LWWP mit Solarthermie und Kamin? Kosten/Nutzen/Sinn

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Cascada

Cascada

Nö. Wir haben FBH im kompletten Haus (Keller ist bei uns unbeheizt, da Nutzkeller). Dazu eben eine zentrale Lüftungsanlage welche im selben Gerät verbaut ist, wie die normale Heizung. Die Wärmerückgewinnung ist auch in dem selben Gerät verbaut. Die Systeme selber sind aber getrennt voneinander.
Wenn du für Heizung mit WW bei nur 2000 kwh bist, dann seid ihr wirklich gut. Wir sind zu 4 und mögen es gerne warm (24-25 Grad im WoZi). Die zentrale Lüftungsanlage hat bei uns keinen eigenen Zähler – bei uns hängt das Komplettgerät an einen extra Zähler.
OK - bei uns hat es "nur" zwischen 21 und 23 Grad
Aber du setzt auf alle Fälle viel zu viel Verbrauch für die Lüftung an. Du müsstest in Erfahrung bringen, wie viel Watt die Lüftermotoren brauchen.
Wird bei eurer Heizung die Luft auch gesondert erwärmt oder läuft die nur ganz normal über den Wärmetauscher?
 
D

Doc.Schnaggls

Mal eine ganz andere Frage:

Warum setzt Ihr Euch nicht statt der Brauchwassererwärmung (die ich in dieser Kombination ohnehin nicht als passend empfinde) ein paar PV-Module aufs Dach und erzeugt Euren Strom für die LWWP (übers Jahr gesehen) selbst?

Das ist, mit großer Wahrscheinlichkeit, die bessere Lösung.

@Wastl : Ist ja nett, wir haben auch die LWZ 403 SOL, allerdings von der Tochterfirma "Tecalor" im Keller stehen...
 
Cascada

Cascada

Mal eine ganz andere Frage:

Warum setzt Ihr Euch nicht statt der Brauchwassererwärmung (die ich in dieser Kombination ohnehin nicht als passend empfinde) ein paar PV-Module aufs Dach und erzeugt Euren Strom für die LWWP (übers Jahr gesehen) selbst?

Das ist, mit großer Wahrscheinlichkeit, die bessere Lösung.

@Wastl : Ist ja nett, wir haben auch die LWZ 403 SOL, allerdings von der Tochterfirma "Tecalor" im Keller stehen...
Im Winter, wenn ich den Strom für die WP benötige, kommt keiner vom Dach. Und im Sommer die Warmwasserbereitung? Die dreiviertel Stunde am Tag bzw. Max. 2 KW/h...? Wir zahlen im Monat 110,-€ Abschlag für WP und Haushaltsstrom zusammen. Dafür lohnt sich bei dem ohne Speicher geringen möglichen Eigenverbrauch und der niedrigen Einspeisevergütung PV auch nicht - zumal wenn die Anlage finanziert ist. Von Solar, da hast du Recht, reden wir mal gar nicht...
 
D

Doc.Schnaggls

. Dafür lohnt sich bei dem ohne Speicher geringen möglichen Eigenverbrauch und der niedrigen Einspeisevergütung PV auch nicht - zumal wenn die Anlage finanziert ist. Von Solar, da hast du Recht, reden wir mal gar nicht...
Hm, würde ich so nicht unterschreiben. Mein Bruder wohnt seit zwei Jahren in seinem Haus und hat auch eine LWWP + PV auf dem Dach. Über das Jahr hinweg bekommt er mehr Geld vom Netzbetreiber als er für Stromzukäufe & die Darlehensbelastung bezahlen muss.

Gut, er hat noch eine höhere Einspeisevergütung als wir, aber selbst mit unserer Vergütung würde noch etwas übrig bleiben.

Wir planen, sobald die Batteriespeicher günstiger (und damit deutlich rentabler als heute) zu haben sind auch noch einen davon in den Technikraum zu stellen - spätestens dann, macht die Kombination dann endgültig Sinn.

Grüße,

Dirk
 
f-pNo

f-pNo

Auch wenn ich ja häufig mit @Doc.Schnaggls übereinstimme. Hier gebe ich aus eigener Erfahrung @Cascada Recht.
Gerade wenn ich sehe, was wir die letzten Monate produziert / eingespeist hatten, rechnet sich das ganze nur bedingt.

Wir haben eine 5,5 kWp Anlage auf dem Haus mit fast perfekter Süd-Ausrichtung.
Nach Eigenverbrauch hatten wir im Dezember gerade mal ca. 35 kW eingespeist. Nicht, weil der Eigenverbrauch so hoch, sondern die Produktion so niedrig war. Im Januar waren wir bei "reichlichen" 90 kW.
Dagegen hatte unsere Wärmepumpe einen täglichen Verbrauch von durchschnittlich 24 kWh. D.h. bei 30 Tagen reichlich 700 kWh. Wobei ich mir die Daten im Dezember noch nicht notiert hatte.

Rein theoretisch hätte @Doc.Schnaggls ja Recht. Warum nicht trotzdem den PV-Strom trotzdem nutzen?

Grund:
Als Betrieber einer Wärmepumpe kann man den Vergünstigen Wärmepumpenstrom hierfür beziehen. Da liegt die kWh bei knapp 0,20 Euro. Wenn man aber die Wärmepumpe (teilweise) über die PV-Anlage betreibt, entfällt der Bezug des Wärmepumpenstromes. Dann muss die Wärmepumpe mit Normalstrom betrieben werden = ca. 0,25 Euro/kWh.

Schon rechnet sich die Sache vor allem im Winter nicht mehr:
700 kWh x 0,25 = 175 Euro vs. 700 kWh x 0,20 Euro = 140 Euro Differenz = 35 Euro
potenziell Max. Ersparnis via PV Monat Januar 90 kWh x 0,25 = 22,50 Euro
Ergibt für den Januar einen Verlust von 12,50 Euro.

Noch nicht berücksichtigt ist hierbei die im anderen Thread (PV-Anlage) angesprochene Versteuerung des eigenverbrauchten Stromes.

Die Sommermonate kann ich jetzt nicht beurteilen. Allerdings vermute ich, dass wir nicht Unmengen Strom für die Warmwasserbereitung ziehen werden.

Wir hatten eigentlich auch den Gedanken gehabt, die WP über PV zu speisen, um den Eigenverbrauch zu optimieren. Nach mehreren Hinweisen durch Elektriker und Solarmenschen - gerade bzgl. des Strombezugs für die WP - hatten wir davon Abstand genommen.
 
Cascada

Cascada

Hm, würde ich so nicht unterschreiben. Mein Bruder wohnt seit zwei Jahren in seinem Haus und hat auch eine LWWP + PV auf dem Dach. Über das Jahr hinweg bekommt er mehr Geld vom Netzbetreiber als er für Stromzukäufe & die Darlehensbelastung bezahlen muss.

Gut, er hat noch eine höhere Einspeisevergütung als wir, aber selbst mit unserer Vergütung würde noch etwas übrig bleiben.

Wir planen, sobald die Batteriespeicher günstiger (und damit deutlich rentabler als heute) zu haben sind auch noch einen davon in den Technikraum zu stellen - spätestens dann, macht die Kombination dann endgültig Sinn.

Grüße,

Dirk
Laut meinen Recherchen (zuletzt 2014) hat der Gesetzgeber die Solarstromförderung in den vergangenen beiden Jahren fast halbiert. Wer im März 2014 eine Anlage mit einer Leistung bis zu 10 KW installieren, erhält nur noch 13,41 Cent pro KW/h eingespeistem Solarstrom. Für Anfang 2012 installierte Anlagen bekam man noch 24,43 Cent /KW/h. Außerdem sinken die Anlagenpreise nur noch langsam.
Rentabel nur noch, wenn man einen extrem sonnenreichen Standort hat, die Anlage sehr sehr günstig bekommt und man einen (in der Praxis ohne Speicher kaum möglich) hohen Eigenverbrauch hat.

Selbst 2012 (Einzug), als ich mich mit dem Gedanken befasste, war die Rendite (bei Fremdfinanzierung, mit Rücklagen, Versicherungsbeiträgen) im niedrigeren einstelligen Bereich. Und bei einer Finanzierung mit Eigenkapital würde ich, jetzt rein ökonomisch auf eine Sicht von 20 Jahren betrachtet, lieber auf Blue Chips setzen.
 
Zuletzt aktualisiert 20.01.2022
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