LWWP mit Solarthermie und Kamin? Kosten/Nutzen/Sinn

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M.Mustermann

M.Mustermann

Hallo Allerseits,



Vorweg schon mal ein paar Stichpunkte:



wir möchte im Sommer ein EFH mit 121qm Wfl. EG-OG bauen, 2x Erw. +2x Kinder.

Dach in Süd-Ausrichtung.

Es wird Ytong (30cm) verbaut, Fenster mit 3 Fach Verglasung. Es soll eine FBH verbaut werden.

Wir wohnen in Hessen, Rhein-Main Gebiet.


Es wird eine LWWP verbaut, da wir kein Gas haben und uns keine Behälter für Gas/Öl/Pellets ins Haus, Garten (eingegraben oder nicht) stellen möchten.


Wir hätten auch gerne eine Kamin, für die Gemütlichkeit und weil wir so gut wie Kostenlos an Holz herankommen.


Solarthermie steht auch auf dem Zettel, die Frage lautet nur ob es sich lohnt und ob nur für Wasser oder auch für Heizung.





Folgendes Angebot liegt uns bereits vor:



eine Nibe LWWP Split mit Gebäudeheizlast bis 7 kW, Volumenspeicher Pufferspeicher 270l mit zus. P.speicher 100l inkl. FBH Pedotherm.



Bei Solar kämen 4qm – 2x Kollektoren und ein Pufferspeicher mit 230l Volumen dazu.

Der Aufpreis für Solar beträgt ca. 4000,-€.



Für die Anbindung eines wassergeführten Kamins, für Leitungen, Pumpe, Rücklaufanhebung, Ablaufsicherung werden knapp 3000,- € verlangt.

Ich rechne jetzt mal mit 3500,- für einen Kamin mit Schornstein (außen).


Also wären es zu der LWWP über 10.000,-€ für einen Kamin und Solar.




Zu den Fragen:


Mir kommt der Pufferspeicher sehr gering für das Vorhaben vor, ist das so?


Was ergibt Sinn bei der Heizanlage, Sie sollte sich so gut wie möglich amortisieren, durch den Kaminwunsch kann es wohl nicht klappen, aber gut, Kamin ist halt auch Luxus und würde auch in Kauf genommen werden, wenn er nicht als Groschengrab endet.


Nur eine LWWP macht mir halt sorgen in der kalten Jahreszeit, wegen Stromkosten und 7kW Gebäudeheizlast kommen mir wenig vor (habe aber keine Ahnung davon). Ein Freund hat eine LLWP und die Stromkosten sind dort im Moment jenseits von Gut und Bösen.


Was ergibt Sinn, was sollte ich noch Einberechnen, an was habe ich nicht gedacht oder sollte ich denken?


Gruß


Max
 
I

Irgendwoabaier

Hi,

ich fürchte, die Solarthermie wird sich nicht rechnen - auch nicht über 10-15 Jahre. Im Winter kommt fast nichts von oben, im Sommer ist die LWWP auch nicht ganz so schlapp.
Kamin - rechnet sich nur, wenn man für das Holz nichts bezahlt, und genug Holz zur Verfügung hat. Rein für die Gemütlichkeit war er uns zu teuer - wir hätten insgesamt etwas größer bauen müssen, um das ganze unterbringen zu können, dazu wird die Regelung aufwendig, und so oft würde er erfahrungsgemäß doch nicht genutzt.

Was die Stromkosten bei einer LWWP angeht - auf der Zugspitze oder dem Brocken würde ich keine LWWP verbauen, aber bei den gemäßigten Temperaturen in Main-Nähe sieht das halt etwas anders aus. Dann hängt das im Wesentlichen noch von Dämmung und Wärmebedarf ab - die Mehrkosten für den Gasanschluss (30m zur Straße, 50m zur nächsten Gasleitung) sprachen zumindest bei uns dann doch für die LWWP.

Gruß
I.
 
M.Mustermann

M.Mustermann

nach längeren Überlegungen haben wir uns auch gegen die Solarthermie entschieden, für das Bauvorhaben sind die
4000,- € an anderer Stelle besser aufgehoben.

Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher mit der gr. des Pufferspeicher bzgl. des Kamins, aber dadurch das Solar weg fällt, gibt es viell. eine bessere Alternative mit der vorhanden LWWP und dem Angebot was bereits vorliegt.
 
W

Wastl

Für die Anbindung eines wassergeführten Kamins, für Leitungen, Pumpe, Rücklaufanhebung, Ablaufsicherung werden knapp 3000,- € verlangt.
Ich rechne jetzt mal mit 3500,- für einen Kamin mit Schornstein (außen).
Für den Kamin brauchst du einen größeren Pufferspeicher, die Regelung, Wartung usw.
Wie viel mehr Strom brauchst du im Winter für die LWWP? 20-50€? Da musst / kannst du lange Heizen bis sich das mit dem Holz lohnt.

Für 3.500 € Kaminofen + Außenschornstein wird eng. Wenn eine kwl noch dazu kommt und du einen zertifizierten Kamin brauchst wird es nichts.
 
M.Mustermann

M.Mustermann

nur bis zu 50.- € an Heizkosten sparen, wie meinst Du es, im Monat oder im Jahr, ich frage lieber blöd nach.

ich kann es zwar nicht errechnen, aber wenn ich jetzt von Durchschnitt 35€/ p. Monat Ersparnis aus gehe und von 5 Monaten im Jahr ausgehe, dann sind es pro Jahr 175,- €, damit wäre der Anschluss an die Heizung nach gut 17 Jahren wieder reingeholt.
Ohne dabei Holzkosten etc. einzuplanen.

Weckt mich ruhig schonungslos auf
 
EveundGerd

EveundGerd

Meines Erachtens wirst Du mit den angesetzten Kosten für den Ofen und Außenzug nicht hinkommen. Ich würde min. das doppelte ansetzen, eher mehr, da Du planst den Ofen oft einzusetzen. Ein vernünftiger Dauerbrandofen kostet ne Kleinigkeit.
Wart Ihr schon mal bei einem Ofenbauer zwecks Beratung?

Eine FBH ist träge im Vergleich zu Heizkörpern. Ein wassergeführter Ofen heizt überwiegend der Heizungsanlage zu und soll diese entlasten. Er heizt dadurch aber weniger die Räume, kostet in der Anschaffung deutlich mehr als ein raumluftunabhängiger Ofen ohne Wassertasche. Dieser würde die Räume heizen. Wahrscheinlich so sehr, das Du in der Heizperiode die Fenster aufreißen musst, weil es zu warm wird.

Ob die angebotene LWWP ausreicht, kann ich Dir leider nicht beantworten.
Wir werden mit Gas heizen. Unser Graben beträgt ca. 60 m. Die Kosten für den Hausanschluss Gas belaufen sich auf knapp 2.000,00 €. Der Graben und das Verlegen von Leerrohren haben wir vom örtlichen Tiefbauer zusammen mit den Ver-/Entsorgungsrohren ausführen lassen. Alles Verhandlungssache mit den Versorgern.
Das Haus musste eh angeschlossen werden.

Wie schaut es denn bei Euch mit Telekom und Wasser/Abwasser aus? Wenn alles den gleichen Weg nehmen müsste, wie das Gas....
Es sei denn, Gas ist absolut nicht verfügbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuletzt aktualisiert 30.11.2021
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