Hausbau in der "alten Heimat" bei der Familie oder beim Beruf?

Dieses Thema im Forum "Planung / Ideenfindung / Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Nina1987, 17. 05. 2018.

Hausbau in der "alten Heimat" bei der Familie oder beim Beruf? 4.6 5 5votes
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  1. Nina1987

    Nina1987

    17. 05. 2018
    2
    1
    Frage / Anliegen:

    Ich wäre über Anregungen und evtl. Hilfestellungen dankbar

    Hallo zusammen,

    es ist nun leider doch ein relativ langer Text geworden und ich entschuldige mich dafür schon einmal im Vorfeld. Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn sich jemand hierauf meldet und mir den einen oder anderen Tipp geben kann.

    Mein Mann und ich haben nun endlich nach "langem Suchen" ein Grundstück gefunden und auch gekauft, welches uns super hinsichtlich Lage und auch dem gesamten Neubaugebiet sehr gut gefällt. Wir leben zur Zeit sehr dörflich in einer DHH und fühlen uns wohl. Dieses Neubaugebiet befindet sich nicht in einem Dorf aber auch nicht in einer großen Stadt. Es ist also ein schönes Mittelding.

    Gebürtig kommen wir beide aber knappe 100 km entfernt aus dem Raum Göttingen aus einer Kleinstadt/Dorf. Hier hatte es uns damals nicht so sehr gefallen und wir sind in die große Stadt (beruflich bedingt), haben uns dort sehr wohlgefühlt, sind aber dank unserer beiden Söhne wieder auf ein Dorf bei Hannover gezogen und haben daher noch immer die Stadt im Rücken.

    Nun kommt der Knackpunkt. Der Bruder meines Mannes hat sich nun ein Haus in unserer alten Heimat gekauft und auch unsere Nichten und Eltern, Cousinen/Cousins und Freunde wohnen dort. Meine Schwägerin findet dies dörfliche und die Nähe zur Familie so naja... Daraufhin habe ich ihr klar machen wollen wie toll es doch eigentlich bei der Familie sein kann. Ich fände es nämlich super und würde es genießen, wenn die Cousins und Cousinen jederzeit miteinander spielen und auch gemeinsam aufwachsen können.

    Unsere beruflichen Chancen könnten sich jedoch in der Region ein wenig verschlechtern... Betone "könnten", müssen es aber nicht. Wir bzw. ich, die die eigentlich nie wieder in die Region ziehen wollte, bekomme jetzt "kalte Füße" mit dem neuen Grundstück und frage mich, ob es nicht sinnvoller wäre doch in die alte Heimat zu gehen... Es ist nun reichlich spät überlegt, da das Grundstück schon gekauft (notariell beurkundet) und der Werkvertrag nun seit bereits 1,5 Monaten unterschrieben ist.

    Hat hier vielleicht irgendjemand eine Hilfestellung zu meinen Überlegungen? Sollte man den Schritt in die alte Heimat einfach wagen oder kommt man sowieso nicht mehr aus allem vertraglichen raus und kann den Werkvertrag mit auf ein neues Grundstück in die Heimat nehmen und sich dort ein Häusle bauen?

    Wie habt ihr euren dann festen Wohnort festgelegt? Was für Kriterien habt ihr euch gesetzt?
     
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  3. chand1986

    chand1986

    16. 05. 2017
    726
    499
    Ist denn die Arbeit, die du ( oder besser: ihr ) macht, nur ein Job zum Broterwerb, oder etwas, was zur Sinnstiftung und somit Lebensqualität beiträgt?
    Ersteres lässt sich nämlich einfacher verlagern als Letzteres.

    Nächste Frage: Was können Cousins und Cousinen als Spielpartner und Peer Group besser als Freunde, die nicht verwandt sind? Ich behaupte mal nichts. Dass die zwangsläufig harmonisch zusammen aufwachsen ist eine romantische Vorstellung, die nicht mit der Realität übereinstimmen muss.

    Seid ihr ( nicht nur du ) denn jetzt die totalen Familientypen, man besucht sich ständig, versteht sich, etc. pp. Oder seid ihr offen, könnt auch schnell Kontakt zu Nichtverwandten aufbauen, mögt gerne Menschen kennen lernen?

    All sowas muss man beantworten, bevor man sich an die Frage begeben kann, ob man räumlich prioritär zur Familie zieht, oder zu einem Job.

    Dass solche Fragen jetzt aufgrund des Umzugs eines Bruders "auf einmal" aufzutauchen scheinen, deutet mir eher darauf hin, dass der Grundstückkauf irgendwie doch nicht überlegt das Traumgrundstück geschossen hat. Wäre man da mental sicher, gäbe es auch keine kalten Füße, sorry to say so.

    Ich kann die Fragen für euch nicht beantworten. Lediglich kann ich davon abraten, Cousins und Cousinen als geeignetere Spielkameraden zu sehen. Das ist kein Grund für nichts.

    Die anderen Dinge müsst ihr beantworten, das wird hier keiner können.

    Ich persönlich bin immer zum Job gezogen, bin aber ohne Kinder auch mit leichtem Gepäck unterwegs.
     
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  4. Crossy

    Crossy

    16. 06. 2017
    20
    1
    Wir sind damals auch zum Studium und ersten Job in größere Städte gezogen.
    Ich liebe die Stadt sehr. Alle Möglichkeiten die wir dort als junges Paar hatten.
    Aber als die Familienplanung anstand, haben wir uns wieder in Richtung "alte Heimat" orientiert.
    Wir haben tolle Freunde in der Stadt, aber Familie ist schon etwas anderes, da ist der Zusammenhalt schon nochmal ein anderer. Wir haben auch nach 10 Jahren schnell wieder Anschluss in der alten Heimat gefunden, haben aber auch während wir weg waren immer Kontakt zu guten Freunden dort gehalten.
    Ich finde es toll, dass unsere Kinder durch die räumliche Nähe häufigen Kontakt zu den Großeltern oder unseren Geschwister haben. Cousins und Cousinen gibt es bei uns auch in sehr ähnlichem Alter und das klappt prima. Wir wohnen jetzt nicht alle in einem Ort, aber schon im Umkreis von einer halben Stunde. Außerdem ist die Unterstützung aus der Familie für eine junge Familie schon Gold wert.
    Wir bauen nun auch tatsächlich neben die Schwiegereltern. Hat sicherlich Vor- und Nachteile aber hier fühlen wir uns einfach wirklich zu Hause.
     
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  5. Zaba12

    Zaba12

    2. 07. 2016
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    Oh man...solche Gedanken macht man sich doch vorher!?
    Was sagt denn dein Mann dazu? Wenn mir meine Frau nach Grundstückskauf, Werksvertrag und Finanzierung so was sagen würde, würde ich selbst kalte Füße kriegen, da Ihr nur mit finanziellen Einbußen aus dem Ganzen rauskommt.

    Zurück zu deiner Frage: Ich habe meine Frau und das Kind aus dem Ruhrgebiet nach Franken geholt, da ich bedingt durch die Beratung von Mo-Fr. im Hotel war. Dh. wir habe hier eine Mietwohnung gemietet. Danach habe ich mir was anderes außerhalb der Beratung vor Ort gesucht und es ging auf Grundstückssuche. Da die Auswahl gering war (2 Baugebiete mit unterschiedlichen Voraussetzungen), haben ICH mich für das Baugebiet mit der besseren Infrastruktur entschieden und durfte meine Frau überzeugen.

    Kurz und knapp: Wir sind weggezogen von der Familie um als Familie gemeinsam zu leben. Meine Frau hat einen neuen Job gefunden nach der Elternzeit. Ich habe den Job gewechselt. Jetzt wird auch hier gebaut wo die neun Wurzeln sind, weil wir uns hier einfach wohlfühlen. Meine Frau möchte nicht mehr zurück. Die Konsequenz ist natürlich das wir keine Unterstützung haben und bekommen werden, weder bei den Kindern noch beim Umzug oder Bau etc.

    Der Rest kommt damit klar. Meckern ab und zu rum das es weit weg ist aber als es noch in Reichweite war wurden wir auch nicht öfters besucht :p
     
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  6. 11ant

    11ant

    1. 02. 2017
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    Ach, wenn der Besuch bei der Oma eine Autofahrt erfordert, hat das ja auch seinen Reiz. Man muß nicht die ganze Sippschaft ständig vor der Nase haben.
     
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  7. Domski

    Domski

    15. 12. 2016
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    Ich sags mal so: Auch wenn die räumliche Nähe gegeben ist (im Verhältnis zu euren Fällen) hat man nicht zwangsläufig die Unterstützung, die man sich erhofft. Auch wenn es kein böser Wille ist, ziehen wir unsere 3 Kinder auch defakto allein groß. Beide Großeltern haben je ca. 15Minuten zu uns zu fahren, arbeiten aber alle noch. Können also nur in absoluten Ausnahmesituationen kurzfristig einspringen.

    Wir wohnen aber in einem Neubaugebiet (seit 1 Jahr), in dem auf 8 Familien 13 Kinder zwischen 1 und 14 Jahren kommen und ca. 30% der Familien helfen sich jeweils gegenseitig im Alltag. Das hätte ich so nicht erwartet und bis sehr froh darüber... Es funktioniert bislang ziemlich gut.
     
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