Hallo zusammen,
mal eine Frage an die Bauexperten bzgl. Innenputz. Leider haben wir bisher noch keine fundierte Meinung dazu gefunden.
In unserer vorläufigen Baubeschreibung (Vertrag ist noch nicht unterschrieben) steht, dass die Innenwände mit Gipsputz verputzt werden sollen.
Als unser Bauwunsch konkret wurde, habe ich mir auch etwas Literatur besorgt.
Aus dem Buch "(K)ein Pfusch am Bau: Wie ein Bausachverständiger (s)ein Haus richtig und dennoch kostengünstig bauen würde“ von Günther Nussbaum-Sekora (das Buch finde ich als Laie richtig gut) folgendes Zitat:
Aufgrund meiner Nachfrage (Anmerkung: Bausachverständiger) konnte die Bauqualität schon vor dem ersten Spatenstich verbessert werden.
Lt. Baubeschreibung „Innenputz Maschinenputz“
Gemeint war der günstigere und feuchteempfindliche Gipsputz. Nachgebessert wurde ohne Mehrkosten auf Kalkputz. Der hohe ph-Wert von Kalk (>12) beugt mikrobiellem Wachstum vor.
Zitatende
Hierzu ist noch zu sagen, dass wir mit Ytong bauen werden und eine Lüftungsanlage verbaut wird.
Und nun habe ich an Euch die Frage:
Hat jemand dazu Erfahrungen?
Gibt es noch weitere Aspekt außer dem mikrobakteriellem Wachstum, die für oder gegen Kalkputz sprechen würden? (z.B. problematische Körnung, schlechtere Be-/Verarbeitung, Überstreichbarkeit, Probleme beim Tapezieren, Feuchtigkeitsempfindlichkeit, o.ä.)?
(wobei ich es so verstehe, dass der Sinn des Kalkputzes ist, besser die Feuchtigkeit aufzunehmen)
Würdet Ihr, wenn Ihr den Kalkputz befürwortet, diesen im gesamten Wohnbereich als Innenputz nutzen oder nur im Nassbereich (Bad, Küche, Hauswirtschaftsraum)?
Wenn meine Annahme korrekt ist, dass der Kalkputz Feuchtigkeit besser aufnimmt – macht diese Maßnahme noch immer Sinn, wenn doch eine Lüftungsanlage vorhanden ist, welche die Raumfeuchtigkeit schon abführt?
Vielen Dank für Eure Antworten
f-pNo
mal eine Frage an die Bauexperten bzgl. Innenputz. Leider haben wir bisher noch keine fundierte Meinung dazu gefunden.
In unserer vorläufigen Baubeschreibung (Vertrag ist noch nicht unterschrieben) steht, dass die Innenwände mit Gipsputz verputzt werden sollen.
Als unser Bauwunsch konkret wurde, habe ich mir auch etwas Literatur besorgt.
Aus dem Buch "(K)ein Pfusch am Bau: Wie ein Bausachverständiger (s)ein Haus richtig und dennoch kostengünstig bauen würde“ von Günther Nussbaum-Sekora (das Buch finde ich als Laie richtig gut) folgendes Zitat:
Aufgrund meiner Nachfrage (Anmerkung: Bausachverständiger) konnte die Bauqualität schon vor dem ersten Spatenstich verbessert werden.
Lt. Baubeschreibung „Innenputz Maschinenputz“
Gemeint war der günstigere und feuchteempfindliche Gipsputz. Nachgebessert wurde ohne Mehrkosten auf Kalkputz. Der hohe ph-Wert von Kalk (>12) beugt mikrobiellem Wachstum vor.
Zitatende
Hierzu ist noch zu sagen, dass wir mit Ytong bauen werden und eine Lüftungsanlage verbaut wird.
Und nun habe ich an Euch die Frage:
Hat jemand dazu Erfahrungen?
Gibt es noch weitere Aspekt außer dem mikrobakteriellem Wachstum, die für oder gegen Kalkputz sprechen würden? (z.B. problematische Körnung, schlechtere Be-/Verarbeitung, Überstreichbarkeit, Probleme beim Tapezieren, Feuchtigkeitsempfindlichkeit, o.ä.)?
(wobei ich es so verstehe, dass der Sinn des Kalkputzes ist, besser die Feuchtigkeit aufzunehmen)
Würdet Ihr, wenn Ihr den Kalkputz befürwortet, diesen im gesamten Wohnbereich als Innenputz nutzen oder nur im Nassbereich (Bad, Küche, Hauswirtschaftsraum)?
Wenn meine Annahme korrekt ist, dass der Kalkputz Feuchtigkeit besser aufnimmt – macht diese Maßnahme noch immer Sinn, wenn doch eine Lüftungsanlage vorhanden ist, welche die Raumfeuchtigkeit schon abführt?
Vielen Dank für Eure Antworten
f-pNo
S
Sebastian7923.11.15 10:48Oha, muss mich hier auch revidieren - wir haben nun überall Kalkzement, der überraschend gut ausschaut - aber natürlich rauer als Gips.
Zum Teil wird noch feingespachtelt, zum Teil tapeziert, zum Teil zu gelassen.
Ist aber absolute Geschmackssache - dachte vorher auch, dass ich das nie haben wollte.
Zum Teil wird noch feingespachtelt, zum Teil tapeziert, zum Teil zu gelassen.
Ist aber absolute Geschmackssache - dachte vorher auch, dass ich das nie haben wollte.
S
Sebastian7923.11.15 11:09Weil wir es selbst machen und das Wissen zur Verarbeitung hier noch gut besteht.
Und es ist letztlich ein robusterer, diffusionsoffener Putz - letzteres sollte aber nicht überbewertet werden.
Und es ist letztlich ein robusterer, diffusionsoffener Putz - letzteres sollte aber nicht überbewertet werden.
S
Sebastian7923.11.15 14:57Ich habe meine Meinung geändert - aber ich würde weder das eine noch das andere verteufeln/bejubeln. Aber hab auch kein Problem damit, das so zu sagen. Entscheidend war natürlich auch der Geldfaktor (obwohl KZP id.R. teurer ist).
Schließlich verbaue ich Gipskartonplatten im OG als Deckenbeplankung und keine Zementfaserplatten
An sich ist Gips halt "tot" und hat nur einen Vorteil, der aber essenziell ist: Er vom Werk aus einfach glatter und recht einfach noch glatter zu bekommen. Hat aber auch wieder den Nachteil, dass man jede Fehlstelle noch besser sieht
Schließlich verbaue ich Gipskartonplatten im OG als Deckenbeplankung und keine Zementfaserplatten
An sich ist Gips halt "tot" und hat nur einen Vorteil, der aber essenziell ist: Er vom Werk aus einfach glatter und recht einfach noch glatter zu bekommen. Hat aber auch wieder den Nachteil, dass man jede Fehlstelle noch besser sieht