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ᐅ Neu bauen oder warten, dass günstiges Haus frei wird?

Erstellt am: 04.10.18 23:02
A
armmitcharme
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank, dass Ihr euch Zeit nehmt.
Wir sind völlig zerrissen und suchen Meinungen zu unserer Situation.

Mein Mann und ich (beide 27, plus unsere Tochter diese ist 11 Monate alt) überlegen uns, ob wir uns ein Haus bauen möchten, obwohl wir dies eigentlich nie wollten, da wir zwar recht anpassungsfähig aber so gar nicht entscheidungsfreudig sind.

Vorneweg: Wir sind beide noch Studenten, ich bin nächstes Jahr im Mai Ärztin. Er wird noch lange studieren, hat aber bereits eine abgeschlossene Ausbildung und ist ein spitzen Hausmann.
Unser momentanes Eigenkapital beträgt 80 000€. Einen Kredit würde wir auf jeden Fall bekommen, da meine (extrem liquide) Mutter für uns bürgen würde.

Wir suchen seit fast einem Jahr nach einem passenden Haus in dem wunderschönen 200-Seelen-Dorf in dem meine Mutter wohnt. Dort wurde uns schon vor Monaten ein Haus in Aussicht gestellt (per Handschlag Vorkaufsrecht, aber hier werden die meisten Leute ihre Häuser sowieso kaum los, also kann der Verkäufer auch irgendwo froh sein), sobald die 90 jährige Mutter des potenziell Verkaufenden nicht mehr allein leben kann. Sie ist noch relativ fit, also läuft draußen rum etc.
Wir wollen genau dort hin und zwar so, dass die Kleine zu ihrer Oma laufen kann ohne eine große Straße zu überqueren, was auf das Neubaugebiet (circa 3 Bauplätze) und auch auf das günstige uns in Aussicht gestellte Haus, da diese quasi quer gegenüber liegen, zutrifft.




Daten zum alten Haus:
5 Zimmer, circa 120qm Wohnraum
Grundstück 700qm
3 Bäder, aber 1 im Schuppen
letztes Grundstück am Wald (unverbaubar, da der Wald meiner Mama gehört)
riesiger Keller mit Schuppen
zwei Garagen
70er Jahre Bau
Mit Fachkundigem besichtigt (allerdings recht oberflächlich), vom Ersteindruck sehr gut erhalten
Renovieren, ja. Sanieren nicht nötig. Wir rechnen mit direkt nötigen Investitionen von ca. 20 000€
Schöner Garten mit altem Baumbestand
Kosten: 68 000€


Daten zum Neubaugebiet:
Eher flacher Nordhang
9€ pro qm (nein, kein Schreibfehler. Es ist auf dem Land und die Gemeinde fördert junge Familien. Neun Euro pro qm.)
Gegenüber vom Wald (unverbaubar, da der Wald meiner Mama gehört)


Was dafür spricht zu warten:
Sehr niedrige Kosten, kein Kredit nötig
Überschaubare Arbeiten (wir sind beide nicht vom Fach)
Einziehen ohne riesige Kosten vorher
Wir könnten nach und nach mehr "Luxus" einbauen, aber erst mal einfach einziehen
Charme des alten Hauses
Das Haus ist mehr wert als wir zahlen würden


Was dagegen spricht:
Eventuell warten wir noch ewig
Ein Zimmer ist ein Durchgangszimmer
Egal was wir tun, so umweltfreundlich wie ein guter Neubau wird es nicht
Perfekt ist das Haus nicht



Was dafür spricht neu zu bauen:
Es fühlt sich schrecklich an der alten Frau das Haus "wegnehmen" zu wollen
Wir könnten sofort mit dem Planen anfangen
Das nächste halbe Jahr hätte ich viel Zeit für sowas, danach nicht mehr
Wir könnten viel nach unseren Wünschen gestalten
Die Grundstücke sind wunderschön und praktisch geschenkt
Wir könnten ein Passivhaus bauen


Was dagegen spricht:
Kosten (wenn wir Glück haben) ca. 300 000€(??), sprich Schulden
Hier in der Gegend ist eine Immobilie nie wieder ihren Baupreis wert
Wahnsinnig viele Entscheidungen
Wir sind beide nicht vom Fach und könnten leicht "ver*rscht" werden
Jeglicher "Luxus" muss sofort finanziert werden
"Wenn schon bauen, dann aber richtig?" -- Kosten, Kosten, Kosten?
So schnell geht bauen jetzt auch nicht



Was wir möchten:
Mind. 100qm, höchstens(!) 135qm
Mind. 5 Zimmer (2. Kind ist geplant)
Möglichst ein Niedrigenergiehaus
2 Bäder (eins kann winzig sein, nur eben irgendeine Ausweichmöglichkeit)
Nicht viel Ärger


Wovon ich spreche, wenn ich Luxus sage:
Kachelofen (so gemütlich und durch den Wald im Familienbesitz kommen wir extrem günstig an Holz)


Die Infrastruktur, sprich Kita, Grundschule, Nähe zur späteren Arbeit etc. ist für uns, trotz oder eben wegen der extrem ländlichen Lage, optimal. Aber die Immobilienpreise in unserer extrem ländlichen Gegend sind sehr niedrig und wir sehen unser mögliches Haus entsprechend nicht als Wertanlage, sondern als Möglichkeit uns niederzulassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass von den circa 10 anderen passenden Häusern im Dorf zufällig eins frei wird, halten wir für sehr gering.


Was würdet ihr tun?
Wozu würdet ihr einem Freund raten?

Wir sind völlig unsicher!

Vielen Dank für Eure Hilfe und Euch noch einen schönen Abend!

Anne
W
Wickie
05.10.18 09:04
Überlegt Euch auch, wie die Situation für Euch ist, wenn Deine Mutter mal nicht mehr da ist (was man selbstverständlich nicht gerne tut, aber das ist naturgemäss ja leider so...). Ich finde es immer schwierig, einen Wohnort abhängig zu machen von Personen. Lebensumstände können sich schneller ändern, als einem lieb ist.

Ansonsten merkst Du sicherlich schon selber: 5 Leute fragen, 12 unterschiedliche Meinungen hören.

Ich persönlich bin bekennendes Landei. Allerdings hört die Landliebe dann dort auf, wo ich mein Geld verbrennen würde. Langfristig werden meiner Meinung nach die ländlichen Regionen wieder beliebter werden und auch mehr Menschen den Weg aus der Stadt suchen. Gerade wegen Kindern. Aber wenn mir jetzt schon bewusst wäre, dass ich dort Geld verbrenne mit einem Neubau weil es eben SEHR ländlich ist? Das muss alles gut überlegt sein, dafür ist so ein Haus zu teuer!
kaho67405.10.18 09:17
Zaba12 schrieb:
Ich verstehe gerade nicht warum hier empfohlen wird neu zu bauen.
Nun, es geht halt nicht immer nur um Geld im Leben.
Ich hatte den Eindruck, dass hier die Möglichkeit für ein glückliches Zusammenleben in Nachbarschaft zu Mami besteht. Diese Zeit ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Natürlich muss man sich sicher sein, dass man dort wirklich wohnen will. Da Geld für das Haus ist sonst verbrannt, da die Wahrscheinlichkeit einen Käufer zu finden in Hinterpupsdorf vermutlich gegen Null geht.
Auf das Ableben oder die Gebrechlichkeit eines Dritten zu warten, um ein (altes, semioptimales) Objekt zu kaufen, halte ich dagegen für Zeitverschwendung.
Z
Zaba12
05.10.18 09:42
Zaba12 schrieb:
Ich verstehe gerade nicht warum hier empfohlen wird neu zu bauen. Wenn die TE schon schreibt, dass ein Wertverlust aufgrund des schwachen Wiederverkaufs vorprogrammiert ist, kann man doch nicht empfehlen neu zu bauen??? Es sind ja nicht die Baukosten von bspw. 300k€ zu betrachten sondern die Gesamtkosten inkl. Zinszahlung. Wenn die dann bei 400k€ liegen und das Haus in 30 Jahren als Altersruhesitz für 200k€ verkauft werden muss dann hat man einfach 200k€ Verlust gemacht.
Und die 200k€ sind noch nett formuliert. Ich habe vor einigen Wochen eine Doku gesehen die genau das Problem umfasst hat. Da sind die Häuser noch nicht mal für 60k€ weggegangen. Das waren keine Ruinen oder so. Es waren einfach Gegenden ohne eine Grossstadt im Umkreis von 30-50km. Ich kann dir gerne den Link auf YouTube schicken. Dann wirst du nicht mehr neu bauen wollen.
G
Garten2
05.10.18 09:57
Du schreibst, dass ihr zwar nicht entscheidungsfreudig jedoch sehr anpassungsfähig seid.
Weiß die alte Dame, dass ihr an ihrem Haus interessiert seid?
Wenn ja, dann wäre doch vielleicht auch ein gemeinsames Leben im Haus möglich zu machen. Ihr kauft, macht einen kleinen Anbau und sie hat Wohnrecht auf notariell bestimmten Flächen solange sie allein zurecht kommt.
Klar muss sein, dass es dann euer Haus ist.
Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich sogar freut eine angehende Ärztin und eine kleine Familie in der Nähe zu haben und das Haus weiterhin bewohnt wird.

Sollte jedoch die alte Dame gar nichts von den Plänen wissen (wollen), dann lasst es bleiben und kauft eines der Grundstücke und lasst ein Fertighaus darauf stellen.
Basti270905.10.18 10:10
Zaba12 schrieb:
Und die 200k€ sind noch nett formuliert. Ich habe vor einigen Wochen eine Doku gesehen die genau das Problem umfasst hat. Da sind die Häuser noch nicht mal für 60k€ weggegangen. Das waren keine Ruinen oder so. Es waren einfach Gegenden ohne eine Grossstadt im Umkreis von 30-50km. Ich kann dir gerne den Link auf YouTube schicken. Dann wirst du nicht mehr neu bauen wollen.

Zaba12 zitiert Zaba12...der Link ist dann aber für den Threadersteller?...

Und bei unserer Gegend wird ja schon immer vieles schlecht geredet...tiefster Osten...Einwohnerrückgang...etc.

Aber selbst bei uns muss man für ein gebrauchtes Haus noch immer 200.000 bis 250.000 Euro bezahlen. Bei meinen Eltern auf dem Dorf sind es auch noch über 100.000 Euro...und das sind wirklich alte Buden. Mit Aufputzsteckdosen, Holzofen und 1-fach verglasten Holzfenstern...
K
Kekse
05.10.18 10:58
Ich würde der TE normalerweise ja auch zum Gebrauchtkauf raten - aber es gibt schlicht nichts zu kaufen. Klar kann man auf das Omihaus warten, aber die Frau ist 90, anscheinend relativ fit und das erste Kind ist schon da. Wenn's ganz blöd läuft, hat das Kind Abi bevor das Haus frei wird. Auf das Ableben von Menschen zu setzen sollte man lassen, wenn es um Einzelmenschen geht. Das können Versicherungen machen, die statistische Effekte ausnutzen können. Und wenn man an dem Ort wohnen will, braucht man nun mal ein Haus.