Hausdarlehen abbezahlen oder mit Geld weitere Wohnung bauen?

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Servus. Wir sind zum 01.06.20 in unser neues Haus gezogen. Aktuell sind noch zwei Rechnungen offen, die etwa 26.000€ - 27.000€ ausmachen werden. Danach haben wir noch ca. 40.000€ zu freien Verfügung.

Zu den groben Daten:
Kredit über 290.000€, Effektivzins 0,81%, Laufzeit 15 Jahre, montl. Rate 1.100€. Als Restbetrag würden nach der Zeit noch etwa 124.000€ übrig bleiben, wenn wir keine Sondertilgungen (wären kostenfrei möglich bis 10.000€ im Jahr) leisten. Die Tilgungsrate kenne ich aus dem Kopf gerade nicht genau. Kann ich bei Bedarf nachreichen. Wir können 10% der Darlehenssumme kostenfrei zurück geben. Wobei ich hier tatsächlich prüfen müsste wie lange das gilt. Wir haben den vollen Betrag bereits auf unser Konto abgerufen um mit der vollen Tilgung beginnen zu können.

Wie würde sich eine vorzeitige Rückzahlung auf den Kredit und die Zinsen auswirken? Wir könnten ja ggf. 29.000€ zurück geben. Und im kommenden Jahr eine Sondertilgung von 10.000€ leisten. Es wird sich ja eine Zinsersparnis ergeben und natürlich eine geringere Restschuld verbunden mit einem geringeren Restrisiko nach 15 Jahren für die Anschlussfinanzierung.
Wie kann ich die Ersparnis und die Restschuld durch die Rückzahlung am besten berechnen?

Mit war von Anfang an bewusst, dass ich mit mir hadern werde, wenn wir Geld übrig haben (kam durch gute Sparleistung im letzten Jahr, Verkauf vom Auto (Wechsel auf Baustellenfahrzeug) und mehr Eigenleistung als Gedacht zustande) das Geld zurück zu geben, da der Zins ja schon gut ist. In den nächsten Jahren soll auch eine Hochzeit anstehen. Gebe ich das Geld zurück, und muss es dann für 5% wieder aufnehmen ist es schei.. gelaufen.
Ich kann nicht garantieren, mit unserem neuen Haus weiter fleißig sparen zu können.

Ich überlege auf der anderen Seite, das Geld in ein Doppelbungalow zu investieren. Bei dem Bungalow würde ich diesen am ehesten zusammen mit einem Freund oder der Familie bauen wollen (jedem gehört dann eine Partei). Dadurch sollten sich doch für beide Seiten Einsparungen ergeben, wenn die Heizung, das Grundstück, das Dach usw. quasi geteilt werden können oder liege ich hier falsch? Ich bin der Meinung, dass beispielsweise das Dach nicht automatisch doppelt so viel kostet, trotz doppelter Größe, weil sich doch positive Synergieeffekte ergeben oder?
Wie wäre es mit dem Grundstück zu lösen? Kann man das als Gemeinschaft erwerben? Muss man dazu Verwandt sein?

Ist es nicht eh so, dass ein Bungalow durch den Wegfall vom 1. OG tendenziell günstiger sein müsste als ein EFH (ausgehend von der ca. gleichen Wohnfläche)? Die Treppe, die Zwischendecke aus Stahlbeton fallen weg, keine tragenden Wände nötig (ggf. Stahlstützen), das aufwändige Mauern der Giebel entfällt etc.

Ich habe mir noch keine Preise eingeholt, oder mich näher damit beschäftigt, denke aber, dass ein Doppelbungalow bei uns für 280.000€ machbar wäre. Das wäre gleichzeitig auch meine Grenze. Alles darüber halte ich nicht mehr für rentabel. Ich gehe dabei zunächst von unserem Haus aus und ziehe die Garage, Küche und 30qm an Wohnfläche ab. Für ein erschlossenes Grundstück fallen bei uns - wie beim Haus - ca. 30.000€ an. Das würde bedeuten: 140.000€ - 40K EK = 100.000€. Bei ca. 60qm pro Partei kann ich 390€ Mieteinnahmen generieren. Die Refinanzierung würde 21,4 Jahre dauern, ohne Zinszahlungen aber auch ohne Zuschuss durch uns bei der Tilgung. Das empfinde ich schon als grenzwertig lang oder? Da stehen ja schon die ersten Grundsanierungen an. Optimal wäre natürlich eine Dauer von 15 Jahren um danach mit den Mieteinnahmen das Darlehen vom Haus zusätzlich zu tilgen.
Gibt es einen Grundsatz bei dem Baubudget und den Mieteinnahmen? Ist es trotz größerer Investitionen rentabler größere Wohnungen zu bauen um mehr Mieteinnahmen zu generieren?
 
Der ganze Test liest sich total wirr. Sorry. Deshalb gehe ich auch nicht darauf ein.

ABER: Erstens ist ein Bungalow immer teurer je qm als ein "normales" EFH aufgrund seiner Bauweise und des Flächenverbrauchs an Grundstück und zweites ist die Kapitalanlage in den Neubau eines Einfamilienhauses die renditetechnisch schlechteste Immobilieninvestition die Du tätigen kannst.
 
Also du hast 290k Darlehen abgerufen und am Ende des Bauphase 40k EK stehen. 10% der Darlehenssumme könnt ihr kostenlos zurückgeben.

Wenn die Annuität sich nicht verändert dann erhöht sich der Tilgungsanteil in der Rate. Ihr tilgt dann mehr. Grob gerechnet Zinsersparnis= 29.000 * 0,81 % * 15 Jahre = 3.523 € Zinsen gespart ( eher mehr wegen zinseszins) und somit 4 Rate hinten raus gespart.

Aber wenn du jetzt schon weißt Geld wird knapper, Hochzeot steht an, Auto etc pp würde ich das Geld festhalten. Eine Finanzierung ist immer teuerer
 
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so weit weit ich es verstanden habe, hast du bei der Baufinanzierung 40t€ übrig und willst das in eine Doppelhaushälfte stecken. Je nach Bank und EK Einsatz bekommst du die 40t gar nicht ohne Rechnungen vorzulegen. Du kannst mit den weder ein Auto noch eine Hochzeit finanzieren.
Wenn du zusätzlich noch in Immobilien investieren möchtest dann kpl. separat finanzieren mit wenig Eigenkapital damit das Finanzamt noch etwas hilft. Vermutlich bringt ein neuer Bungalow nicht die beste Rendite, außer man kann ihn an die Eltern/ Kinder vermieten. Da wäre eine kleine ETW besser. Wegen der Restschuld nach 15 Jahren kann man sich einen Excel Tabelle machen mit Sondertilgung und damit rumspielen.
 
so weit weit ich es verstanden habe, hast du bei der Baufinanzierung 40t€ übrig und willst das in eine Doppelhaushälfte stecken. Je nach Bank und EK Einsatz bekommst du die 40t gar nicht ohne Rechnungen vorzulegen. Du kannst mit den weder ein Auto noch eine Hochzeit finanzieren.
Hat er doch schon auf dem Konto. In der Zeit des Hausbaus an- bzw. durch Eigenleistung eingespart.
Wir hatten damals auch noch recht viel übrig und haben gleich im Jahr des Hausbaus und im folgenden Januar die Sondertilgung in Anspruch genommen. (Rückgaberecht hatten wir nciht)
Die Rückgabe des Geldes bzw. die Sondertilgung würde ich aber nur machen, wenn ihr das Geld wirklich nicht benötigt.
Etwas Puffer für Auto, Haus und sonstiges (bzw bei euch die geplante Hochzeit) sollten auf jeden Fall verfügbar sein.

Jetzt das ganze noch in eine große einzelne Immobilie zu stecken, wo ihr sowieso schon ein Klumpenrisiko in Form eurer Immobilie habt, finde ich völlig quatsch.
 
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