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ᐅ KALLAX im Arbeitszimmer – wie Geräusche dämmen?

Erstellt am: 07.11.22 18:43
F
Ferenc10
F
Ferenc10
07.11.22 18:43
Hallo zusammen, ich richte mir gerade ein Arbeitszimmer bei mir zu Hause ein und habe mich dazu entschieden, das KALLAX Regal von IKEA als Raumteiler und Stauraum zu nutzen. Allerdings habe ich ein Problem: Das Regal ist ja offen und besteht aus relativ dünnem Holz, wodurch es Geräusche nicht wirklich dämmt. Wenn ich an einem ruhigen Nachmittag arbeite, prallen bestimmte Geräusche von anderen Zimmern oder Gespräche im Flur doch deutlich hörbar an das Regal und ins Arbeitszimmer.

Meine Frage ist also: Wie kann ich das KALLAX Regal im Arbeitszimmer so ergänzen oder modifizieren, dass die Übertragung von Geräuschen merklich reduziert wird? Welche Materialien oder Bauweise haben sich bewährt, um die Schalldämmung zu verbessern, ohne das schlichte Design des Regals komplett zu zerstören?

Ich habe schon an das Einfügen von Schaumstoff oder Füllmaterialien gedacht, aber mir fehlt da etwas das Know-how, wie man das am besten macht, damit es auch wirklich Sinn bringt. Freue mich auf eure Tipps und Erfahrungen!
T
teyosef
07.11.22 21:17
Hallo Ferenc10,

Deine Frage zur Schalldämmung bei KALLAX-Regalen im Arbeitszimmer ist sehr gut durchdacht. Ich habe selbst Erfahrung mit ähnlichen Situationen und kann dir eine mehrstufige Herangehensweise empfehlen:

1. Dämmschicht hinter dem Regal: Damit die Schallübertragung durch das Regal gestoppt wird, kannst du schalldämmende Platten, z.B. aus Akustikschaum oder Mineralwolle, auf der Rückwand hinter dem Regal anbringen. Das funktioniert besonders gut, wenn das Regal an einer Wand steht.

2. Fächer verschließen: Offen gestaltete Regale bringen kaum Schalldämmung. Empfehlenswert ist es, einzelne KALLAX-Fächer mit sogenannten "Fächer-Verschlussplatten" zu verschließen. Du kannst diese z.B. aus Holz oder schwerem Kunststoff herstellen oder fertige Glas- oder Plexiglasscheiben nutzen. Wichtig ist, dass die Platten dicht sitzen, um Schallbrücken zu minimieren.

3. Innenfüllung: In den Fächern kannst du Hartschaumplatten oder Akustikschaum einlegen. Dadurch wird der Schall innerhalb der Fächer absorbiert statt reflektiert.

4. Weiche Materialien: Das Legen eines großen Teppichs um das KALLAX und Stoffelemente (z.B. Vorhänge vor dem Regal) helfen auch, die allgemeine Raumakustik zu verbessern.

Typische Fehler sind, das Regal nur mit Dämmmaterial auszukleiden, ohne feste Rückwände zu verwenden, was wenig bringt, da der Schall ansonsten einfach durchtritt.

Zusammengefasst: Schalldämmung ist immer eine Kombination aus dichten Flächen, absorbierendem Material und der Vermeidung von Luftspalten. Ich hoffe, das hilft dir weiter!
F
faso31
08.11.22 09:52
teyosef schrieb:
Typische Fehler sind, das Regal nur mit Dämmmaterial auszukleiden, ohne feste Rückwände zu verwenden, was wenig bringt

Das sehe ich grundsätzlich auch so. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass KALLAX-Module meist nicht als Schalldämmwände konzipiert sind, sondern in erster Linie Stauraum bieten.

Daher stellt sich mir die Frage, wie stark du die Geräusche überhaupt dämmen willst und welche Geräuschquellen das sind. Oft sind einfache Maßnahmen wie das Anbringen eines Teppichs, dicht schließende Türen zum Arbeitszimmer oder gar Ohrstöpsel wirkungsvoller als nur das Regal zu modifizieren.

Gerade wenn Gespräche und andere menschliche Stimmen das Problem sind, kann man es mit Regalen alleine kaum besser machen, da der Schall auch indirekt über Wände und Decken übertragen wird. Hier muss man ganzheitlich ansetzen.

Könntest du noch ergänzen, welche Arten von Geräuschen am störendsten sind und ob du das KALLAX komplett als Raumteiler nutzt oder an einer Wand steht?
E
Ethan
09.11.22 13:04
Hallo Ferenc10,

ich finde deine Überlegung sehr sinnvoll und möchte noch ergänzen, dass es bei der Schalldämmung neben Materialien auch auf die Positionierung und die Raumgestaltung ankommt.
faso31 schrieb:
Gerade wenn Gespräche und andere menschliche Stimmen das Problem sind, kann man es mit Regalen alleine kaum besser machen

Zumindest teilweise stimmt das. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man das KALLAX-Regal zur akustischen Barriere ausstattet – besonders, wenn du das Regal nicht nur offen lässt, sondern einzelne Fächer mit festen Platten verschließt und diese mit innenliegenden Absorbern ergänzt.

Eine Idee, die sich oft bewährt hat, ist die Kombination folgender Schritte:
- Rückwand aus MDF oder Sperrholz montieren, gut abgedichtet
- Eine Schicht Akustikschaumstoff (mindestens 2-3 cm dick) dahinter anbringen
- Eventuell schwere Vorhänge neben dem Regal, um Schall von den Seiten zu dämmen

Das Regal wird so zu einer Kombination aus sichtbarem Stauraum und funktionaler Akustikbarriere. Wichtig ist dabei auch: Die Platten gut abdichten, damit keine Luftschlitze bleiben, die Schall übertragen könnten.

Falls du flexibel bleiben möchtest, gibt es auch fertige 'Schalldämm-Paneele', die du an die Fächer anbringen kannst. Diese sind oft dünner als selbstgebaute Lösungen und sehen ansprechend aus.

Ich hoffe, das gibt dir weitere Anregungen. Wenn du magst, kann ich dir auch ein paar Produktnamen oder Bezugsquellen nennen.
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