossdecke des OG)
  • "im ausgebauten Bereich mit 300 mm Zellulosedämmung"
Fenster
  • Ug = 0,5
  • Uw = 0,74
  • "warme Kanten"
In Küche, Bädern, Wohn-/Essbereich, Diele EG (gesamt ca. 93 m²) wollen wir eine FBH installieren. In den Schlafräumen (gesamt ca. 72 m²) wollen wir (Niedrigtemperatur)Heizkörper. Die restlichen Bereiche sind unbeheizt oder noch nicht entschieden.

Zur Zeit wären die Bewohner zwei Erwachsene und ein Kleinkind, auf lange Sicht geplant zwei Erwachsene und drei Kinder.

Fragen: Wäre die (vermutlich? zumindest so beworben) bessere Dämmung bereits eine ausreichende Ersatzmaßnahme gemäß EEWärmeG? Würde also eine Gasbrennwerttherme reichen, um das skizzierte Gebäude im EnEV-Mindeststandard zu beheizen? Lässt sich anhand der gegebenen Informationen bereits ein Primärenergiebedarf abschätzen, vielleicht anhand von Erfahrungen mit ähnlichen Gebäuden?

Die derzeitige Planung der Haustechnik sieht Folgendes vor: Primär soll mit einer Gasbrennwerttherme geheizt werden, angeschlossen an einen ausreichend großen Speicher (Puffer~? Schichtlade~? Dimensionierung?). Dazu soll eine Brennstoffzelle kommen, genauer die BlueGEN von SolidPower (W_el = 1,5 kW, W_th = 0,6 kW) mit entsprechender Strombatterie (Dimensionierung?). Hauptsächlich soll die Brennstoffzelle für die Deckung des benötigten Stroms genutzt werden (Entscheidung aus Überzeugung, bitte keine Diskussionen über Sinn/Unsinn/Amortisation/...), sollte aber zumindest in den norddeutschen Sommermonaten und vielleicht auch noch in der Übergangszeit den Wärmebedarf (Warmwasser) des Gebäudes decken!? Und zum Schluss soll auch noch eine KWL mit WRG installiert werden.

Frage: Da unser Ziel der KfW-40-Standard ist, würden wir natürlich jetzt gerne wissen, ob dies wie oben beschrieben realisierbar ist. Für eine genaue Einschätzung fehlen sicherlich unzählige Parameter, aber vielleicht können die Experten unter euch mit den entsprechenden Erfahrungen ein "Bauchgefühl" angeben. Wir wissen, dass die Brennstoffzelle nicht gerade viel Wärmeenergie beisteuert, hoffen deshalb umso mehr, dass die Dämmung die Bilanz positiv beeinflusst.

Da uns die verschiedenen Wärmepumpensysteme nicht gänzlich überzeugt haben, möchten wir auf jeden Fall eine Gasbrennwerttherme als primären Erzeuger haben und auch die genannten (Niedertemperatur)Heizkörper in den Schlafräumen sollen bleiben. Welche Alternativen gäbe es sonst, den KfW-40-Standard mit diesen Rahmendaten zu erreichen?

Habt vielen Dank, dass ihr euch diesen länglichen Text durchgelesen habt. Wir freuen uns auf eure Antworten. Wir versuchen, weitere Details so gut es geht nachzureichen, wenn ihr entsprechende Nachfragen habt.

Viele Grüße
Hans
 
EnEV2016 sollte so gar kein Problem sein.
KfW40 ist immer auf Kante genäht und entscheidet sich hinterher an Kleinigkeiten, maßgeblich ist hier dann meist die Anlagentechnik.
Nur mit Gastherme ohne Regenerativ - no way!
Mit Brennstoffzelle in der Größe wird das bei der Bilanzierung auch eng, mit der KWL vielleicht. Anstelle der Brennstoffzelle vielleicht 10m² Solarthermie + 3-5 kWp PV?

Wie du siehst, ob es für KfW40 reicht, ist pauschal schwer zu sagen, muss bilanziert werden und dann sieht man, was wie viel bringt. Die Gebäudehülle sollte reichen.

Die Brennstoffzelle mit 0,6 kWth erzeugt am Tag dann 12 kWh Wärme für Warmwasser, das langt für 240l 50°C, also 300l 40°C. Sollte an 95% der Tage reichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du willst zwar nicht darüber reden, aber Niedertemperatur Heizkörper kommen maximal in die Kellerräume (Lager) und nicht (mehr) in Wohnräume. Wir haben KfW55 konform gebaut mit Gas und Solarthermie (Heizung + Warmwasser) und einer KWL.Außerdem haben wir noch eine 9,92kW PV-Anlage auf dem Dach. KfW40 wäre mit einer noch besseren Dämmung sicher auch gegangen, aber die Ersparnis ist nicht mehr sehr hoch und irgendwann ist halt Schluss mit Kosten / Nutzern / Aufwand.
Thema Brennstoffzelle: Ein Kollege von mir hat auch eine Brennstoffzelle im Keller, der Hersteller ist inzwischen Pleite und er hat keinen Service und keine Garantie mehr dafür.
 
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Würde ehrlich gesagt nicht dogmatisch die KFW40 jagen... ist albern und unwirtschaftlich.
Heizkörper bei Betonestricht - wieso keine FBH?
 
Was ist hier dein Ziel?

Das Haus hat eine mehr als ordentliche Dämmung und schon sehr gute Fenster. Das grenzt imho schon an Passivhaus.
Dann willst du Brennstoffzelle und Stromspeicher einbauen. Fünfstelliger Betrag, Amortisation ausgeschlossen. Idealismus?
Aber dann keine Fußbodenheizung und ne Gastherme dazu? What?!

Mir fällt es sehr schwer, darin eine nachvollziehbare Strategie zu erkennen.
 

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