Lage Stadtvilla oder EFH auf 500 m2 Rechteck

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Der Anwalt will sich erstmal den Vertrag anschauen. Ich war damals zu naiv und wollte schnell machen, um das Grundstück überhaupt kriegen zu können. Daher hatte ich nicht damals schon alles auf Herz und Nieren geprüft.
Also sind da evtl ein paar Zinken drin.
Der GÜ hat mir jetzt den Baustopp seinerseits verkündet bis ich den Mangel abnicke.
Erst hat außerdem tatsächlich eine formale Unbedenklichkeitsbestätigung der Statikerin bezüglich der Standsicherheit beigebracht (allerdings erstens an ihn adressiert, zweitens Regen nicht auch über die Rissanfälligkeit des Putzes). Hier will ich dann mit dem RA noch erörtern, was man ansonsten noch verlängern könnte (z.b. verlängerter Sicherheitseinbehalt)
Trotzdem wurden jetzt Gerüste geliefert...
 
Der Anwalt will sich erstmal den Vertrag anschauen. Ich war damals zu naiv und wollte schnell machen, um das Grundstück überhaupt kriegen zu können. Daher hatte ich nicht damals schon alles auf Herz und Nieren geprüft.
Also sind da evtl ein paar Zinken drin.
Was hat denn das Grundstück bzw. der Kaufvertrag dazu mit den Bauthemen zu tun? Du redest doch dauernd vom GU/GÜ und somit nicht vom Bauträger. Somit laufen Grundstück bzw. Kaufvertrag damit doch über den Verkäufer des Grundstücks und haben nichts mit den vertraglichen Gegebenheiten mit dem GU/GÜ zu tun?

Oder redest du vom Bauvertrag mit dem GU/GÜ? Selbst wenn, dann ist es doch unterschrieben. Wenn da nichts unlauteres drinsteht, sondern nur für dich ungünstig, dann ist das halt so.

Klingt ehrlich gesagt aufgrund deiner 3 Zeilen so, als ob der Anwalt einfach nur für irrelevante Nebenkriegsschauplätze abkassieren möchte über deine Bauherrenrechtschutz. Die meisten Bauherren werden so etwas wohl NICHT abschließen und da kann man ja mit beiden Händen zugreifen.

Jetzt meine freie Interpretation.....

Erst hat außerdem tatsächlich eine formale Unbedenklichkeitsbestätigung der Statikerin bezüglich der Standsicherheit beigebracht (allerdings erstens an ihn adressiert, zweitens Regen nicht auch über die Rissanfälligkeit des Putzes).
Das ist doch alles was du wolltest. Abheften und weitermachen. Die Maurer werden dir vermutlich jetzt eh in den Putz p*nkeln, aber sonst an offensichtlichen Stellen vernünftige Arbeit abliefern.

Putz und Rissanfälligkeit? Wegen der Pfuschertaschen?
 
@OWLer Ich hatte es weiter vorne etwas detaillierter beschrieben, hier jetzt die ganz kurze Fassung. Der Makler brachte das Bauunternehmen ins Spiel, weil der die kennt und es auch schon für den Hinternachbarn gezeichnet war. Der Makler machte aber auch zeitlich immensen Druck und hatte x-weitere Interessenten (das mit den Interessenten stimmte sicher, der zeitliche Druck hing, das weiß ich heute, vor allem an seinem auslaufenden Alleinauftrag). Ich brauchte dann eben für die Finanzierung eine gestempelte Baukostenaufstellung und nach mehreren Gesprächen mit dem Vertriebler des GÜ, zeichnete ich eben auch ohne den Vertrag vorher zur Prüfung an einen Anwalt oder auch nur Bauherrenberater zu geben. im Nachhinein vielleicht ein Fehler.

Das kann natürlich sein, dass der Anwalt jetzt leicht verdientes Geld wittert. Er muss allerdings für jede größere Sache, die über Beratung und Korrespondenz hinaus geht eine separate Deckungsanfrage bei der RS stellen. Insofern wird da jetzt nicht jeder Kleinmist lohnenswert sein. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass eine Verhandlung oder selbst ein Beweissicherungsverfahren aufgrund der Dauer eigentlich nicht in Frage kommt.

Nee, es sind fast über die ganze Reihe die Überbindemaße nicht eingehalten. Dadurch funktioniert die Verteilung horizontaler Kräfte nicht mehr in der Schicht. Dabei wird es ohne weitere Maßnahmen zu Rissen kommen (lt. SV). Die Statikerin soll außerdem bestätigen, dass es mit Gewebeputz und Putzarmierung nicht dazu kommt.

RA meint ich solle auf jedenfall schonmal den Sicherheitseinbehalt nach BGB fordern. Davon habe ich bislang abgesehen, weil einerseits die letzte Rate nach Abnahme eh 10% sind, andererseits im Vertrag der GÜ von seinem REcht dre ersatzweisen Bürgschaft Gebrauch machen möchte und im Gegenzug dann aber auch eine Bürgschaft meiner Bank über die gesamte Vertragssumme einfordert (was er bisher auch nicht getan hat). Meine Annhame war, im Zweifel ist das ein schlechter Deal, denn ich kann ja eh die letzten 10% einbehalten sollte was sein und wenn er die Bürgschaft meiner Bank über alles hat, kann er im Zweifel alles direkt von meiner Bank fordern ohne, dass ich extra freizeichne. RA soll nun herausfinden, ob ich mit meinen Bedenken recht habe oder Bürgschaft einzufordern doch besser ist. Und auch gfs. Verlängerung der Gewährleistung/Sicherheitseinbehalt verhandeln.

Die Maurer sehen den Putz doch gar nicht (andere Firma). Aber ja, Urinkontrollen stehen ab jetzt auf dem Terminplan.
 
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Ja, es wird wieder gebaut. Hauptsächlich weil ich eingeknickt bin.
Tatsächlich hat mir der Anwalt sofern mein Wunsch ein schneller Baufortschritt ist, nur empfehlen können, meinen Sicherheitseinbehalt nach BGB einzufordern (oder eben beim nächsten Abschlag einzubehalten), wobei der GÜ dann vsl. auch seine Bürgschaft einfordern wird, womit dann der Sicherheitseinbehalt seine Wirksamkeit etwas verliert.
Ich habe nochmal mit meinem SV gesprochen und recherchiert. Und die Wahrscheinlichkeit, für Schäden sind nicht hoch, bzw. für Risse wurde mir mehrfach bestätigt, dass die in den ersten Jahren, auf jeden Fall innerhalb der normalen Gewährleistungsfrist entstehen würden.
Ich habe mir dann nochmal vorformulieren lassen, wie ich jetzt das "Kannst-weiter-machen-aber-ich-bestehe-trotzdem-auf-Gewährleistung" kommuniziere und dann haben die am gleichen Tag weiter gemacht.
Ich habe ihm auch gesagt, dass er seine Kommunikation anpassen soll und daran denken soll, dass ich ihm entgegenkomme nicht umgekehrt. Wieviel das jetzt bringt - Mal schauen.
Ich nehme als Learning mit, jetzt überall mehrmals draufzuschauen und beim nächsten Mangel lieber auf "Neumachen" bestehe.
Mir ist bewusst, dass ich jetzt im Prinzip klein beigegeben habe, aber ich kann mir tatsächlich einen weiteren Verzug kaum noch leisten. Dumm gelaufen für mich, denn jetzt weiß natürlich auch der GÜ, dass er einiges mit mir machen kann. Ich hoffe nur, dass er noch einigermaßen einen Anspruch an seine abgelieferte Qualität hat.

Mittlerweile sind die Innenwände auch schon fast hochgezogen, ich schätze ZwiDe kommt noch diese Woche.
Fotos folgen dann...

Pudli hat mein Büro markiert. das gleich klar ist wem es gehört...
 
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