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ᐅ Mauerkragen bei Kabuflex vergessen - wie abdichten?

Erstellt am: 13.02.24 11:38
B
BoPaDi24
Und Hallo zusammen,

ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.
Vor kurzem wurde unsere Bodenplatte gegossen - Keller haben wir keinen. Rund um die Bodenplatte wurde eine Frostschürze mit 93 cm Tiefe ausgeführt. Unter der Bodenplatte wurden 3 Leerrohre nach außen geführt. Bei zwei von diesen handelt es sich um KG2000-Rohre und bei einem um ein Kabuflex-Rohr.
Bei den KG2000-Rohren wurden vor dem Gießen der Bodenplatte Mauerkragen gesetzt. Leider wurde dies bei dem Kabuflex vergessen.
Hier ein Bild, wie es vor dem Gießen aussah:

Rohbau mit Bewehrung und Installationsrohren auf dem Fundament

Und hier noch ein Bild wie es jetzt aussieht:

Schwarzer, gerippter Schlauchstapel mit grünem Abdeckmaterial auf Baustellenfläche.


Außen kommt das Leerrohr etwa 20 cm unter Geländeoberkante nach draußen.
Aufgrund des fehlenden Mauerkragens machen wir uns Sorgen, ob dadurch später Wasser ins Haus gelangen kann.
Meinem Verständnis nach kann man aufgrund der Frostschürze ausschließen, dass sich Wasser unter der Bodenplatte bildet und somit kein Wasser von unterhalb der Bodenplatte am Rand des Rohres ins Gebäudeinnere gelangen kann.
Ist das richtig?
Die einzige Möglichkeit für Wasser bestünde demnach am Austritt des Leerrohrs am Rand der Bodenplatte.
Gibt es hierfür eine Möglichkeit diesen Austritt nachträglich abzudichten?
Rund um das Haus wird eine 30 cm breite und 10 cm tiefe Kiesschicht angelegt.
Würde es helfen diese, an der Stelle an der das Leerrohr austritt, 20 cm tiefer zu machen, so dass das Leerrohr innerhalb der Kiesschicht austritt?
A
Allthewayup
14.02.24 09:49
Ob sich Wasser unter der Bodenplatte sammelt oder nicht hat nichts mit dem Unterbau zu tun, sondern damit wie hoch der Bemessungswasserstand angesetzt ist. Theoretisch steht bei Hochwasser überall um und unter dem Haus Wasser.

Ist der Bau schon weiter fortgeschritten als auf deinem Foto? Wer hat die Abdichtung zu verantworten? Habt ihr schon mit dem ausführenden Gewerk gesprochen? Wenn ja, was sagen die, wenn Nein, warum habt ihr es nicht angesprochen?
B
BoPaDi24
14.02.24 14:14
Der Bemessungswasserstand liegt laut Bodengutachten bei <= 157,87 m NHN. Der Austritt des Leerrohrs ca. bei 158,28 m NHN.
Ich dachte die Frostschürze verhindert, dass Wasser unter die Bodenplatte kommt. Wie verhindert die Frostschürze denn, dass Wasser gefriert?
Unser Grundstück ist auf einer kleinen Anhöhe - Hochwasser halte ich für eher unwahrscheinlich.

Der Bau ist schon etwas weiter fortgeschritten. Über die Bodenplatte wurde die Bitumenbahn verklebt und das Haus wurde gestellt. Am Boden hat sich sonst aber nichts geändert.
Die Leerrohre wurden vom Bodenplattenbauer verbaut. Daher sehe ich diesen in der Verantwortung. Wir haben ihn selbstverständlich schon informiert aber noch keine Rückmeldung erhalten. Ich wollte mich vorab informieren, was das für Folgen für uns haben kann oder ob das alles nicht so dramatisch ist wie ich denke.
B
BoPaDi24
14.02.24 17:01
Jetzt kam die Rückmeldung des Bodenplattenbauers.
Er sagt wir sind über dem Grundwasser, so dass es sich bei uns nur um Niederschlagswasser handeln kann und Niederschlagswasser nicht drückend ist.
Entsprechend wird er da nichts mehr machen.
Er sagte auch, dass bei nicht unterkellerten Gebäuden oft nicht mal bei den KG-Rohren Mauerkragen verbaut werden.
bemessungswasserstandniederschlagswasser