Neubau DHH - smart machen mit 10 TEUR extra?

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Hallo zusammen,

wir planen aktuell den Bau unserer Doppelhaus-Hälfte. Nachdem ich anfänglich schon mit einer KNX-Lösung zur Hausautomatisierung geliebäugelt habe, holt uns mittlerweile doch die Bauherren-Realität ein und das Budget wird immer knapper. Wir sind durch das Grundstück an eine Baufirma gebunden, die sämtliche Gewerke (inkl. Elektro) mit eigenen Leuten macht. Vertrag soll zeitnah unterschrieben werden.

Die Baufirma scheint nur bedingt Expertise bezüglich Smart-Home zu haben, so dass ich hier am überlegen bin, wie wir das nun am besten machen.

Aktuell sieht es so aus, das wir eine konventionelle Elektrik (etwa 8 TEUR) haben, dazu kommen Extraleistungen für netto knapp 4 TEUR EUR, um in jeden Raum ein LAN Anschluss zu haben und insgesamt auf 100 Steckdosen sowie 20 Brennstellen (ggf. fehlt hier noch etwas) zu kommen.

Dazu hätten wir noch rund 10 TEUR, so dass die gesamte (smarte) Elektrik etwa 22 TEUR kosten darf. Dazu haben wir 13 Rollladen / Raffstore geplant, die - Stand jetzt - konventionelle Elektrik bekommen.

Anforderungen - Must Have:
  • Beleuchtung:
    • Licht zentral schalten (gern alle, ggf. notfalls Geschoss-, Raumweise oder in ausgewählten Bereichen); teilweise dimmen
  • Beschattung:
    • Rollladen / Raffstore zentral steuern, automatisierte Beschattung
  • Strom:
    • Ca. 10+ Steckdosen schaltbar machen
Nice to Have:
  • Verzicht auf ERR (wenn via Smart Home verargumentierbar; ich habe nicht vor die Heizung aktiv zu steuern)
  • Anbindung KWL
  • Anbindung Sprachsteuerung
  • Fensterkontakte
  • Visualisierung
  • Präsenzmelder
  • Sonos Einbindung
  • TKS Einbindung (Doorbird, Busch Jäger Welcome)
  • Alarmanlagen-Funktion (via PMs / Sensoren, ggf. auch was eigenes zB. Busch Secure@Home)
Optionen:
1. Konventionell + Insellösungen via Funk (das haben wir aktuell auch in der Mietwohnung, Somfy Rollladen, HUE etc.), eigebunden in eine gemeinsame Visualisierung (ioBroker und co.)
2. Proprietäres System, der Favorit wäre aktuell wohl Free@Home mit zentralen Aktoren, um ggf. / notfalls auf KNX umzuschwenken. Alternativ ggf. Homematic Wired.
3a. KNX mit "Must-Haves" und Vorbereitung (Kabel) für "nice to have" / soviel wie geht.
3b KNX mit "Must-Haves", "nice to have" via Funklösungen / Gateways, eigebunden in eine gemeinsame Visualisierung (ioBroker und co.)

Hier habe ich jetzt viel gelesen, drehe mich aber irgendwie im Kreis...

Habt ihr einen Tipp, wie man das ganze jetzt am besten angeht?
Raumbuch erstellen und für 2 & 3 diverse Angebote einholen? Einen fähigen Systemintegrator / Smart Home Experten suchen der sowohl 2 oder 3 anbieten kann? Oder ist das grundlegend unrealistisch bei dem gesetzten Budget und ich sollte mich auf 1 konzentrieren?

Baubeginn ist zwar erst im Sommer, sofern ich aber versuchen möchte das Gewerk Elektro anderweitig zu vergeben bleiben mir noch rund 4 Wochen.

Ganz weg von KNX bin ich noch nicht, auch könnte ich mir Eigenleistungen vorstellen. Hat hier jemand die Lösung genutzt, sich einen Planer zu suchen, Schaltschrank fertig bauen und schicken zu lassen, anschließend die gesamte Verkabelung durch den Elektriker der Baufirma machen zu lassen und selbst zu parametrisieren?

Vielen Dank schon einmal!
 
Unmöglich ist es nicht. Eigenleistung teils erbringen und vorerst auf ein paar Features verzichten.
Beleuchtung und Rollläden ggf. erst umsetzen. Danach stück für stück alles andere.

Du wirst merken, dass in dem Bau noch viele Unkosten auf dich zukommen könnten bzw. werden und das jeder Cent zählen wird.

Meine Meinung:
An deiner stelle würde ich die KNX Geschichte nicht abhacken, aber erstmal auf Eis legen.
Die Kabel/ Vorbereitung dafür könnte man investieren, so dass man später KNX umsetzen kann.

Aus welchem Bundesland kommst du?
 
Ich peile aktuell deine Variante 3a mit einem sehr ähnlichem Budget an.
Kommende Woche spreche ich mit dem Elektriker über den Plan.
Werde auch versuchen ihm die Variante mit externer Verteilungplanung und -bau schmackhaft zu machen, weil ich dadurch einen wichtigen Posten von jemandem mit Erfahrung machen lassen kann.
 
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Berlin :)

Bezüglich KNX auf Eis legen / nur grundlegend nur vorbereiten, dass hieße dann aber auch konventionelle Elektrik, sprich deutliche Mehrkosten später, oder? Man liest ja immer dass das nicht wirklich sinnvoll ist. Wäre für mich dann eher Option 1 zum Start, damit ich zumindest ein wenig zentrale Bedienung ins Haus bekomme

@RotorMotor berichte doch gern einmal was dabei als Ergebnis rauskam. Ich möchte zeitnah auch einmal mit dem Elektriker unserer Baufirma sprechen. Frage ist, ob das preislich so hinkommt. Wenn ich mal pauschal kalkuliere bzw. was ich so gesehen habe: Planung 2,5 TEUR (?), Schaltschrank all inkl. 5 TEUR (?), bleibt nicht mehr so viel für den Elektriker und eine (zumindest abgespeckte) ETS Version muss auch noch her. Hmm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst auch eine konventionelle Elektrik inkl. "KNX-Vorbereitung" machen. Dadurch werden zwar mehr Leitungen benötigt als wenn Du nur KNX umsetzt, allerdings sind es weniger als konventionell und dann noch einmal KNX on top. Das bedeutet natürlich trotzdem, dass Du dann nach und nach alles umverdrahten musst, aber anders geht es leider nicht. Tendenziell wäre es dann allerdings eher "dezentrales KNX", was generell höhere Kosten mit sich bringt als zentrales, da Du nicht die Mehrfachaktoren nutzen kannst.

Ach ja, es gibt auch KNX-RF, was ohne Buskabel auskommt. Ist irgendwie auch KNX ...
 
Anforderungen - Must Have:
  • Beleuchtung:
    • Licht zentral schalten (gern alle, ggf. notfalls Geschoss-, Raumweise oder in ausgewählten Bereichen); teilweise dimmen
  • Beschattung:
    • Rollladen / Raffstore zentral steuern, automatisierte Beschattung
  • Strom:
    • Ca. 10+ Steckdosen schaltbar machen
Schon Mal die Shellys angesehen? Könnte ja ausreichend sein wenn weiterhin alles andere konventionell ist.
 
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