HvH kombiniert LWP mit Plattenheizkörpern - Temperaturwerte?

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lastdrop

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Wenn Du eh einen Kaminofen hast steht der Schwarze eh vor der Tür, oder? Deine Wohngegend kann im Winter ganz schön rau sein, aber ob man dann immer Holz durchs Haus karren will und morgens erst mal anheizen muss ...
 
T21150

T21150

Hi Ölschlamm.

Dann haben wir ja die selbe Heimat, auch wenn ich als gebürtiger Ulmer Spatz (30 Jahre dort und im Kreis NU gelebt) nach NRW übergesiedelt bin. Nach wie vor liebe ich meine Heimat über alles und bin enorm gerne, sowie recht oft dort.

Gut - die Alb ist noch ein wenig rauher, als das bergische Land......Aber durchaus in Teilen vergleichbar.

Mit Holz zu heizen: Trifft meinen Geschmack, mache ich auch seit Herbst 2015.

Du triffst sicher die richtige Entscheidung für Dich. Ohne Gas-Anschluss vor Ort - sieht die Sache anders aus. Wäre eine Pellet-Heizung für Dich nichts?
Die Nachbar Gebäude hier (Systembau NCC) werden jeweils in 12-er Einheiten durch eine dezentrale Pellet-Anlage beheizt. Senkt Primär Energie Faktor deutlich, funktioniert nach Anfangs-Schwierigkeiten genial.

Thorsten

PS: Mein Kaminkehrer kommt 3 Mal pro Jahr - festgelegt durch mein geplantes Nutzungsprofil des Kaminofens. Wie die vergangene Kehrung vor 2,5 Wochen zeigte: nicht verkehrt. Trotz Nutzung von Buchenholz < 10 % Restfeuchte entsteht doch ordentlich Dreck, hätte ich nicht gedacht. Die Haupt Kosten hierbei fallen für den Kaminofen an, die Kosten für die Gas-Heizung sind in der Wartung dagegen wenig. Egal: Die Wärme, die ein Kamin oder Kaminofen erzeugt ist so genial, dass ich hier nicht auf die Kosten sehen möchte, sondern mein entstehendes Wohlbefinden darüber stelle. Die eigene Produktion von Holz plane ich auch, einen Teil habe ich bewerkstelligt, das wird sich aber erst später auszahlen. Noch fehlt mir hier Erfahrung, entsprechende Lagermöglichkeit und Kapazität.
 
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T21150

T21150

@lastdrop.
Das ist eine Philosophie. Natürlich ist Holz machen, Holz schleppen und so weiter im Prinzip unangenehm, da mit einer Menge Arbeit verbunden.

Es gibt aber Menschen, denen macht sowas ab und zu Spaß.

Bei meiner Schwester in Neu-Ulm wird quasi das Haus (300 qm WF) nur mit Holz beheizt. Natürlich hat das Haus auch eine moderne Zentral-Heizung. Die will aber keiner.....weil die Wärme vom Ofen schlichtweg so geil ist. Okay - der 17 kW Brenner da als Holz-Ofen ist schon gut dimensioniert.....der macht das Haus warm und Holz bekommt man in der Gegend mit Beziehungen zu Preisen, die okay sind (hier in NRW bekommt man das weniger gut.....trockenes Holz ist teuer hier!!!)

Der am Morgen am ehesten aufsteht, feuert eben den Kamin bei meiner Schwester an. Wenn ich da bin, mach ich das gerne. Dauert: 2 Minuten, wenn man es kann. Incl. Brennholz eben aus dem Keller holen. Parallel: Läuft der Kaffee durch. Danach das Knistern im Ofen bei der ersten Tasse Kaffee...ein Stück Lebensqualität.

Da das Haus älter ist: Muss man da am Morgen heizen.

Wenn hier in meiner Folien_Tüten Energiespar-Bude der Ofen am Abend gelaufen ist, brauch ich den vor 1600h nicht mehr anzünden......somit entfällt leider der Brauch........Kaffee ohne Knistern.

Thorsten
 
Ö

ölschlamm

Hi Thorsten,

Pellet habe ich den Platz nicht (kein Keller). Das ist also raus. Ob sich die Solarthermie rechnet (siehe deinen anderen Beitrag) ist insofern zunächst egal, da sie als Einzelposition wegen der EnEV nicht zur Disposition steht. Also Gastherme mit Solar oder LWWP. Amortisation ist nur bezüglich der Mehrkosten (Strom) bei der LWWP durch Warmwasseraufbereitung im Zusammenhang der Gesamtbilanz mitzuberücksichtigen. Oder anders: Wie viel KWh brauche ich zur WW-Aufbereitung über die WP mehr - gegenüber der entfallenen Solarthermie.

Diese Rechnungen sind aber relativ im Hinblick auf den Komfortgewinn einer LWWP. Weil ich keinen Gasanschluss habe, bedeutet das Gastank. Unterirdisch ist derzeit kaum noch empfehlbar - nach 10 Jahren droht das Aus für den Tank bei der TüV -Prüfung, weil als Prüfmethode seit diesem Jahr nur noch das (unsinnige) Stromeinspeiseverfahren zugelassen ist. Und da fallen viele völlig gesundeTanks durch (Gespräch Tankliferant). Oberirdisch bedeutet eine unschöne Beule im Vorgarten und viel Platz lassen (Gebäude im Baufenster zurücksetzten), wegen der großen Sicherheitszonen. Dazu jedes Jahr das Tanken. Und schlussendlich noch den Schwarzen einmal mehr pro Jahr im Haus (bei uns im Haus geht Kamin und Ölheizung und Brennerüberprüfung immer mit separatem Termin einher).

Wenn die LWWP bei 22er Standardradiatoren aber deutlich mehr Kosten verursacht als eine Gastherme (und das bei höherer Anfangsinvestition) - dann relativiert sich irgendwann wieder dieser Komfortgewinn.

Vielleicht kommen ja doch noch reale Erfahrungswerte zur LWWP an Radiatoren.

noch etwas OT: sehen wir also ähnlich, das mit dem Holz. Geht nichts über einen Kaminofen. Holzmachen kann eine schöne anstrengende und zugleich entspannende Tätigkeit sein, wenn du im Alltag nicht körperlich arbeitest. Und falls du technikaffin bist, hast du dann auch die Begründung gegenüber der Heimleitung für den Erwerb mehrerer Fichtenmopeds in unterschiedlichen Größen und Farben
Zu deiner Anmerkung mit dem "Tüten" Haus noch meine Erfahrungen zum Kaminofen:
Schöne (subjektiv) Kaminöfen haben eine große Scheibe (behaupte ich mal) . Dies bedingt große Brennräume, denn nur diese haben eine große Scheibe. Große Brennräume führen aber zu einer zu hohen Heizleistung des Kaminofens bezüglich des Heizbedarfs eines Energiesparhauses. Dies führt dazu, dass die Kaminöfen ständig im Teillastbereich betrieben werden, was wiederum den Wirkungsgrad senkt und die Rußbildung steigert. Also hats im Wohnzimmer halt 26° bei Außentemp von -10°. Ökologisch sicher bedenklich aber einfach nur.....

Grüße
michael
 
T21150

T21150

Hallo Michael,

noch ein Tipp: Ruf doch einfach mal nächste Woche die Info-Hotlines diverser LWWP Hersteller an und bespreche das mit denen. Die Fachleute da haben sicher eine Ahnung, ob LWWP + Flach-HK geht und respektive wo die Einschränkungen liegen und wie hoch die Einschränkungen sind.

Bezüglich Deiner Argumente in Sachen Gas(Tank): Volle Zustimmung. Mein Vater hat so einen Tank im Garten. Es fallen hohe Kosten an, insgesamt keine gute Lösung.

Zum OT: Über die Fichten-Mopeds musste ich lachen, der Begriff. Nun. Bisher hab ich nur ein Fichtenmoped. Fichten-Moppeding macht Spaß .
Ja, mein Kaminofen hat eine große Glasfläche (und sogar noch ein Backfach, welches ich endlich mal ausprobieren muss).
Der Ofen ist angegeben mit 3,3 kW - 7 kW, maximal 9kW. Sprich: Für das Haus ist er eigentlich zu groß. Denn in Teil-Last betreibe ich ihn nicht. Aus den genannten Gründen.

Jedoch - der Ofen hat einen Speckstein-Mantel und somit etwas Speicherwärme, ab und zu bekommt er mal 2-3 BK-Brikett, hält dann Stunden warm. Man bekommt das hin.

LG Thorsten
 
T21150

T21150

Ergänzung, ich habe gerade noch mal ein wenig nachgelesen. Weil´s mich interessiert.

Es gibt "Tieftemperatur-Heizkörper". Musst Du mal googeln. Diverse Hersteller.

Die Systeme die ich gesehen habe, arbeiten auch unter 40 Grad Vorlauf, haben allerdings kleine Ventilatoren (Watt Bereich) und eine Steuerungseinheit (sprich Steckdose am HK erforderlich).

Diese Heizkörper sind allerdings alles andere als preiswert (>> 500 Euro/Stück).

Darüber hinaus habe ich von einem bekannten Hersteller aus Hessen eine LWWP gesehen, die extra für VL-Temperaturen bis über 60 Grad bei -10 Grad Außentemperatur sowie Warmwasser bis 55 Grad spezifiziert war. Habe nicht näher nachgelesen, das muss etwas auf die JAZ gehen, aber es gibt Lösungen. Auf den Internet Seiten des Herstellers gab´s auch einen "Beratungs-Button", mit dem man mehr Informationen anfordern kann. Via google findest Du schnell die Anlage durch den Suchbegriff "LWWP für hohen Vorlauf".
 
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Ö

ölschlamm

Nix da mit Tieftemperatur Heizkörpern. Habe ich ja ganz am Anfang bereits ausgeschlossen. Zur Erinnerung: Heinz von Heiden offeriert im Discountsegment. Also stinknormale 22er und Heizlastberechnung auf Basis von 55° Vorlauf. War ja auch zu Beginn bereits meine Frage. Deinen Speckstein als Wärmespeicher (anderer Beitrag) kannste vergessen. nicht bös gemeint, aber bemühe mal die Physik. Da gehts nur um die Optik.
Aber deinen Tipp mit den Herstellern muss ich wohl befolgen - gibt ja recht wenig Erfahrungen in diese Richtung. Risiko ist halt, dass mir die alles mögliche erzählen......
Oder glaubst du, die sagen "geht nicht.... auf keinen Fall".
 
T21150

T21150

Zum OT: Ich weiß das mit dem Speckstein, deswegen habe ich geschrieben "etwas Speicherwärme". Es ist nicht viel. Es reicht aber für das Haus gut aus. Mein Traum wäre jedoch durchaus ein richtiger Kamin gewesen, an Stelle eines Kaminofens. Man kann aber nicht alles im Leben haben. Das wichtigste ist eh Gesundheit.

Ich glaube nicht, dass die Hersteller sagen, dass es nicht geht.
Mein Kenntnis-Stand nach heutiger Nachmittags-Suche ist: Es geht, mit der richtigen WP für solche Auslegungsbedingungen.

Die Frage ist dann die: Was baut Heinz von Heiden für eine Anlage ein? Die 0815 LWWP macht Dir so ohne Weiteres keine 55 Grad Vorlauf. Wenn man die Anlage vom Typ her kennt, kann man schauen.
Traust Du der Heizlast-Berechnung? Ist sie plausibel? Wenn man die Heizkörper Typen / Größen pro Raum alle kennt, hat man die Kennlinien via Internet und Datenblatt. Und weiß die Leistungen der HK bei geringeren VL-Temperaturen. Daraus kann man schnell schließen, ob und wenn ja welche Reserven man hat. Heinz von Heiden soll Dir bitte den Bedarf in Watt klar und deutlich pro Raum angeben. Wenn die wollen: Können die das auch. Das macht Dir die Sache leichter.

Problem ist schnell das Badezimmer.
Den Fall hatte ich auch. Wurde auf Garantie ein größerer HK eingebaut, der vorherige schaffte bei 0 Grad außen auch bei 60 Grad VL nicht mehr als 21,5 Grad.....

Mein Nachbar gegenüber baut mit Heinz von Heiden, allerdings mit FBH und LWWP. Fragen würde hier also wenig nützen.
 
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Zuletzt aktualisiert 28.06.2022
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