Ist eine Nachfinanzierung möglich bzw. notwendig?

Dieses Thema im Forum "Baufinanzierung Forum - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Kimi190, 19. 04. 2018.

Ist eine Nachfinanzierung möglich bzw. notwendig? 4.8 5 4votes
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  1. Kimi190

    Kimi190

    29. 11. 2017
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    Frage / Anliegen:

    Wird eine Nachfinanzierung genehmigt?

    Hallo zusammen,
    ich habe eine kurze Frage, aus reiner Neugier, da dieses Problem ggf. bei mir auftreten könnte. Ich habe einen Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag bei der Bank für eine Auszahlung eines Erben (Hausübernahme) und die notwendigen Renovierungsarbeiten in Höhe von 75.000 Euro abgeschlossen.

    Nach Erhalt der letzten Rechnung für die geplanten Modernisierungsarbeiten stelle ich nun fest, dass das Budget um ca. 4.500 Euro überschritten wurde.

    Dazu meine Fragen:

    1.) Würde die Bank wohl diese Rechnung zunächst trotzdem beglichen und es müsste eine Nachfinanzierung für den Mehrbedarf von ca. 4.500 Euro erstellt werden?

    2.) Wenn eine Nachfinanzierung erstellt werden müsste, würde ich diese wohl in dieser Höhe wahrscheinlich bekommen und ist für diese Summe eine Erweiterung der Grundschuldeintragung notwendig?

    Eckdaten Abschluss des Ursprungsdarlehens: ledig, Festanstellung, seit 10 Jahren im gleichen Betrieb, 28 Jahre, keine weiteren Kredite, Finanzierungen etc., Nettomonatseinkommen 2.400 Euro

    Eckdaten zur Nachfinanzierung: verheiratet, Festanstellung, seit 12 Jahren im gleichen Betrieb, 30 Jahre, keine weiteren Kredite, Finanzierungen etc., Nettomonatseinkommen 2.600 Euro

    Das Haus gehört mir allerdings alleine und es besteht ein Ehevertrag. Entsprechend soll meine Frau nicht für den Kredit bürgen bzw. im Darlehensvertrag genannt werden. Meine Frau ist allerdings auch berufstätig, hat ein Kind und verdient ca. 1.300 Euro netto.

    3.) Sollte man, wenn man merkt, dass das Budget eng wird, bereits nachfinanzieren, auch wenn nicht endgültig klar ist, wie hoch die Nachfinanzierung genau sein muss?

    Vielen Dank!
     
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  3. toxicmolotof

    toxicmolotof

    30. 10. 2013
    3.884
    924
    1) die Bank muss gar Nichts, hat aber natürlich auch das Interesse einen gut gelaunten Kunden und ein fertiges Haus als Sicherheit zu haben. Also, ohne deine finanziellen Rahmendaten im Detail zu kennen... Wenn du es dir erlauben kannst, sehr wahrscheinlich ja.

    2) Wahrscheinlich Nein. Das wird man in den Meistens Fällen über eine Art Modernisierungsdarlehen lösen. Stell dich auf etwa 3-4% Zinsen ein. Ob der Summe und den gesparten Kosten für die Grundschuld dürfte das aber die günstigere Variante sein. Schau einfach dass das Ding in spätestens 10 Jahren (oder früher je nach Ratenwunsch) vollständig getilgt ist.

    3) Am besten sprichst du mit deiner Bank und lässt dir, vor der geplanten Nachfinanzierung, einen Rahmenkredit (Z.B. 10TEUR) geben. Sei es als Dispo auf dem laufenden Konto oder einem Zweitkonto). Das kannst du dann 0entsprechend umwandeln. Den ganzen Plan solltest du aber dem Berater komplett offenbaren. Die meißten ziehen dabei problemlos mit. Nachteil an der ganzen Kiste: Wer mehr zur Verfügung hat als er eigentlich wirklich braucht, gibt Meistens (oft) auch mehr aus. Braucht Disziplin oder aber es ist ok und macht es sich nicht nur schön, sondern noch schöner. Gradwanderung eben, wie so oft.
     
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  4. Kimi190

    Kimi190

    29. 11. 2017
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    0
    Danke für die Antwort :)

    zu 1:) Mein Bankberater sagte damals beim Abschluss des Vertrages, dass eine Nachfinanzierung bis zu 5.000 Euro, seiner Meinung nach, kein Problem darstelle. Auch würde wohl ein Grundbucheintrag wahrscheinlich nicht notwendig sein. Diese Aussage ist aber schon ein paar Monate alt.

    zu 2:) Ohne es jetzt berechnet zu haben... Wie hoch wäre wohl die Belastung ca. monatlich bei einem Modernisierungskredit wenn er nach ca. 10 Jahren abbezahlt sein soll? Ca. 50 Euro monatlich inkl. Zinsen?

    zu 3:) Naja ich gebe ja meine Rechnungen für die Renovierungsarbeiten zur Bank und begleiche diese nicht selber. Also wäre ein Dispo für mich nicht brauchbar.
     
  5. Alex85

    Alex85

    21. 07. 2016
    3.604
    1.034
    Entweder geben sie dir unbürokratisch die 5000€ oder du nimmst einfach ein Konsumentendarlehen, Dispo, Rahmenkredit. Kostet dann 6-7% und sollte zügig getilgt werden. Ist aber einfacher abzuwickeln, falls da ernsthaft jemand mit Grundbucheinträgen los legen will ...
     
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  6. Kimi190

    Kimi190

    29. 11. 2017
    30
    0
    Ok, Danke :)

    Aber aus eurer Sicht und mit meinen, wenn auch recht spärlichen Angaben, sollte eine Nachfinanzierung ohne Problem möglich sein, oder? Oder denkt ihr die Bank bezahlt einfach die letzte Rechnung nicht und gibt mir wohl keine Nachfinanzierung über den Betrag? Wie gesagt, habe keine weiteren Kredite und zahle immer pünktlich. Auch Schufaeinträge etc. sind nicht vorhanden.
     
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  7. Specki

    Specki

    15. 10. 2017
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    19
    Sorry, ich verstehe das Problem nicht...
    Es geht doch lediglich um 4.500,- € oder?
    Da frag ich zur not nen Verwandten oder nen Kumpel und Stottere das in einem Jahr wieder ab.
    Ansonsten bekommst doch für so nen Vertrag überall einen kleinen Kredit. Zwar mit hohen Zinsen, aber der ist doch dann auch recht schnell wieder abgezahlt...