Nebengebäude (Stall) in Wohngebäude (inkl. Sanierung und Anbau)

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Moin,

ich lese jetzt einige Wochen mit - (leider) brauche ich nun doch Hilfe.

Nach dem unser Traum eines Neubaus (Hinterlandbebauung) aufgrund von nicht vorhandenem Bebauungsplan gestern beim Bauamt geplatzt ist, suchen wir Alternativen. Ein Anbau an das bestehende Haus kommt nicht in Frage (diverse Gründe). Auf dem Grundstück (insgesamt 1250qm²) steht noch ein alter Stall:

9x5m Grundfläche (plus einen kleinen Schuppen von 2x5m angebaut) mit Spitzdach. Strom, Wasser ist vorhanden (Gas bin ich mir nicht 100% sicher). Es ist jedoch nur das Dach isoliert.

Was das Amt gestern sagte, das wir da evtl. gute Chancen hätten, zu beantragen, das dies ein Wohngebäude wird und wir das Haus sanieren und einen Anbau machen könnten. Ein kompletter Abriss und Neubau geht nicht, es müssen wohl mindestens ein paar Wände stehen bleiben (über den Sinn dieses Gesetztes bzw. Vorschrift kann ich weiterhin einfach nur den Kopf schütteln).

Daher meine Fragen:
- Gibt es Firmen (im Bereich HH), die solche Arbeiten (also den kompletten Ablauf) ausführen? Am Liebsten wäre uns ein Unternehmen, welches die Planung, Durchführung und auch Abstimmung mit den Gewerken übernimmt (zum Vergleich: ein Neubau wäre bei uns auf Viebrockhaus rausgelaufen). Das es stressig wird ist mir bewusst, nur möchte ich dies möglichst minimieren ;-) Die erste Firma, die ich auf die Schnelle gefunden habe war "Bossmann GmbH".

- Was könnte dort an Preis anfallen (grobe Einschätzung: 100k, 200k, 300k...)? Am Ende sollen es grob 9x11m Grundfläche, insgesamt 2 Etagen plus Dachboden, ~ 140qm² Wohnfläche, 6 Zimmer und zwei Bäder werden. Kommen wir da mit 400.000 aus?

- Wie sieht das mit der Finanzierung aus? Könnte man so etwas über eine normale Hausfinanzierung abwickeln?

Wäre cool, wenn jemand Erfahrungen und Tipps hätte.
 
Nach dem unser Traum eines Neubaus (Hinterlandbebauung) aufgrund von nicht vorhandenem Bebauungsplan gestern beim Bauamt geplatzt ist, suchen wir Alternativen. Ein Anbau an das bestehende Haus kommt nicht in Frage (diverse Gründe). Auf dem Grundstück (insgesamt 1250qm²) steht noch ein alter Stall:
[...] Was das Amt gestern sagte, das wir da evtl. gute Chancen hätten, zu beantragen, das dies ein Wohngebäude wird
Da dies Dein erster Beitrag ist, kennen wir die Geschichte mit ihren Details bisher nicht. Wenn ich recht verstehe, planst Du die zweite Idee auf demselben Grundstück. Teilweise lassen Deine Schilderungen spekulieren, da könne es sich irgendwie um Außenbereich handeln, aber so ohne klare Fakten bleibt das Spökenkiekerei. Wie ein Nebengebäude von 11 x 5 m nutzungszuändern ein Anker für ein Wohnhaus werden können soll, wenn auf dem gleichen Grundstück (auch gleichen Flurstück ?) kein zweites Hauptgebäude erlaubt wäre, bedarf doch weit mehr als nur einer textlichen Schilderung. Auf so wenig Grundlage würde wohl sogar @Escroda weitere Details abwarten müssen, um erfolgreich rätseln zu können.
 
Moin,

sorry für die fehlenden Fakten. Ja genau, es ist das selbe Grundstück und auch Flurstück. Für die Hinterlandbebauung gibt es keinen Bebauungsplan und dieser würde auch nicht auf Einzelantrag erteilt werden.

Es wurde uns wie gesagt vom Bauamt der Stadt mitgeteilt, dass diese Alternative eine Chance (sprich, keine Garantie) hätte, genehmigt zu werden. Mir ist bewusst, dass dies keine Garantie ist. Bevor ich so einen Antrag stelle wollte ich aber fragen, ob jemand damit Erfahrungen hat, wie so etwas abläuft.

Wie meinst du das mit dem Außenbereich?
 
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Für die Hinterlandbebauung gibt es keinen Bebauungsplan und dieser würde auch nicht auf Einzelantrag erteilt werden.
Es wurde uns wie gesagt vom Bauamt der Stadt mitgeteilt, dass diese Alternative eine Chance (sprich, keine Garantie) hätte, genehmigt zu werden.
Ein Bauvorhaben benötigt auch keinen Bebauungsplan, und für ein einzelnes Einfamilienhaus-Bauvorhaben würde auch kein solcher erstellt. Ohne Bebauungsplan wird §34 Baugesetz (Einfügungsgebot) zur Grundlage, d.h. die vorhandene Bebauung und ihre faktischen Baugrenzen geben den Rahmen vor; oder aber §35 (Außenbereich), der der Zersiedelung der Landschaft entgegenstehen soll. Dann ist oft von einer fiktiven Schnur um die Gebäudeecken eines Siedlungshaufens die Rede (Fallkonstellation: Siedlung, die fiktiv dort aufhört, wo ein neues Haus nicht mehr zwischen den bestehenden stünde), oder aber man muß mindestens Nebenerwerbs-Steinlauszüchter oder Mäusemelker sein, um überhaupt dort bauen zu dürfen (typischer Fall: Aussiedlerhof oder Forsthaus). !!! Achtung unpräzise Trivialbeispiele zwecks besserer Laienverständlichkeit !!!
Bist Du sicher, beim Bauamt mit einer kompetenten Person gesprochen zu haben ? - für mich klingt das eher nach einer hilfsbereiten Urlaubsvertretung mit viel Phantasie aber wenig Ahnung.
Bebildert würde sich wohl deutlich genaueres dazu sagen lassen.
 
Dank dir auf jeden Fall für die Ausführliche Beschreibung!

Da auf dem Hinterland auf keinem Grundstück etwas steht, ist der Bau da nicht möglich. Der Nachbar (quasi das identische Grundstück) hatte dies vor mehreren Jahren zweimal beantragt, beide Male wurde abgelehnt.

Diese Variante ist nicht optimal und ich kann die Chancen als Laie nicht einschätzen. Es ist für uns, auf Grund der Preise in und um Hamburg, aber wohl die einzige Möglichkeit an Eigentum zu kommen. Daher wollen wir da jede noch so kleine Chance wahrnehmen. Über die Kompetenz der Person kann ich nix sagen als Laie.

Nehmen wir mal hypothetisch an, das geht alles so durch: Wie sieht es denn bzgl. meiner Fragen aus?
 
Nehmen wir mal hypothetisch an, das geht alles so durch: Wie sieht es denn bzgl. meiner Fragen aus?
Ganz praktisch habe ich Dir gemessen an der Unmenge an bebilderten Fakten schon zu viel geantwortet. Grundsätzlich kann man bei vorhandenem Grundstück ein 140 qm Haus für 400 TEUR errichten, auch auf 9 x 11 m Grundfläche. Aber das glaubhaft als "Anbau" an einen 5 x 11 m Schuppen hinzukriegen, sehe ich noch nicht.
 
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