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Leitungsverlegung durch geschnitzten Estrich

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Hallo zusammen,

mein Elektriker hat endlich die Arbeit aufgenommen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das so prickelnd ist, was er mit dem Estrich macht. Es handelt sich um einen Altbau aus den 60ern mit ca. 4cm starken schwimmendem Estrich.

Um am Kamin vorbeizukommen hat der Elektriker mehrere cm vom Estrich entlang der Kaminwand abgestemmt. Ich denke das ist noch halbwegs ok, wobei er jetzt aber diese Schlitze mit Estrich auffüllt ohne eine Dehnungsfuge zur angrenzenden Wand. Verlegt hat er NYM. Müsste das nicht mindestens mal NYY sein? Hält ein Cat7 Kabel diese Verlegungsweise aus?

Um an einer Zimmereingangstüre vorbeizukommen hat er wieder den Estrich geschlitzt und eine Leitung quer durch den Bereich der Türschwelle gelegt, anstatt um die Türe oben drumherum zu gehen. Das kann doch nicht gut für die NYM Leitung sein, wenn man da immer drauftritt... auch hier mache ich mir Sorgen wegen der Bewegung des Estrichs. Je länger ich dadrüber nachdenke, desto weniger will ich solch eine Leitung in der Türschwelle. Das kann doch nicht richtig sein.

Für die Deckenlampen plant der Elektriker den Estrich der drüberliegenden Etage zu schlitzen und direkt runterzubohren. Gebohrt hat er schon und noch liegt das NYM-Kabel ohne Schlitze auf dem Estrich. Ist diese Verlegung im Estrich akzeptabel, oder muss ich schleunigst das Vorgehen stoppen, bevor der mir morgen direkt den (dünnen?) Estrich weiter kaputt macht?

Tut mir Leid, dass ich die Fotos morgen erst nachreichen kann.

Viele Grüße
Tassimat
 

Mycraft

Moderator
NYM ist für die Verlegung im Estrich oder eben im Putz ausreichend. NYY ist nicht nötig.

CAT sollte natürlich im Schutzrohr verlegt werden.

Mantelleitungen dürfen auch ohne Schutzrohr im Estrich verlegt werden. Zu finden ist diese Verlegeart in der VDE 0100-520, Tabelle 52H unter der Referenz Nr. 52. Gemäß Tabelle 9 in DIN VDE 0298-4 ist zur Ermittlung der Strombelastbarkeit die Referenzverlegeart C zu wählen. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass die Einsparung von Installationsrohr mit einer Reduzierung der mechanischen Belastbarkeit einhergeht. Das Verlegen von Kabeln und Leitungen in Installationsrohr mit mindestens Klassifizierungscode 2 nach DIN 50086 (VDE 0605) kann gemäß Unterabschnitt 522.6.1 in als mechanisch geschützt gelten. Die ausführende Fachkraft muss selber einschätzen, ob der zweifellos auch durch den Fußboden vorhandene mechansiche Schutz ausreicht. Werden Manteleitungen in Rohren verlegt (Referenz Nr.5A, dann ist dies mit einer Reduzierung der Strombelastbarkeit verbunden.
 
Wow, danke. Mit so einer ausführlichen Antwort inkl. Norm habe ich nicht gerechnet. :)

Gerade die mechanische Belastbarkeit macht mir noch die größte Sorge. Die aktuell teilweise zugespachtelte Dehnungsfuge des Estrichs müsste ich wiederherstellen können.

Fotos kommen gleich, muss erst einen Termin auf der Arbeit wahrnehmen.
 
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Um die Kabel dort mechanisch zu belasten, müsstest du ja schon ziemlich punktgenau den Schlitz treffen. Würde ich nicht so kritisch sehen.

Was mir vielmehr ins Auge springt ist der fehlende luftdichte untere Anschluss des Fensters (Bild 1)!
 

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