LWWP aktueller Verbrauch und Daten

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Was ist also dein Punkt doch gleich?
[...] einfach zu sagen, nimm ne Wärmepumpe, die ist umweltfreundlicher, verschweigt eben die Hälfte der dafür notwendigen Voraussetzungen.
Implizit war mein Punkt noch, dass man sich alles schön oder hässlich rechnen kann.
Ich weiß nicht wie das Verbot in Österreich umgesetzt wird, aber wenn z.B. auf einen Schlag alle Gasheizungen ersetzt werden müssten, wäre dies für die Umweltbilanz z.B. auch schlechter als die Gasheizungen erstmal ihre normale Lebensdauer arbeiten zu lassen. Die Produktion einer neuen Wärmepumpe (die eigentlich noch nicht gebraucht würde) schlägt sich nämlich auch negativ nieder.

Meine Empfehlung wäre, wenn mich jemand fragte: "Was für eine Heizung/Heizsystem sollte ich nehmen, um möglichst umweltbewusst, bei einigermaßen überschaubaren Kosten, zu sein?"
- "Eine Wärmepumpe wird unter folgenden Voraussetzungen die beste Alternative sein:
- Suche ein TGA-Büro, dass dir deine Heizlast unter Vorgabe der gewünschten Raumtemperaturen zusammen mit Auslegung der Heizung und Hydraulik berechnet und plant.
- finde einern HSLer, der sich mit Wärmepumpen auskennt und darauf einlässt nach fremder Planung (vom TGA-Büro) auszuführen.
- Führe einen thermischen Abgleich in den ersten zwei Heizperioden durch. Wahrscheinlich selbst, weil kein HSLer für je 10 min an mehreren Tagen hintereinander vorbeikommt, um das zu machen.
- Wähle einen 100%igen Ökostromtarif und/oder beschaffe eine PV -Anlage die in die WP einspeisen kann."

Wobei die ersten zwei Punkte fast wichtiger sind als die letztliche Wahl des Heizgeräts. Weil bei entsprechender Auslegung und Ausführung eine GBWT natürlich auch sparsamer läuft und dann später ohne weiteres durch eine WP ausgetauscht werden kann (möglichst niedrige VL-Temp nötig).
 
Gut zusammengefasst. Wer jetzt noch wirtschaftlich heizen will nimmt die Gastherme und rüstet in 20 Jahren dann um. Mangels Gasanschluss hab ich allerdings auch eine Wärmepumpe.
 
@Deliverer, du scheinst ziemlich tief in der Materie zu sein. Hast du eine konkrete Empfehlung in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis gerade für die genannten Standardmodule =< 1,7m*1,0 m?
Für mich ist es die ideale Größe um das Dach bestmöglich belegen zu können. Aktuell freunde ich mich allerdings mit den 340er von Axitec an.
Wenn es guter 400er gibt zum unwesentlichen Aufpreis, so wäre das interessant.
Bei mir war der Aufpreis für 400er bei 20 Modulen ca. 2k€ ggüber 340ern. Hat sich nicht glaub ich selbst nach Abschreibung nicht gerechnet. Und die gesparten 2k€ kann ich auch anders vermehren.
 
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Suche ein TGA-Büro, dass dir deine Heizlast unter Vorgabe der gewünschten Raumtemperaturen zusammen mit Auslegung der Heizung und Hydraulik berechnet und plant.
Das sollte man immer machen und nicht einfach nur den Heizungsbauer machen lassen. Kostet 150€.
finde einern HSLer, der sich mit Wärmepumpen auskennt und darauf einlässt nach fremder Planung (vom TGA-Büro) auszuführen.
Der muss nicht mehr viel machen, die Planung zur Heizlast des gesamten Gebäudes (= wichtig für Größe der WP) und der Verlegeplan der FBH liegt dann vor. Das macht eigentlich jeder Heizungsbauer.

Punkt 1 würde ich auch bei einer Gasheizung machen lassen. Ist gut investiertes Geld.
 
Energiemix ein Begriff? alles auf Strom wird nicht funktionieren können. Man kauft sich doch auch noch Neuwagen als Benziner und Diesel.
Klar funktioniert alles auf Strom. Aber niemand behauptet, dass das jetzt sofort gehen muss. Wir sprechen hier von bundesweiter Infrastruktur, das ist nicht von heut auf morgen da. Übergange müssen gestaltet werden.
Es ist aber wichtig, irgendwo mal anzufangen, um diesen Wandel über Jahrzehnte einzuläuten!
Das ist wie die Kritik, e-Autos sind doof weil die Ladeinfrastruktur fehlt. Gab es denn schon ein Tankstellennetz, als die ersten Fahrzeuge auf die Straße kamen? Nein, das wächst. Mal sind zu viele Autos da, mal zu viele Tankstellen usw., auf lange Sicht pendelt es sich ein. Die Zwischenzustände muss man aushalten.

Wer sagt eigentlich, dass man Gas, Benzin und Diesel nicht zentral verfeuern und zur Stromgewinnung nutzen könnte? Deswegen braucht man auch heute noch Pipelines und Gasturbinenkraftwerke (die btw. umrüstbar sind auf Biogas oder H2). Übergangstechnologie nennt man das.
Ein Benzinmotor wirft 70% der Energie im Treibstoff im Form von Wärme weg. Das ist unfassbar ineffizient. Macht da Strom draus und betreibt e-Autos damit. Ist nicht das Endergebnis was man haben will, für den Übergang aber legitim und praktikabel.

Selbst die Greta sagt, Atomkraft ist gut. Weil ohne Versorgungssicherheit kein Wandel akzeptiert werden wird. Vollkommen richtig. Ist ne bittere Pille aber besser als Kohle zu verfeuern.
Extremisten, nach dem Motto "alles sofort dicht machen, alles austauschen, alles wegwerfen" usw. sind halt bekloppt und realitätsfern, das Anliegen selbst wird dadurch aber nicht unwahr.

Aber eine Gasheizung mit PV und Kollektoren ist sicherlich alles andere als Klimafeindlich.
Die PV hat mit der Gashzeizung ja erstmal nix zu tun.
Die (Solarthermie)Kollektoren sind zumindest geldbeutelfeindlich, die amortisieren sich wirklich nie.
Und natürlich ist eine WP im Verbrauch weniger klimaschädlich als Gas zu verbrennen, die Zahlen wurden hier ja schon genannt.

Und eine WP betreiben, aber zweimal im Jahr nach Übersee zu fliegen ist scheinheilige Klimapolitik.
Das ist vorallem whataboutism, wie man heutzutage sagt.
Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun und nur weil das eine scheiße ist, muss das andere nicht auch scheiße sein oder bleiben.

Zweifelsohne gibts viele Baustellen und Rädchen, an denen gedreht werden kann (und muss).
Wichtig ist, anzufangen.
Vielleicht nicht mit Trinkhalmen, liebe EU, das ist einfach nur Greenwashing.

Das Gejammere um unsere Industrien, die die letzten Jahrezehnte wichtig waren, geht mir ebenso auf den Senkel.
Man klammert sich an vergangene Erfolge, dabei kann heute halbwegs entwickelte Land Autos bauen, Kohle verbrennen oder Chemikalien produzieren. Da ist keine Exclusivität mehr dran.
Das Thema Klimawandel ist aber ein Wachstumsmarkt. Anstatt Spaltmaße an Autos zu kontrollieren, sollten wir lieber da investieren. Dann haben wir das Wissen und die Technologie, um sie in alle Welt zu verkaufen. Im Wachstumsmarkt Digitalisierung haben wir ja schon quasi verloren.
DAS ist die deutsche Stärke, die es zu nutzen gilt, und nicht ein 0815 Produkt, was heute eh schon zu 80% aus Fernost kommt und bestenfalls in D montiert wird.

Wo fangen wir an, wo hören wir auf?
Wir fangen überall an und hören auf, wenn wir fertig oder tot sind.

Ein kw/h Strom hat für 2018 noch über 460 g/kwh CO2 (Quelle: UBA) (Gas 202g/kwh). Das wird sicher abnehmen, wenn der Anteil der regenerativen Stromerzeugung steigt und der Anteil der Kohle sinkt, aber wir werden zur Stabilisierung des Stromnetzes auch 2038 noch weiter schnell anlaufende Gaskraftwerke benötigen und Kohle wird erst zu 2038 wirklich komplett verbannt sein. Also der CO2 Anteil im Strommix wird nicht in den nächsten 20 Jahren (oder gar 50) auf 0 sinken.
Wie du schon selber sagtest, man kann sich alles zurecht rechnen.
Alten Strommix nehmen und die miserabelste Wärempumpe heran zu ziehen, kann da eine Taktik sein.
Von der Realität ist man damit aber ein gutes Stück entfernt.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die schlecht eingestellte WP im Schnitt öfter kaputt geht...
Soso.

Ich weiß nicht wie das Verbot in Österreich umgesetzt wird, aber wenn z.B. auf einen Schlag alle Gasheizungen ersetzt werden müssten, wäre dies für die Umweltbilanz z.B. auch schlechter als die Gasheizungen erstmal ihre normale Lebensdauer arbeiten zu lassen.
Ich weiß von dem Verbot in Ö auch nix, ist auch egal.
Guck dir aber mal an, wie man die Öl-Heizung in Deutschland erledigt hat (oder zuletzt alte Öfen/Kamine), das ist ja noch nicht so lange her.
Da gibts erstmal Verbote für Neubauten. Dann gibts Übergangsfristen, Härtefallregelungen. Und spätestens wenn Erna stirbt und das Haus den Besitzer wechselt, ist die Austauschpflicht aktiv. Dann ist Sense.
Sozialverträglich soll es halt auch sein. Daher muss man früh genug anfangen die Bremse anzuziehen, damit auch ein Ende in Sicht ist. Die Wege sind trotzdem weit.

Gut zusammengefasst. Wer jetzt noch wirtschaftlich heizen will nimmt die Gastherme und rüstet in 20 Jahren dann um. Mangels Gasanschluss hab ich allerdings auch eine Wärmepumpe.
Mir wurde die Entscheidung auch abgenommen. Im Systemvergleich wäre ich ggf. auch auf Gas gegangen, wegen dem Invest. Baubudgets sind halt begrenzt.

Heute denke ich da anders drüber. Die CO2 Bepreisung hat begonnen und selbst der CDU-Weg ist vorgezeichnet. Der wird beschleunigt werden, aber selbst wenn er so bliebe wie jetzt, kommen jedes Jahr 3-7cent auf den l Sprit drauf. Jedes Jahr 15-20% auf den Gaspreis fürs Haus. Parallel will man den Strompreis einfangen.

Aber ich glaube wenn ich lang genug in deinen Postings suche, werde ich typische, pauschale Verrisse zu PV und e-Autos finden.
Jetzt sitzt du selbst in einem e-Auto und hast Spaß dran, die PV wird geplant.
Sag niemals nie ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich wollte mitnichten Gas hochloben und WP verteufeln. Ich wollte nur sagen, dass eine WP nicht automatisch, quasi als Selbstläufer umweltfreundlicher ist.

Das macht eigentlich jeder Heizungsbauer.
Nein, leider nicht. Der zunächst von meinem GÜ beauftragte HSLer hat nach meiner Frage ob er denn nach einem Plan von meinem TGA-Ing ausführen würde, die Zusammenarbeit für mein Projekt aufgekündigt. Er wollte halt nach Schema F und DIN mit mindestens 10cm Verlegabstand ausführen und hat abgelehnt darunter zu gehen.
Bei der Lüftungsplanung hat er auch Mist gebaut und die Abluft im HWR zu nah an die Tür (Überströmung) geplant.
Als ich nach Ersatz suchte, hatte ich einen Heizi, der nach Prüfung der Unterlagen auch meinte, nicht durchführbar, bzw ganz anders, als er es machen würde und abgelehnt. Ein weiterer hat gesagt, die machen auf jeden Fall ihre eigene Planung und ein dritter meinte, mal gucken.
Am Ende haben nur 3 von insgesamt ca.12 angeschriebenen ein Angebot unter den Bedingungen abgegeben. Wenn ich die abziehe, die gar nicht geantwortet haben, waren es 3 von 7. Also mehr als 50% der Heizis sind zu stolz eine fremde Planung zu akzeptieren (ja ich weiß, nicht repräsentativ).
 
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