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Kann sich eine Durchschnittsfamilie überhaupt ein EFH leisten?

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Die Frage wäre, wie hoch sind etwa die Mehrkosten zw. Standard und förderfähigem Haus.
Das kann man nicht pauschal sagen, das hängt von dem jeweiligen Projekt ab. Das kann moderat sein, aber auch richtig ins Geld gehen. Vereinfacht, aufwändige Geometrie macht das Ganze oft schwierig. Oder man plant eh eine Lüftungsanlage und Wärmepumpe, dann ist man hier schon fast fertig.

Ich habe da schon viele Zahlen gehört, meist so zwischen 5.000 - 10.000 Euro.
 
Es gibt ja auch mehrere studien wo es sich nicht lohn in eigentum zu gehen sondern zu mieten.
Ich finde das passt ganz gut zum Thread. Alles, was ich die letzten Jahre zu diesem Thema gehört habe, lässt auch mich vermuten, dass Wohneigentum immer Luxus ist und sich niemals "rechnen" kann. Dennoch ist es manchem eben viel (mehr) wert.
 
Ich glaube, dass das Bauen im eigentlichen Sinn nicht mal der Luxus ist, eher meine ich, sind es die Ansprüche, die die Bauherren stellen das ausmacht, was bauen so teuer macht, von Grundstückspreisen mal abgesehen.
 
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Ich finde das passt ganz gut zum Thread. Alles, was ich die letzten Jahre zu diesem Thema gehört habe, lässt auch mich vermuten, dass Wohneigentum immer Luxus ist und sich niemals "rechnen" kann. Dennoch ist es manchem eben viel (mehr) wert.
Naja, ich würde es eher als Altersvorsorge bezeichnen.
Wenn man sieht, was einen als Rente erwartet und man sich dann überlegt, dass man davon noch Miete zahlen müsste, dann ist für mich Wohneigentum kein Luxus.
Die Miete ist nach x Jahren auf jeden Fall weg und zudem steigen die Mieten ja immer weiter. Die Rate bleibt gleich und den Wert (das Haus) besitzt man irgendwann.
 
Ich habe neben unserem Verkäufer auch noch privat mit Baufirmen gesprochen (Bekanntenkreis), und die sagen auch, es macht kaum Sinn. Und das obwohl sie ja sogar noch daran verdienen würden.
Verdienst ist ja zunächst einmal auf die Frage, nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens nebensächlich ;) Wer heute ein Haus nach geltender EnEV baut, eine spätere Aufrüstung mittels PV vorsieht, ist - aus meiner subjektiven Sicht - immer auf der richtigen Spur.

natürlich "lockt" die Fördersumme der KfW - andererseits ist der Zinsvorteil jetzt auch nicht so groß, als dass sich das Mehrinvest in Dämmung und Technik lohnen würde; über Amortisation brauchen wir überhaupt nicht nachzudenken.

Zurück zur Ausgangsfrage - klar kann sich eine Durchschnittsfamilie - was immer das heißt, ein EFH leisten. Wichtig ist zuvorderst EK; im Mindesten 10%, im günstigsten Fall gerne mehr. Dann sollte sich ein jeder Bauherr überlegen
  • ist es wirklich unzumutbar, an die Peripherie oder aufs Land zu ziehen?
  • wie groß muß ein Baugrundstück wirklich sein?
  • wie viel Quadratmeter Raum zum leben brauche ich wirklich?
  • muß es freistehend sein oder kann eine DHH oder ein RH eine Alternative sein?
  • muß es ein Verblendbau werden oder ist ein Putzbau eine Alternative?
  • ist eine geradlinige Architektur wirklich eine Zumutung?
  • sind Kinderzimmer > 14.00 qm existenziell für die Kinderentwicklung?
  • muß eine en suite-Lösung im DG/OG erstellt werden oder reicht es auch konventionell?
  • reicht die Standard Buchentreppe nicht auch?
  • ist eine bodengleiche Dusche (auch Kleinvieh macht Mist) sinnig oder tut eine flache Duschtasse nicht den gleichen Dienst?
  • reicht der Standard Sanitärausstattung nicht auch?
  • muß es eine Schiebetüre sein?
  • sind manuelle Rollläden so viel schlechter, als elektrisch betriebene?
  • reicht der Standard Steckdosen nicht auch?
  • reicht mir der angebotene Standard generell
  • reicht nicht auch ein Stellplatz?
  • reicht im 1. Jahr nach Einzug nicht auch die Zuwegung?
  • läßt sich noch vielfältig fortsetzen
Und die wohl wichtigste Frage: baue ich für meine Familie und mich oder für andere?

Wenn sich Wunschvorstellung und must have am vorhandenen Budget orientieren, Sachlichkeit und Ansehen nach außen einen Konsens finden, kann eine Durchschnittsfamilie auch ein EFH bauen. Wenn nicht, ist es aber nicht wirklich schlimm, als Mieter zu leben; sie haben es imho eh viel einfacher, als Hausbesitzer ;)

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
@Bauexperte: schöner Beitrag der tatsächlich das wiederspiegelt worüber man sich Gedanken machen sollte. Ganz besonders das "für wen mache ich den ganzen Kram eigentlich".
Du hast viele Punkte benannt mit denen wir uns auch umtrieben haben, das beruhigt mich irgendwie.
 
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