Hallo zusammen,
ich möchte heute mal das Thema Hilfe aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis von der anderen Seite betrachten.
Ein guter Freund und Mitspieler in unserer Fußballmannschaft hat vor kurzem ein Haus gekauft und baut dieses nun großteils in Eigenleistung um. Trotz Bürojob kann ich von mir behaupten, dass ich ein relativ guter Handwerker bin, daher habe ich ihm bereits mehrfach meine Hilfe angeboten.
Letztens hat er mein Angebot angenommen und mich und noch einen Freund um Hilfe bei dem Trockenbau gebeten. Es sind lediglich in zwei Räumen die neu erstellten Dachgauben mit Trockenbauplatten auszubauen und zum Tapezieren vorzubereiten.
Hier der Ablauf:
Nach zwei Wochen Arbeit wird gerade mal ein Raum fertig sein.
Fazit / Selbstreflektion:
Ich habe meine Hilfe mehrfach angeboten und freue mich auch wenn ich helfen kann. Trotzdem lasse ich als Helfer nicht alles stehen und liegen, habe noch Hobbys und Familie und gehe zwischendurch auch noch einem Job nach. Daher kann ich nicht immer helfen und brauche - obwohl ich guter Handwerker bin - deutlich länger als ein Profi, der vermutlich in drei Tagen mit spachteln und schleifen durch die Räume gewesen wäre.
Was ich damit sagen möchte:
Überschätzt nicht die Hilfe aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Das geht nach Feierabend deutlich langsamer auch wenn Profis am Werk sind. Zudem werden die Helfer das nicht ewig machen.
Ich hoffe mein Beitrag hilft dem ein oder anderen das Thema besser einzuschätzen.
ich möchte heute mal das Thema Hilfe aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis von der anderen Seite betrachten.
Ein guter Freund und Mitspieler in unserer Fußballmannschaft hat vor kurzem ein Haus gekauft und baut dieses nun großteils in Eigenleistung um. Trotz Bürojob kann ich von mir behaupten, dass ich ein relativ guter Handwerker bin, daher habe ich ihm bereits mehrfach meine Hilfe angeboten.
Letztens hat er mein Angebot angenommen und mich und noch einen Freund um Hilfe bei dem Trockenbau gebeten. Es sind lediglich in zwei Räumen die neu erstellten Dachgauben mit Trockenbauplatten auszubauen und zum Tapezieren vorzubereiten.
Hier der Ablauf:
- Samstag 12:30 - 18:30 Uhr: Am Samstag waren wir das erste Mal dort. Die Zimmermänner haben sich leider keine sonderliche Mühle gegeben, daher mussten wir zuerst eine komplette Unterkonstruktion erstellen. Alles zog sich etwas hin, da wir nicht alle benötigten Werkzeuge zusammen hatten und die köstliche Verpflegung viel Zeit in Anspruch genommen hat.
- Sonntag: Fußball
- Montag 17:15 - 20:00 Uhr: Zuerst fuhren wir zum örtlichen Baustoffhändler und besorgten noch das notwendige Material. Anschließend bekamen wir noch eine Seitenwand fertig.
- Dienstag: Zwischen Feierabend und Fußballtraining lohnt es sich nicht anzufangen. Außerdem will meine Frau mich auch mal sehen
- Mittwoch: Bin ich leider bis in die Nacht dienstlich unterwegs.
- Donnerstag: Bekommen wir wahrscheinlich die andere Seitenwand und die Frontwand hin.
- Freitag: Zwischen Feierabend und Fußballtraining lohnt es sich nicht anzufangen. Außerdem ...
- Samstag: Vormittags bekommen wir dann hoffentlich noch die Decke hin und können das erste Mal spachteln. Sollte es trocken sein, muss ich aber wohl absagen und mit meinem Vater Holz machen gehen (das habe ich schon länger zugesagt). Nachmittags steht Fußball und ein Geburtstag auf dem Programm.
- Sonntag: Ruhetag ... meine Frau freut sich
- Montag: Geplant ist Schleifen und noch mal spachteln (wenn nicht noch die Arbeit vom Samstag aufgeholt werden muss).
- ...
Nach zwei Wochen Arbeit wird gerade mal ein Raum fertig sein.
Fazit / Selbstreflektion:
Ich habe meine Hilfe mehrfach angeboten und freue mich auch wenn ich helfen kann. Trotzdem lasse ich als Helfer nicht alles stehen und liegen, habe noch Hobbys und Familie und gehe zwischendurch auch noch einem Job nach. Daher kann ich nicht immer helfen und brauche - obwohl ich guter Handwerker bin - deutlich länger als ein Profi, der vermutlich in drei Tagen mit spachteln und schleifen durch die Räume gewesen wäre.
Was ich damit sagen möchte:
Überschätzt nicht die Hilfe aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Das geht nach Feierabend deutlich langsamer auch wenn Profis am Werk sind. Zudem werden die Helfer das nicht ewig machen.
Ich hoffe mein Beitrag hilft dem ein oder anderen das Thema besser einzuschätzen.
G
garfunkel17.11.16 20:10Da ich das letzte 3/4 Jahr ganz ordentlich ranklotzen durfte kann ich nur zustimmen. Meine Freunde mit denen ich die letzten 10 Jahre jedes Wochenende nur Blödsinn gemacht habe hatten fast alle nach 3-4 mal am Wochenende helfen keine Zeit da sie schon was anderes vor hatten.
Ist natürlich klar das da die Lust fehlte, kann ich völlig verstehen und würde es selbst auch nicht so viel anders machen.
Die Feierabendhelfer sind übrigens schon fast von Nachteil. Hab da schnell aufgehört mich um Helfer zu kümmern da mir aufgefallen ist das ich Arbeiten die man allein machen kann allein schneller fertig bringt.
Sind Feierabendhelfer da wird mehr geratscht und Bier getrunken als tatsächlich gearbeitet.
Man kann von seinen Freunden aber auch nicht verlangen ordentlich ran zu klotzen. Würde ich einfach unpassend finden, ist ja schließlich ein Freundschaftsdienst.
Jeder der ein größeres Projekt vor hat dem sollte von Anfang an klar sein das er das fast allein macht.
Ist natürlich klar das da die Lust fehlte, kann ich völlig verstehen und würde es selbst auch nicht so viel anders machen.
Die Feierabendhelfer sind übrigens schon fast von Nachteil. Hab da schnell aufgehört mich um Helfer zu kümmern da mir aufgefallen ist das ich Arbeiten die man allein machen kann allein schneller fertig bringt.
Sind Feierabendhelfer da wird mehr geratscht und Bier getrunken als tatsächlich gearbeitet.
Man kann von seinen Freunden aber auch nicht verlangen ordentlich ran zu klotzen. Würde ich einfach unpassend finden, ist ja schließlich ein Freundschaftsdienst.
Jeder der ein größeres Projekt vor hat dem sollte von Anfang an klar sein das er das fast allein macht.
Mein Vater und ich haben jeweils 8-10 Tage Urlaub aufgewendet für Eigenleistungen bisher.
Dazu kommt seit einem halben Jahr pro Monat 3x ein Tag am Wochenende dazu.
Wir machen viel zu zweit und hauen auch rein, Freunde beziehe ich aber nicht ein.
Grundstück vorbereiten, Grobabsteckung, Dachstuhl, Dachboden einziehen, Garagendach und ständiges aufräumen/saubermachen haben wir bisher selber gemacht, Dämmen und verkleiden von Spitzboden, Dämmung unter Fußbodenheizung und Fliesen im Keller stehen noch als Eigenleistung auf dem Plan, plus die Klassiker Laminat und Malern am Ende.
Auch wenn es für mich selbst ist und nicht für Freunde, und auch wenn es schön ist Erfolge und Fortschritt zu sehen, ich merke wie es auf Dauer anstrengt.
Dazu kommt seit einem halben Jahr pro Monat 3x ein Tag am Wochenende dazu.
Wir machen viel zu zweit und hauen auch rein, Freunde beziehe ich aber nicht ein.
Grundstück vorbereiten, Grobabsteckung, Dachstuhl, Dachboden einziehen, Garagendach und ständiges aufräumen/saubermachen haben wir bisher selber gemacht, Dämmen und verkleiden von Spitzboden, Dämmung unter Fußbodenheizung und Fliesen im Keller stehen noch als Eigenleistung auf dem Plan, plus die Klassiker Laminat und Malern am Ende.
Auch wenn es für mich selbst ist und nicht für Freunde, und auch wenn es schön ist Erfolge und Fortschritt zu sehen, ich merke wie es auf Dauer anstrengt.
Ich bin nun auch seit 5 Monaten dabei zu renovieren. Und ich muss sagen, das es echt an die eigenen Kräfte geht. Am Anfang ist es kein Problem am Wochenende 12-14h auf dem Bau zu sein. Nach 4 Wochen ist nach 10h Schluss. Und das ist Teilweise schon ein Kampf.
Aber wenn man ab und an mal Pausen macht und eine oder zwei Wochen nichts macht. Ist direkt wieder mehr Elan da.
Am Wochenende ist in der Regel immer die Familie da. Die zieht einen dann mit. Und es geht wieder weiter.
Ein Problem ist auch die selbst Motivation bei arbeiten, ohne direktes Ergebnisse. Bedeutet den ganzen Tag arbeiten aber, z.B. Nur eine Wasserleitung vom Keller ins Obergeschoss verlegt zu haben.
Seit einigen Wochen habe ich einen neuen Job und bin erst um halb 6 zuhause. Was den Nachteil hat, dass in der Regel nach der Arbeit nichts mehr läuft. Dies war auch eine Umstellung. Denn sonst wär ich halb 4 zuhause. Und da ging noch deutlich mehr.
Aber wenn man ab und an mal Pausen macht und eine oder zwei Wochen nichts macht. Ist direkt wieder mehr Elan da.
Am Wochenende ist in der Regel immer die Familie da. Die zieht einen dann mit. Und es geht wieder weiter.
Ein Problem ist auch die selbst Motivation bei arbeiten, ohne direktes Ergebnisse. Bedeutet den ganzen Tag arbeiten aber, z.B. Nur eine Wasserleitung vom Keller ins Obergeschoss verlegt zu haben.
Seit einigen Wochen habe ich einen neuen Job und bin erst um halb 6 zuhause. Was den Nachteil hat, dass in der Regel nach der Arbeit nichts mehr läuft. Dies war auch eine Umstellung. Denn sonst wär ich halb 4 zuhause. Und da ging noch deutlich mehr.
Ich finde auch, dass es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bezahlten Helfern und Freunden geben soll. Ich persönlich hätte einen Freund nie darum gebeten mir mehrmals die Woche zu helfen. Schließlich ist es ja mein Haus und nicht seins. Außerdem sollte man freiwillige Helfer auf jeden Fall immer gut bei Laune halten mit leckeren Essen und Getränken.
Ich mach hier fast alles allein, Vorteil: da ich nicht arbeite, brauche ich keinen Urlaub zu opfern, ich hab jeden Tag Urlaub, wenn man so will.
Da ich auf der Baustelle wohne, hab ich die Arbeit auch ständig vor Augen inkl. schlechtem Gewissen wenn ich mal nichts getan habe.
Problem ist der Baustopp wenn wieder Material fehlt und ich wochenlang warten muß, bis ich zum Baumarkt gefahren werde.
Auch wenn ich mal ne 3. Hand brauche, dauert es ewig bis mein Mann sich mal aufrafft. Wenn er Urlaub hat, will er Urlaub haben.... Dementsprechend langsam gehts voran. aber mittlerweile habe ich so einiges, auf das ich stolz blicken kann und das macht dann den Blick auf den Riesenhaufen Arbeit, der noch da ist, erträglicher.
Familienhelfer habe ich keine, habs mal versucht, aber das war der totale Reinfall.
Der gnädige Herr kam, trank Bier, und trieb mich an, den Steinehaufen (1,3 to...) schneller wegzuräumen, ich halte die Arbeit auf. Vorher wurde ich schon angemotzt, wenn ich mal ne Getränkekiste trug, das ginge nicht, wegen der "Mutterbänder"... gut daß ne Tonne Steine leichter ist. Pascha aufm Bau kann ich nicht gebrauchen.
Ich rechne mal mit 15 Jahren, von unserm Wohnrohbau zu bezugsfertigem Haus (wobei wir ja seit Tag 1 drin wohnen), davon jetzt 5 Jahre rum... paßt.
Da ich auf der Baustelle wohne, hab ich die Arbeit auch ständig vor Augen inkl. schlechtem Gewissen wenn ich mal nichts getan habe.
Problem ist der Baustopp wenn wieder Material fehlt und ich wochenlang warten muß, bis ich zum Baumarkt gefahren werde.
Auch wenn ich mal ne 3. Hand brauche, dauert es ewig bis mein Mann sich mal aufrafft. Wenn er Urlaub hat, will er Urlaub haben.... Dementsprechend langsam gehts voran. aber mittlerweile habe ich so einiges, auf das ich stolz blicken kann und das macht dann den Blick auf den Riesenhaufen Arbeit, der noch da ist, erträglicher.
Familienhelfer habe ich keine, habs mal versucht, aber das war der totale Reinfall.
Der gnädige Herr kam, trank Bier, und trieb mich an, den Steinehaufen (1,3 to...) schneller wegzuräumen, ich halte die Arbeit auf. Vorher wurde ich schon angemotzt, wenn ich mal ne Getränkekiste trug, das ginge nicht, wegen der "Mutterbänder"... gut daß ne Tonne Steine leichter ist. Pascha aufm Bau kann ich nicht gebrauchen.
Ich rechne mal mit 15 Jahren, von unserm Wohnrohbau zu bezugsfertigem Haus (wobei wir ja seit Tag 1 drin wohnen), davon jetzt 5 Jahre rum... paßt.
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