Hausbau DHH trotz niedrigem EK mit langer Kredit-Laufzeit sinnvoll?

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S

Steffen80

Passt nicht zusammen. In der Regel baut man auch keine so günstigen Häuser auf so teure Grundstücke. Hier bei uns ist kein Grundstück unter 300k und die Häuser eher 500k+. Ich kenne mittlerweile einige Nachbarn und man unterhält sich. Bisher habe ich von niemanden gehört, dass er unte 1 Mio. all-in lag. Wie gesagt..Grundstück im Schnitt 350k oder mehr.

EK sollte mind. 20% sein...eher 30%. Also nur für die Finanzierung. Kosten für Küche Aussenanlage kommen noch dazu. Das wären bei Euch sicher mind. 250k..eher noch mehr. Viel Spaß beim sparen
 
S

Strahleman

Sonderwünsche sind bei uns elektrische Rolläden (ca. 280€ Aufpreis je Stück) oder ein bodentiefes statt normalem Fenster. Also net zu ausschweifend Aber auch wir haben uns über den günstigen Angebotspreis gewundert (ist angeblich ein Hausfestpreis). Andere Anbieter (es waren Bauträger) lagen rund 50.000 Euro höher. Eure Meinungen bestätigen aber unsere Vermutung, dass das Haus am Ende deutlich teurer wird als angeboten.

Wir hatten halt die blauäugige Hoffnung, dass das alles - auch mit den aufgerufenen Preisen - stimmig ist. Denn auch die hohe Rate bei der Laufzeit liegt uns etwas im Magen und erlaubt keine großen überraschenden Kosten.
 
H

HilfeHilfe

Hallo , ihr habt ein gutes Einkommen , ganz außer Frage . Ich gehe von der Situation aus Nachwuchs . 6.000€ Einkommen , 2150€ Darlehen plus Nebenkosten : 2.700€ mindestens 10 Jahre . D.h ihr müsst für das KfW Darlehen Geld ansparen . Von was ? Nahezu 50% des Einkommens geht weg . Ist mir auch alles zu eng . Auch das Missverhältnis Haus zu Grundstück . Bestandsimmobilien gibt’s nicht ?
 
H

hampshire

Ich sehe das anders als meine Vorredner. Wenn die Grundstücke so teuer sind, sind sie eben so teuer oder man muss weiter nach draußen ziehen.
Wenn ein GU einen so günstigen Preis anbietet ist das natürlich eine Orientierung. Wichtig ist es bei einem doch recht günstigen Angebot genau nachzusehen was ibegriffen ist und was ggf. fehlt. Die Kommentare zum Kaufpreis lassen vermuten, dass es hier eine Überraschung zu entdecken gibt.
Ob „man“ ein preiswertes Haus auf ein teures Grundstück baut oder nicht ist völlig unerheblich. Wir bauen ein teures Haus auf drei preiswerte Baugrundstücke. Macht „man“ auch nicht. Na und?
Die Rate ist hoch aber bei dem Einkommen machbar. Sehr viele haben schon enger gestrickt. Das geringe Eigenkapital lässt aus der Ferne vermuten, dass Ihr entweder keine besondere Haushaltsdisziplin habt, erst seit kurzem diese Summen verdient oder noch etwas Anderes habt abzahlen müssen.
Hohe Rate erfordert Ausgabendisziplin und damit möglicherweise eine Änderung der Lebensgewohnheiten.
Ich kenne das, denn wir bringen „Unmengen an Geld“ in Restaurants und wollen ungern darauf verzichten.
 
H

halmi

Mittelfranken ist ja so schön und groß da gibt es, wenn ihr denn nicht komplett ortsgebunden seid, mit Sicherheit noch andere schöne Ecken. Das Grundstück ist einfach zu teuer für eure Finanzen, geht etwas raus "aufs Land" und baut euch dort ein schönes EFH.
 
RomeoZwo

RomeoZwo

Also als erstes finde ich den m2 Preis für das Gebiet N-FÜ-ER nicht unrealistisch. In manchen schönen Vororten von ER sind wir mittlerweile bei 1000€/m2. In Nürnberg Rehhof gibt es derzeit eine DHH Baujahr 1998 mit 250m2 Grund und 160m2 Wohnfläche für 750T€ (Immowelt 2PCQZ43).
Der Hauspreis kommt mir in eure Kalkulation auch sehr niedrig vor, würde hier in der Region eher mit >450T€ rechnen, also im Gesamtbudget mit mindestens 800T€.
Euer Einkommen ist ja ordentlich, auch im "mit Kind" Szenario sind 6000€ Netto ordentlich. Das Problem ist das relativ niedrige Eigenkapital, wobei da hier im Forum die Angaben auch oft zwischen "alles was ich habe" und EK für den Immobilienkauf mit stiller Reserve für Möbel, Küche und sonstige "Spezialfälle" bedeutet. Letzteres hab ich bei euch etwas rausgehört...
Deine Frau wird doch Lehrerin, oder? Im September dann verbeamtet? Ich weiß nicht wie das in Bayern ist, aber in BW gab oder gibt es sehr günstige und langfristige Kredite für Beamte. Vielleicht lohnt es sich da ja noch bis September zu warten, oder jetzt das Grundstück zu kaufen und dann mit einem Beamtenkredit das Haus zu finanzieren. Ein Lehrerpärchen aus meiner Schulzeit hat so schon im ersten Berufsjahr ein Haus gebaut, vollfinanziert. Als Ingenieur konntest da nur mit den Schultern zucken.
Ansonsten - naja, ihr seid 2 Gutverdiener. Wer wenn nicht ihr sollte sich denn eine DHH leisten können?
 
B

BigFoot

Hallo Strahleman,

jetzt musste ich mich nach langer passiver Lesephase glatt anmelden, um dir etwas Mut zuzusprechen.

Ob beim Haus noch Kosten warten oder nicht, können andere besser bewerten als ich.

Aber da ich ihn ähnlicher Situation bin: Die ganzen Forderungen nach "20-30%" EK kommen aus Zeiten mit mehr Zinsen. Bei eurem Gehalt, solltet ihr auch die o.g. "2700€ inkl. NK" stemmen können. Zumindest wenn nicht ein Partner wegen Kind komplett zu Hause bleiben will, und der andere noch dazu auf 70% geht. Rechnet das doch mal andersrum: Gleich viel Wohnfläche in gleicher Qualität kostet was an Miete? >1500€ kalt würde ich jetzt schätzen. Da kommen auch noch NK oben darauf - und du solltest noch einige Hundert Euro Altersvorsorge bei Seite legen. Das ist dann auch nicht mehr so viel weniger als die 2700€. Solange aktuell die 30 jährigen Zinsen soviel kosten wie die 15 jährigen, bleibt das Risiko vorhanden - aber eben überschaubar.

Klar, das kann auch schief gehen: (Gott bewahre!) ein Behindertes Kind, pflegebedürftige Eltern, ein Unfall, Burn-Out oder die Scheidung. Aber solange der Wert der Immobilie steigt, muss man das halt dann langsam verkaufen und etwas kleineres/passenderes kaufen. V.a. weil sich ja dann z.B. auch die Voraussetzungen ändern (ein Gehalt fällt weg = einer muss weniger Pendeln = Kinderbetreuung sparen = Weiter draußen ist ok = billiger).

Im Forum hier bauen halt viele ihr absolutes Traumhaus (ich bin neidisch ) und können sich unter keinen Umständen vorstellen, dies jemals zu verlassen. Wenn man aber etwas pragmatischer denkt, kann man ein Haus aus einfach verkaufen, so sehr es schmerzt, wenn wirklich eine fiese Kombination aus Schicksalsschlägen einen trifft.

In dem Sinne,

euer neuer Mitstreiter BigFoot

PS: Keine Angst, die nächsten Beiträge werden eher technisch *wink*
 
S

Strahleman

Danke für eure Antworten soweit. Dass es nicht gerade eine optimale Finanzierung ist, wissen wir. Mich haben die vielen "zu teuer für euch" Antworten ehrlich gesagt etwas überrascht - so wird man aber evtl. auch etwas mehr geerdet Da es nun schon mehrfach genannt wurde, einmal kurz nachgehakt: Warum stellt man generell kein günstiges Haus auf ein teures Grundstück? Wir wohnen dort ja nicht, um zu protzen sondern weil diese schöne Lage leider hier nun einmal dieses Geld kostet.

Hallo , ihr habt ein gutes Einkommen , ganz außer Frage . Ich gehe von der Situation aus Nachwuchs . 6.000€ Einkommen , 2150€ Darlehen plus Nebenkosten : 2.700€ mindestens 10 Jahre . D.h ihr müsst für das KfW Darlehen Geld ansparen . Von was ? Nahezu 50% des Einkommens geht weg . Ist mir auch alles zu eng . Auch das Missverhältnis Haus zu Grundstück . Bestandsimmobilien gibt’s nicht ?
Richtig, Nachwuchs (zumindest 1 Kind) ist in den nächsten 2-3 Jahren geplant. Bestandsimmobilien gibt es zwar, diese sind für uns aber sehr uninteressant: Viele Häuser sind aus den 70er Jahren und werden regelmäßig mit 500.000 Euro und mehr aufgerufen. Inkl. Sanierungskosten würde man nicht viel sparen können. Selbst Bauträgerangebote mit kleinen Gärten (Grundstücke kleiner 230qm) liegen bei über 600.000 Euro. Es klingt immer sehr verrückt, aber hier in der Ecke ist es leider so, da v.a. Siemens, Adidas, Schaeffler, Bosch und andere Großbetriebe als Treiber der Hausbaupreise wirken.

Das geringe Eigenkapital lässt aus der Ferne vermuten, dass Ihr entweder keine besondere Haushaltsdisziplin habt, erst seit kurzem diese Summen verdient oder noch etwas Anderes habt abzahlen müssen.
Das geringe EK kommt v.a. daher, wir in den letzten drei Jahren einige Ausgaben hatten (Autokauf, aktuelle Wohnung haben wir renoviert und eine neue Küche einbauen müssen, Hochzeit) und auch erst seit 1,5 Jahren das aktuelle Einkommen in diesen Bereichen lag (zuvor deutlich niedriger bei ca. 3000 Euro netto). Wir merken, dass wir seit unserer Hochzeit Mitte letzten Jahres monatlich über 3.000 Euro wegsparen können und dennoch mehr als ausreichend Geld für unsere monatlichen Fixkosten (sowie Altersvorsorge) haben. Daher waren wir auch eigentlich guter Dinge, dass man eine solche Investition stemmen könnte.
 
Zuletzt aktualisiert 13.08.2022
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