ᐅ Haus aus den 70 Jahre - Einschätzung zu Schimmel im inneren!?
Erstellt am: 01.05.22 13:17
B
Besenkammer84
Hallo zusammen,
ich habe gerade die Möglichkeit ein Haus (2 Etagen + Dachstuhl - kleiner Gewölbekeller) welches zu 1/6 in einen Hang gebaut ist zu übernehmen.
Teilweise wurde die Renovierung schon angefangen (Boden inkl. Estrich raus) und auch in 2000er Jahren neue 2-fach isolierte "gute" Fenster verbaut. Das Haus selbst ist aus den 70er Jahren und die Grundmauern mit 24er-Klinkersteinen gebaut. Des Weiteren wurde das ganze Haus von innen mit ~3,5cm Styropor + als Abschluss Rigips "isoliert. Teilweise findet sich an Stellen wo schränke standen, sowie auch an den Brücken von Fenster zu den Grundsteinen im inneren Schimmel. Hierfür ist sicherlich auch teilweise die mangelhafte Lüftung der Vorbesitzer der Grund.
Ich hab jetzt mal um zu sehen wie es sich nach außen zum Mauerwerk verhält, das Dämmkonstrukt etwas freigelegt. Dazu habe ich an ca. 10 Stellen im Haus (2x dabei leichter Schimmelfund) in den Ecken an denen dahinter Außenwände sind, im unteren Bereich der Räume ein Teil entfernt. Meist scheint es so, dass der Schimmel sich größtenteils nur auf den sichtbaren Innenseiten befindet und sich nicht weiters nach außen verbreitet zu haben.
Dennoch bin ich mir nicht ganz sicher ob das wirklich "unbedenklich" ist und ob man den Rigips etc. weiters einfach drauf lässt und nur die Tapeten abzieht bzw. behandelt.
Deswegen habe ich mal Bilder gemacht um hier eventuell eine Antwort zu bekommen, wie man den Schimmel einzuschätzen hat.
ECKE 1 - ohne Schimmel


ECKE 2 - mit Schimmel



ECKE 3 - mit Schimmel


____________
Kann man aus der Ferne bzw. Anhand der Bilder eine Aussage treffen?
Beste Grüße & Danke für eure Unterstützung
ich habe gerade die Möglichkeit ein Haus (2 Etagen + Dachstuhl - kleiner Gewölbekeller) welches zu 1/6 in einen Hang gebaut ist zu übernehmen.
Teilweise wurde die Renovierung schon angefangen (Boden inkl. Estrich raus) und auch in 2000er Jahren neue 2-fach isolierte "gute" Fenster verbaut. Das Haus selbst ist aus den 70er Jahren und die Grundmauern mit 24er-Klinkersteinen gebaut. Des Weiteren wurde das ganze Haus von innen mit ~3,5cm Styropor + als Abschluss Rigips "isoliert. Teilweise findet sich an Stellen wo schränke standen, sowie auch an den Brücken von Fenster zu den Grundsteinen im inneren Schimmel. Hierfür ist sicherlich auch teilweise die mangelhafte Lüftung der Vorbesitzer der Grund.
Ich hab jetzt mal um zu sehen wie es sich nach außen zum Mauerwerk verhält, das Dämmkonstrukt etwas freigelegt. Dazu habe ich an ca. 10 Stellen im Haus (2x dabei leichter Schimmelfund) in den Ecken an denen dahinter Außenwände sind, im unteren Bereich der Räume ein Teil entfernt. Meist scheint es so, dass der Schimmel sich größtenteils nur auf den sichtbaren Innenseiten befindet und sich nicht weiters nach außen verbreitet zu haben.
Dennoch bin ich mir nicht ganz sicher ob das wirklich "unbedenklich" ist und ob man den Rigips etc. weiters einfach drauf lässt und nur die Tapeten abzieht bzw. behandelt.
Deswegen habe ich mal Bilder gemacht um hier eventuell eine Antwort zu bekommen, wie man den Schimmel einzuschätzen hat.
ECKE 1 - ohne Schimmel
ECKE 2 - mit Schimmel
ECKE 3 - mit Schimmel
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Kann man aus der Ferne bzw. Anhand der Bilder eine Aussage treffen?
Beste Grüße & Danke für eure Unterstützung
L
LisasTräume05.05.22 09:12Das ist meines erachtens kein Schimmel. Die Wand ist trocken und sieht gesund aus. Offensichtlich hast du noch keinen Schimmel gesehen.
Eine etwaige Schimmelbelastung kann man aber messen.
Das grau schwarze unter der Tapete ist in der Regel der Tapetenleim. Der wird halt über die Jahre so. Und bezüglich Wärmedämmung machen die 3 cm Styropor unter dem Rigips nun nicht wirklich viel aus.
Eine etwaige Schimmelbelastung kann man aber messen.
Das grau schwarze unter der Tapete ist in der Regel der Tapetenleim. Der wird halt über die Jahre so. Und bezüglich Wärmedämmung machen die 3 cm Styropor unter dem Rigips nun nicht wirklich viel aus.
Ich weiß nicht, ob es hilft, aber mein Erfahrungsbericht, was Innendämmung angeht:
Wir hatten auch so eine Styropordämmung und in einem Raum im Sockelbereich Schimmel unter der Tapete. Da der Verkäufer unseres Hauses das meiste, was er angefasst hat, verpfuscht hat, haben wir im Erdgeschoss alles rausgerissen.
Es kam tatsächlich kein bzw. erstaunlich wenig Schimmel zum Vorschein. Vielleicht hätte man es also auch lassen können? Vielleicht hätten wir erst in 5, 10, 15 Jahren Probleme gehabt (die Innendämmung kam erst 2016 drauf)?
Im 1. Stock haben wir den gleichen Wandaufbau und überlegen tatsächlich diese Baustelle nicht direkt im Anschluss anzugehen, wenn wir das EG irgendwann mal fertig haben (wir wohnen im 1. OG und sanieren das EG, daher ist gleichzeitig nicht möglich...), sondern erstmal ein bisschen ein baustaubfreies Haus zu genießen.
Ich halte aber absolut nichts von der Styropor mit Gipskarton Lösung, insbesondere wenn es wie bei uns nicht mal vollflächig, sondern nur warzenförmig geklebt ist...
Im EG haben wir angefangen reinen Kalkputz (an den Außenwänden als Dämmputz mit Blähglas versehen) zu verbauen. Bin gespannt, ob wir einen Unterschied im Raumklima/Wohlbefinden merken, wenn wir oben und unten vergleichen. Davon hängt dann womöglich auch die Entscheidung für/gegen zeitnahe 2. Baustelle im OG ab. Dass es irgendwann gemacht wird, ist aber klar.
Die Steine sehen in deinen Fotos ja wirklich gut aus, also würde ich mich auch nicht direkt abschrecken lassen.
Was hast du für eine Heizung geplant? Wenn der Estrich schon raus ist womöglich Fußbodenheizung? Dann täte es natürlich gut, wenn das Haus gut gedämmt ist...
Gerade den Nachbarthread entdeckt, du auch schon?
https://www.hausbau-forum.de/threads/innendaemmung-styropor-schimmelbildung.43330/#post-574179
Wir hatten auch so eine Styropordämmung und in einem Raum im Sockelbereich Schimmel unter der Tapete. Da der Verkäufer unseres Hauses das meiste, was er angefasst hat, verpfuscht hat, haben wir im Erdgeschoss alles rausgerissen.
Es kam tatsächlich kein bzw. erstaunlich wenig Schimmel zum Vorschein. Vielleicht hätte man es also auch lassen können? Vielleicht hätten wir erst in 5, 10, 15 Jahren Probleme gehabt (die Innendämmung kam erst 2016 drauf)?
Im 1. Stock haben wir den gleichen Wandaufbau und überlegen tatsächlich diese Baustelle nicht direkt im Anschluss anzugehen, wenn wir das EG irgendwann mal fertig haben (wir wohnen im 1. OG und sanieren das EG, daher ist gleichzeitig nicht möglich...), sondern erstmal ein bisschen ein baustaubfreies Haus zu genießen.
Ich halte aber absolut nichts von der Styropor mit Gipskarton Lösung, insbesondere wenn es wie bei uns nicht mal vollflächig, sondern nur warzenförmig geklebt ist...
Im EG haben wir angefangen reinen Kalkputz (an den Außenwänden als Dämmputz mit Blähglas versehen) zu verbauen. Bin gespannt, ob wir einen Unterschied im Raumklima/Wohlbefinden merken, wenn wir oben und unten vergleichen. Davon hängt dann womöglich auch die Entscheidung für/gegen zeitnahe 2. Baustelle im OG ab. Dass es irgendwann gemacht wird, ist aber klar.
Die Steine sehen in deinen Fotos ja wirklich gut aus, also würde ich mich auch nicht direkt abschrecken lassen.
Was hast du für eine Heizung geplant? Wenn der Estrich schon raus ist womöglich Fußbodenheizung? Dann täte es natürlich gut, wenn das Haus gut gedämmt ist...
Gerade den Nachbarthread entdeckt, du auch schon?
https://www.hausbau-forum.de/threads/innendaemmung-styropor-schimmelbildung.43330/#post-574179
Besenkammer84 schrieb:
Danke für deine Glaskugel Einschätzung.
Was wären z.B. fachgerechte Maßnahmen? Welcher Art könnte dies sein? Überstreichen? Schimmelentferner? oder was macht/meint man da so?
..ich will halt nur verhindern das man innen aufwendig ausbaut und dann danach feststellt, es ist Schimmel welcher gesundheitsschädlich ist. Die Außenfassade will ich aufgrund des echten Sicht-Klinkers nicht vollumfänglich ein isolieren. Dazu wären dann auch noch die Fenster zu tauschen, was den Rahmen dann sprengen würde.
Grüße & Danke vorabKritischen Schimmel sehe ich da nicht, der sieht anders aus.
bei 3 cm Styropor-Innendämmung und Rigips-Platten und Raufasertapete ... ich würde das alles rausschmeißen und vernünftig neu aufbauen, wenn ihr eh plant im Innenausbau zu renovieren (Wasser, Strom?)
Eurer Wandaufbau ist bei 70er Jahre (wenn vor 1978) vermutlich 11,5 oder 17,5 cm Kalksandstein (sieht man auf den Fotos), Zementmörtel in scharfer Mischung (ca. 1 cm), Klinker als Verblender. Damals übliche günstige Bauweise. Vielleicht wurden die 3 cm Styropor bereits beim Bau angebracht evtl. später, sieht aber nach Einbau bei Errichtung aus.
Außendämmung auf Klinkerfassaden würde ich auch nicht empfehlen.
Die Inndendämmung 3 cm unter Rigips ist leider die billigste und stümperhafteste Konstruktion die es gibt. Wenig Effekt durch nur 3 cm, bauphysikalisch vermutlich murks, da ohne Dampfbremse und wenn mit vielen Durchdringungen (Steckdosen, Schalter, etc.) und raumklimatisch ungünstig, da die Masse der Wände nicht mehr als Wärmespeicher zur Verfügung steht.
Ich würde empfehlen bis auf den Kalksandstein alles runterzunehmen und dann neu aufzubauen. Dabei kannst du dann kapillaraktive diffusionsoffene Dämmstoffe nehmen und diese in Platten an die Wand setzen. Holzfaserdämmplatten oder Hanfplatten bieten sich dort an. Dabei kannst du dann vorher Wasser, Heizung und Elektro vorher neu verlegen und z.B. Steckdosen einfach auf dem Kalksandstein anbringen und anschließend die Holzfaser drüber (bei 60 mm Stärke). Bei dickerer Dämmung nur die Kabel verlegen und anschließend geeignete Holzfaser-Dosen verwenden. Heizkörpernischen unbedingt auch bündig schließen.
Gibt keinen Schimmel, warmes Häusle, ökologisch unbedenklich und besseres Raumklima durch die hohe spezifische Wärmekapazität von Holzfaser. Als Putz und Farbe dann unbedingt auch diffusionsoffene Materialien wie Kalk- oder Lehmputz und Kalk- Lehm- oder Silikatfarbe verwenden.
Bei der Dämmstärke schreibt das Gebäudeenergiegesetz, anders als bei allen anderen Dämmungen, keine Mindeststärke vor. 6-8 cm führen bereits zu einem U-Wert von unter 0,5 und bei 10 cm erreichst du 0,3. Alles was darüber hinaus geht, geht dann stark auf Kosten des Wohnraums.
Das einzige, was überprüft werden sollte, sind die Fugen auf der Wetterseite der Außenwand. Die sollten gut in Schuss sein, ggf. erneuern lassen. Durch die kalten Außenwände kann hier Feuchte nicht mehr so gut abtrocken und ein Eindringen von Schlagregen sollte vermieden werden.
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