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ᐅ Netzersatzanlage für zwei Einfamilienhäuser

Erstellt am: 06.02.26 16:41
P
Pianist
Schönen guten Tag!

Durch den Stromausfall im Süden Berlins hält mein Vater es für erforderlich, die Frage zu prüfen, inwiefern es möglich ist, sich auf ein solches Ereignis vorzubereiten, und hat mich beauftragt, entsprechende Informationen einzuholen. Bevor ich nun aber mit einem Elektrobetrieb spreche, wüsste ich gerne, unter welchen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowas möglich ist.

Man muss da sicher zwischen einer "fliegenden Lösung" (bei der man nur die Heizungsanlage versorgt) und einer ordentlichen Installation (bei der man das ganze Haus versorgt) unterscheiden. Und dabei dann auch noch differenzieren, ob man auch große Verbraucher wie Herd und Backofen mit einbindet oder nicht.

Theoretisch wäre es ja schon mit einem Dieselgenerator (mit HVO 100 im Tank, damit das Zeug nicht verrottet) getan, wenn man zuvor an beiden Häusern einen Einspeisepunkt geschaffen hat, unter einem Treppenpodest oder dergleichen. Dann würde man einfach die Zuleitungen der Heizungsanlagen abklemmen (geht jeweils vom Notschalter ab) und dann auf die Einspeisung legen, und draußen arbeitet der Generator.

Eine ordnungsgemäße Installation als Teil der Gesamtanlagen müsste hingegen sicherstellen, dass bei Einsatz der Anlage zugleich auch die Verbindung ins öffentliche Netz gekappt wird. Erstens, um marodierende Ströme zu verhindern, und zweitens, weil ja irgendwann der Netzstrom zurückkehrt.

Ich glaube zwar nicht, dass ein gut gedämmtes Haus nach einer Woche so weit runterkühlt, dass die Heizungsrohre einfrieren, aber er möchte, dass ich das kläre.

Es bedankt sich Matthias!
Tolentino10.02.26 10:23
Warum eigtl Benzin? Ist ein Dieselgenarator nicht im Zweifel einfacher zu betreiben mit Pflanzenöl? Also wenn man jetzt schon total in die Preppingtheorie absteigt....
familie_s10.02.26 11:00
Das haben wir uns auch gefragt....
Musketier10.02.26 16:34
Die Frage ist halt, wann brauchst du den Generator am meisten.

Frühjahr bis Herbst kommst du vermutlich hauptsächlich mit einer Photovoltaik Anlage mit Speicher hin, wenn der ohne Netzbetrieb funktioniert und man z.B. auf WP verzichten kann.
Problem ist später Herbst bis zeitiges Frühjahr in der Heizsaison.

Wenn man Stromausfall in Folge einer großen Kältewelle z.B. wegen vereisten und dann gerissenen Stromleitungen/umgeknickten Strommasten in Betracht zieht, dann ist der Benziner vermutlich deutlich besser als der ausflockende Diesel. GGf. hat man auch einen /mehrere Benziner und keinen Diesel in der Garage stehen.

Man müsste auch überlegen, wo man große Mengen Pflanzenöl her bekommt, wenn die Läden mangels Strom alle geschlossen sind.
P
Pianist
10.02.26 18:17
Gewöhnlichen Diesel würde ich natürlich nicht nehmen, sondern HVO 100. Habe ich auch im Boot.

Was Benzin angeht: ich habe vor Jahren mal einen kleinen Generator gekauft, und bewusst mit Aspen befüllt, weil ich dachte, dass dann nichts verklebt ist, wenn man ihn mal braucht. Als ich ihn dann testweise mal anschmeißen wollte, ging er trotzdem nicht...

Geräte, die man höchstwahrscheinlich nie oder nur alle paar Jahre mal braucht, sind immer problematisch. Wer denkt schon daran, sie alle paar Monate mal einen Moment laufen zu lassen?

Und mal ehrlich: wenn wir wirklich mal einen großflächigen langen Stromausfall haben, dann haben wir ganz andere Probleme...
Tolentino10.02.26 22:31
Ich behaupte Pflanzenöl kriegt man eher in so einer Situation als Benzin (Notfalls einen Imbiss plündern). vor allem kannste Pflanzenöl erst zum kochen verwenden, dann filtrieren und trotzdem noch verbrennen.
Aber egal führt jetzt echt in Prepping Gefilde...
P
Pianist
11.02.26 07:51
Ja, finde ich auch. Nicht meine Welt. Ich habe immer noch ein relativ großes Vertrauen in unsere Institutionen und gehe davon aus, dass sowas wie neulich in Berlin nicht zur Regel wird. Allerdings muss ich ja meinem Vater mit einem Ergebnis kommen, und er wird genau wissen wollen, warum es da keine für ihn zufriedenstellende Lösung gibt.
generatorstromausfall