Nachbarsbaum - Sicherheit und Dreck. Wer ist verantwortlich?

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Guten Tag liebe Gemeinde,
da wir nun eine Nachzahlung der Bafa bzgl. der Förderung erhalten haben, wollten wir nun mit dem Vorgarten sowie dem Garten beginnen.
Mit dem Vorgarten läuft alles, jedoch mit dem Garten haben wir ein kleines Problem.
Unser Nachbar gegenüber hat vier Bäume (ca. 15-20m hoch) und die Äste ragen gute 1,5-2m auf unser Grundstück.
Die Bäume machen jede Menge Dreck. Bei einer Starken Windböe fliegen sogar die Äste und auch sehr viele Tannen auf den Boden.
Unsere Tochter hat ein verbot von uns erhalten, darunter nicht zu spielen.

Uns liegt die Sicherheit an oberster Stelle und dann folgt alles andere.

Was wurde bereits unternommen?

Wir haben als erste Amtshandlung das persönlichen Gespräch gesucht. Leider wurden wir abgewiesen. Unseren Nachbarn ist es relativ egal.
Die Bäume standen zu erst hier und dann kamen wir.(??) so sein Antwort. Für ihn zählt der Sichtschutz und nicht die Sicherheit.
Die Bitte, die Bäume ggf. um die Hälfte zu kürzen lehnte er strikt ab! Die Einladung von unserer Seite aus, sich die Bäume an zu schauen und dann zu beurteilen, abgelehnt!

Daraufhin sind wir zur Stadt gegangen und haben es gemeldet. Auch da stoßen wir auf eine Blockade. "Die Stadt ist hierfür nicht zuständig" Wir sollten einen Schlichter einschalten. Gesagt, getan. Doch unser Nachbar hat kein Interesse.

Also liebe Gemeinde, was kann ich jetzt noch machen? Google hat viele Artikel, aber keines davon gibt mir in dem Sinne einen gewissen Rat.

Solange das mit den Bäumen nicht geklärt ist, wäre eine Arbeit im Garten eher schlecht...

Um eine kleine Hilfe wäre ich euch wieder Mals dankbar.
 

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Naja Sicherheit ... was soll da passieren ? Dreck durch Blätter und Äste ist was anderes . Gehört aber dazu wenn man Natur hat . Ich würde die Äste die über eure Grenze sind kappen. Vollendete Tatsachen schaffen .
 
Je nach Bundesland könntest du auf die Abstandregeln pochen.

Aber bitte jetzt keine Äste Fällen, dass ist nicht erlaubt während der Brutzeit. Es sei denn sie sind Morsch und gefährden jemanden.
Hier sollte die ein Profi sagen können welche vertrocknet sind und gefährlich werden. Ruf zum Gespräch deinen Nachbar dazu.

Und die Bäume sehen nicht wirklich gesund aus.
 
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Natürlich ist es doof, wenn er selbst ein freundliche Gespräch abgelehnt hat. Selbstverständlich gibt es auch bei Euch Regelungen hinsichtlich einer solchen, nachbarschsftlichen Thematik dieser Bäume.
Gleichzeitig ist es natürlich aber auch schwierig, zu Deinem "Recht" zu kommen. Konfrontation führt dann oft zu Eskalation und es wird noch genügend andere, mögliche Reibunspunkte geben in einer zukünftigen Nachbarschaft.
Ich verstehe, dass so etwas ärgerlich ist auf der anderen Seite solltest vlt. auch versuchen, Deinem Ärger keinen freien Lauf zu lassen und ein Magengeschwür zu riskieren. Leicht gesagt....ich weiß !
Wären es nur ein paar Äste und Zweige wäre mir das dann egal, ob die Gefahr für Dein Kind tatsächlich so groß ist bin ich mir nicht so sicher.
 
Ich kann es jetzt gar nicht ausmachen, wieviel Meter die Bäume von der Grundstücksgrenze weg sind. Sind es 3 Meter, die ja eingehalten werden müssen?
aber es wundert mich nicht, dass ein Schlichter vorgeschlagen wurde seitens des Amts. Anscheinend handelt es sich um eine Grenzbepflanzung, die nur 2 Meter hoch sein darf, mangels an Nachbarn kein Kläger war. Nun seid Ihr da!
Ich nehme es vorweg: ich kenne diese Situationen aus dem Arbeitsleben: das geht bis zu Beleidigungen und Sachbeschädigungen, Zivilrecht trifft auf Strafrecht...

Aus der örtlichen Presse zu lesen gab es einen langjährigen Vorfall, da hat sich eine alte Dame jahrelang gesträubt, ihre kranken Bäume zu kappen, weil sie das Geld nicht hatte. Das wusste nur keiner, das Geldproblem. Zuletzt gab es dann Einigung, dass die Kosten der Nachbar (Ihr) dann übernommen hat.
Nicht nur aus diesem Forum ist bekannt, dass dieses Henne-Ei-Prinzip (Bäume waren zuerst da) mehr der Trotz und Stolz des Alteingesessenen ist, weil sich die jungen Neuen (Ihr)?nicht adäquat vorgestellt haben, sondern plötzlich da sind und Forderungen stellen.
Kurz gesagt: ganz generell muss man mit Laub und Natur, die in den eigenen Garten fliegt, also Äste, Früchte etc, leben. Ihr lauft ja auch Eurem Laub nicht hinterher.
Es gibt drei Alternativen:
1. freundet und biedert Euch an, damit ihr einen besseren Draht zueinander findet. Freunden tut man eher einen Gefallen als Fremden. Ihr könntet Euch als Hüter der Bäume anbieten und kranke Äste beschneiden.
2. macht Euch strafbar und säbelt die Bäume ab, wenn die Leute aushäusig sind. Das gibt Feindschaft.
3. lebt damit. Euer Garten ist auch so nutzbar. Die Bäume kanntet ihr vor dem Grundstückskauf. Vielleicht ist es möglich, den Nachbarn anzubieten, die kranken Äste etwas einzuschneiden.
 
Pragmatische Vorgehensweise ist die Beste. Wenn der mal nicht Zuhause ist, dann alles bis zur Grenze abschneiden. Ja ich weiß, du hast dann die Arbeit damit, aber lieber so bevor ewig Streit.

Das ist übrigens nicht strafbar!
 
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