Hi zusammen,
ihr kennt es wahrscheinlich alle, der Klassiker der Altbau-Sanierung, hinter jeder Ecke wartet die nächste Überraschung 🙂 Ich bin gerade leider etwas ratlos und hoffe ihr könnt mir helfen.
Wie angedeutet renovieren wir gerade ein Haus aus den Jahr 1935. Heute haben wir uns einmal den Aufbau der Holzbalkendecke im 1. OG angeschaut. Der Aufbau an sich ist relativ klassisch. Unten eine verputzte Schilfrohrschicht, die über Querleisten an die Holzbanken angebracht sind, darüber der Fehlboden und oben auf den Holzbalken die Holzdielen (siehe Bild). Im Fehlboden und oberhalb des Fehlbodens befindet sich eine Schüttung aus Bauschutt. Die Hölzer des Fehlbodens sind nicht an die Kante der Holzbalken genagelt, sondern liegen nur lose auf. Die Holzdielen werden nicht unser finaler Boden, wir würden aus energetischen Gründen aber gerne den Boden noch dämmen. Wir sind gerade dabei zu diskutieren wie wir weitermachen, dazu habe ich folgende Fragen und wäre total dankbar über Hilfe.

1. Sollte sowohl der Raum über den Fehlboden als auch der Fehlboden selbst für die beste Dämmung mit beispielweise Dämmwolle/Rockwool/etc. gedämmt werden oder wird etwas schwereres wie Schutt für einen angemessenen Trittschall benötigt? Sollte für den Fehlboden eine andere Füllung als für den Zwischenraum oberhalb des Fehbodens verwendet werden? Wenn ja welches Material für den Fehlboden und den anderen Zwischenraum?
2. Wenn alles gedämmt werden sollte, würden wir den Schutt entfernen, indem wir unten das Schilfrohr rausreisen würden. Ich fürchte, dass das ein unfassbarer Dreck werden wird. Da in der unteren Etage schon neue Fenster eingesetzt sind, würde ich das gerne vermeiden. Falls ein Fehlboden mit Schutt i.O. ist, wäre es ausreichend, die Holzdielen abzunehmen, den Schutt auf den losen Hölzern zu entfernen bzw. einmal rauszunehmen und in den Fehlboden zu schütten (Der Fehlboden ist nicht ganz voll ausgefüllt) und den Zwischenraum unter den jetzigen Holzdielen mit Dämmwolle zu füllen?
3. Falls es ausreichend ist, nur den "anderen" Zwischenraum unter den jetzigen Holzdielen mit Dämmwolle auszufüllen, würden wir die Holzdielen entfernen und "von oben" dämmen? Durch was sollten die Holzdielen ersetzt werden? OSB Platten und Trockenestrich? Oder sind nur OSB Platten ausreichend (statisch, Abstand Balken ca. 70 cm) um darauf Trittschall und den Bodenbelag zu legen?
Sorry für den langen Beitrag, vielen Dank im Voraus!
Mit besten Grüßen
ihr kennt es wahrscheinlich alle, der Klassiker der Altbau-Sanierung, hinter jeder Ecke wartet die nächste Überraschung 🙂 Ich bin gerade leider etwas ratlos und hoffe ihr könnt mir helfen.
Wie angedeutet renovieren wir gerade ein Haus aus den Jahr 1935. Heute haben wir uns einmal den Aufbau der Holzbalkendecke im 1. OG angeschaut. Der Aufbau an sich ist relativ klassisch. Unten eine verputzte Schilfrohrschicht, die über Querleisten an die Holzbanken angebracht sind, darüber der Fehlboden und oben auf den Holzbalken die Holzdielen (siehe Bild). Im Fehlboden und oberhalb des Fehlbodens befindet sich eine Schüttung aus Bauschutt. Die Hölzer des Fehlbodens sind nicht an die Kante der Holzbalken genagelt, sondern liegen nur lose auf. Die Holzdielen werden nicht unser finaler Boden, wir würden aus energetischen Gründen aber gerne den Boden noch dämmen. Wir sind gerade dabei zu diskutieren wie wir weitermachen, dazu habe ich folgende Fragen und wäre total dankbar über Hilfe.
1. Sollte sowohl der Raum über den Fehlboden als auch der Fehlboden selbst für die beste Dämmung mit beispielweise Dämmwolle/Rockwool/etc. gedämmt werden oder wird etwas schwereres wie Schutt für einen angemessenen Trittschall benötigt? Sollte für den Fehlboden eine andere Füllung als für den Zwischenraum oberhalb des Fehbodens verwendet werden? Wenn ja welches Material für den Fehlboden und den anderen Zwischenraum?
2. Wenn alles gedämmt werden sollte, würden wir den Schutt entfernen, indem wir unten das Schilfrohr rausreisen würden. Ich fürchte, dass das ein unfassbarer Dreck werden wird. Da in der unteren Etage schon neue Fenster eingesetzt sind, würde ich das gerne vermeiden. Falls ein Fehlboden mit Schutt i.O. ist, wäre es ausreichend, die Holzdielen abzunehmen, den Schutt auf den losen Hölzern zu entfernen bzw. einmal rauszunehmen und in den Fehlboden zu schütten (Der Fehlboden ist nicht ganz voll ausgefüllt) und den Zwischenraum unter den jetzigen Holzdielen mit Dämmwolle zu füllen?
3. Falls es ausreichend ist, nur den "anderen" Zwischenraum unter den jetzigen Holzdielen mit Dämmwolle auszufüllen, würden wir die Holzdielen entfernen und "von oben" dämmen? Durch was sollten die Holzdielen ersetzt werden? OSB Platten und Trockenestrich? Oder sind nur OSB Platten ausreichend (statisch, Abstand Balken ca. 70 cm) um darauf Trittschall und den Bodenbelag zu legen?
Sorry für den langen Beitrag, vielen Dank im Voraus!
Mit besten Grüßen
S
Sir_Batman15.01.23 11:43Ich habe das ganze in einigen Räumen auch durch.
Aufbau von unten nach oben wie folgt:
alt:
Putz, Schilfmatten, genagelte Bretter, Schüttung, Luftraum, Dielenboden
neu:
Abgehängte Decke, alter Putz, Schilf,genagelte Bretter, Rockwool Klemmfilz, neuer Fehlboden, Lage Quarzsand und dann Trockenschüttung (sauerei), OSB 24mm, Trockenestrich 20mm, Fliesen bzw. Parkett
Schalldämmung ist sehr ok. Nicht perfekt, aber man hört insbesondere aus dem Bad eigentlich nichts.
warum neuer Fehlboden: ich wollte GeWicht zwischen die Balkenlage einbringen, das hätte vorher vermutlich nicht gehalten, da die Bretter nur von unten genagelt waren. Vermutlich nur fürs Gefühl, aber war ein schönes Projekt.
Hätte ich höhere Decken gehabt, hätte ich die Decke anders abgehängt. So ist es vermutlich kein großer positiver Schalleffekt.
Aufbau von unten nach oben wie folgt:
alt:
Putz, Schilfmatten, genagelte Bretter, Schüttung, Luftraum, Dielenboden
neu:
Abgehängte Decke, alter Putz, Schilf,genagelte Bretter, Rockwool Klemmfilz, neuer Fehlboden, Lage Quarzsand und dann Trockenschüttung (sauerei), OSB 24mm, Trockenestrich 20mm, Fliesen bzw. Parkett
Schalldämmung ist sehr ok. Nicht perfekt, aber man hört insbesondere aus dem Bad eigentlich nichts.
warum neuer Fehlboden: ich wollte GeWicht zwischen die Balkenlage einbringen, das hätte vorher vermutlich nicht gehalten, da die Bretter nur von unten genagelt waren. Vermutlich nur fürs Gefühl, aber war ein schönes Projekt.
Hätte ich höhere Decken gehabt, hätte ich die Decke anders abgehängt. So ist es vermutlich kein großer positiver Schalleffekt.
S
Sir_Batman15.01.23 11:45Finch039 schrieb:
Hab gerade genau den selben Sachverhalt vor der Brust. Der Plan war auch erst die alte Schüttung zu entsorgen, neue Schüttung rein und OSB oben drauf.
Als ich das im Baumarkt schilderte und Fotos zeigte, wurde mir direkt dazu geraten, die alte Schüttung drin zu lassen (Bauschutt usw., relativ schweres Material) und mit schwerer Schüttung aus dem Baumarkt bündig aufzufüllen. Vorher die alte Schüttung raus, Rieselschutz rein, dann alte + neue Schüttung oben drauf. Abschließend schwimmend 20 mm Trockenestrichelemente verlegen (miteinander verklebt und verschraubt). Optional noch 8mm Holzfasermatte unter die Elemente, oder zumindest Dämmstreifen auf die Holzbalken.
Hauptargumente gegen OSB / für Trockenestrich: Höherer Schallschutz durch mehr Masse, keine Verschraubung mit den Holzbalken und somit eine Entkopplung des Bodens. Die drei Euro Mehrkosten pro qm nehme ich dafür in Kauf.Trägt die untere genagelte Bretterschicht denn eine schwerere Schüttung? Bei mir ging das nicht, ich habe daher einen zweiten Fehlboden eingebaut.Sir_Batman schrieb:
Trägt die untere genagelte Bretterschicht denn eine schwerere Schüttung? Bei mir ging das nicht, ich habe daher einen zweiten Fehlboden eingebaut.Ja, doch, der trägt das … über dem Fehlboden ist an den meisten Stellen noch ein Lehmverstrich. An manchen Stellen habe ich den entfernt um zu schauen, in welchem Zustand sich die Bretter befinden (die sind bei mir nicht genagelt, sondern nur drauf gelegt) - sieht alles top aus soweit. Und die alte Schüttung wiegt auch eine Menge, ich fülle quasi nur auf (für den Trockenestrich und für etwas mehr Schallschutz).
So sieht das jetzt im ersten Raum aus (vorher / nachher).
Kann aber sein, dass ich etwas voreilig war. Der Sanitär muss mit seinen Heizungsrohren noch von unten durch die Decke. Da muss ich morgen mal klären, wie wir das hinbekommen.
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