Hausbau 2021 500000€ Meinung

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Das muss mir mal jemand erklären wie ein kinderloses Paar 2100€ netto weniger haben kann als ein Paar mit 2 Kindern. Am fehlenden Kindergeld kann es ja nicht liegen :p. Schwachsinns Auswertung!
Naja, bevor ich anderen Schwachsinnigkeit vorwerfe, würde ich zumindest EINMAL googlen. Dann steht man nicht ganz so hill-billy-like da. Das hilft vielleicht über'm Teich - ich würde trotzdem lieber über das Modell der Äquivalenzeinkommen diskutieren..
 
Das muss mir mal jemand erklären wie ein kinderloses Paar 2100€ netto weniger haben kann als ein Paar mit 2 Kindern. Am fehlenden Kindergeld kann es ja nicht liegen :p. Schwachsinns Auswertung!
Deiner Analyse, dass das nicht am Kindergeld liegen könne, stimme ich zu. Deine Schlussfolgerung daraus finde ich mindestend voreilig. Ohne die Studie gelesen zu haben hier einmal exemplarisch zwei ganz simple mögliche Gründe für Einkommensunterschiede, die abweichend der Kindergelddifferenz sind:
  • Das Einkommen steigt mit dem Alter. Menschen Paaree mit mehreren Kindern sind im Durchschnitt älter als Paate mit einem Kind, könnte man annehmen und in Betracht ziehen.
  • Möglicherweise fällt die Entscheidung gegen ein zweites Kind in gewisser Häufigkeit wegen der Einkommenssituation aus.
@Tassimat war schneller
 
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Naja, mit 25 Jährchen bauen auch die wenigsten. Sparen muss man schon einige Jahre.
Das ist an sich korrekt - aber wie hampshire schon sagte - die Bau- & Grundkosten stiegen in den letzten Jahren deutlich schneller als die Einkommen. Ein "typisches" 350.000€ Haus vom GU könnte so nächstes Jahr per Preisliste wieder für 5% mehr angeboten werden. 17.500€ Mehrkosten, d.h. die "Sparrate" hat allein für den Inflationsausgleich bei fast 1500€ monatlich zu liegen. Nehmen wir an, der Bauwillige hätte zumindest schon ein Grundstück. Um EK aufzubauen, was benötigt wird um überhaupt zu vernünftigen Zinskonditionen an Baugeld zu kommen, müssten mindestens 2000€/Monat gespart werden. "Netto" kommen da dann lächerliche 6000 EK-Vorteil im Jahr raus. Damit muss dann ein geeigneter Beleihungsauslauf erreicht werden. Daran sieht man m.E. ganz gut, dass wir hier eben doch von einer Blase reden. Der Kreis der potentiellen Akteure wird von Jahr zu Jahr geringer.

Gleichzeitig wird sich die Gemeinde die tolle Situation am Markt (an der sich natürlich völlig unschuldig ist..) nicht entgehen lassen, d.h. auch bei den Grundstückspreisen wird fleißig weiter geschraubt.

Da dieses Muster eben überall zu Tage tritt, helfen auch die Schlosser mit 6000€/Monat - Argumente nicht. Die gibt es nun mal nur selten, und auch regional nicht gleich verteilt. Das Ende kommt dann, wenn der Kreis der potentiellen Käufer erschöpft ist, und die eigentlichen Enabler des Spiels den Stecker ziehen - die Banken.
Denn die "Preissteigerungen" im Bau sind ja nicht "real", also Folge einer gesellschaftsbreiten Inflation, sondern Sondereffekte - man schöpft Rahm ab. Ein Haus von 2015 ist vom Serien-GU heute 2020 su ziemlich das Selbe- warum sollte es dann 25% teurer sein? Und aus Sicht der Bank - werde ich für ein baugleiches Gebäude bei der Zwangsversteigerung ein dermaßen großes Delta wieder realisieren? Oder ist da dann doch einfach zu viel Luft drin, sodass es eben Liebhaber-Preise sind?

Die aktuellen Verschärfungen in der Kreditvergabe bei der Beleihung sprechen doch Bände. Die Banken sehen das Risiko ebenfalls, und nur solange der Kreditnehmer die heiße Luft mit eigenem Geld bezahlt, ist man noch mit dabei. Mit gutem Einkommen allein ist man außen vor - nur wer dazu noch Omas Erbe durch den Schornstein jagen kann, ist noch im Rennen.. ;)

Das Problem dabei - Omas Erbe muss auch erst mal jemand zum gewüschten Preis kaufen können - da gilt eben selbiges..
 
Ein Haus von 2015 ist vom Serien-GU heute 2020 su ziemlich das Selbe- warum sollte es dann 25% teurer sein?
Die 25% Preissteigerung sind deutlich überproportional zu der Lohnkostensteigerung. Allerdings haben die Auflagen seit dem angezogen und möglicherweise die Ansprüche an die Ausstattung ebenfalls. Ein realer Preistreiber ist der Fachkräftemangel, ein weiterer Preistreiber ist der günstige Zins.
 
Der Hauptpreistreiber ist und bleibt die EZB. Bargeld ist nicht inflationsgeschützt und wir laufen Richtung Hyperinflation. Aktuell beträgt die Inflationsrate nicht mal 2% aber das kann sich schnell ändern. Die Börsenkurse sind auch dementsprechend hoch, wenn man mal die aktuelle Situation mit Corona etc. betrachtet. Goldpreis ebenfalls.

Dennoch wird bei Immobilien langsam die Luft extrem dünn, denn wo keine Käufer sind, können auch keine Preise mehr ansteigen. Dann muss es zur Markt Konsolidierung kommen. Entgegen wirken kann eben nur die Hyperinflation, dann gehen die Preise durch die Decke und ein EFH wird nur noch für mehrere Millionen Euro erwerbar sein.
 
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