ᐅ Hanggrundstück gestalten - Erdarbeiten / Stützmauer kostenoptionen
Erstellt am: 28.04.22 09:27
K
Kamikatzekeepe
Hallo zusammen,
nachdem ich lange hier im Forum mitgelesen habe, möchte ich mich nun einmal auch mit meinen Anliegen melden.
Wir haben ein 600m2 Hanggrundstück in einem Neubaugebiet gekauft und sind aktuell in Endverhandlungen mit einem Fertighausanbieter.
Ich merke aber, dass das Grundstück nicht so einfach zu gestalten ist und daher die Grundstücks/Gartenplanung idealerweise bereits von Anfang an mitgedacht werden sollte.
Mich würde interessieren, was ihr zu unserem Konzept denkt und wie ihr weiter vorgehen würdet.
Ich habe 2 Bilder vom Grundstück angehängt (einmal von unten, einmal von oben) und einmal eine Visualisierung mit groben Höhenangaben zur Grundstücksplanung.
1. Grundstück hat 600m2 und ist etwa quadratisch mit 25x25m. Es hat einen Hang von West (Straßenseite) nach Ost von ca. 4m und einen Hang von Nord nach Süd von ca. 1,5m
2. Das Satteldachhaus wird 9x10m (2 Geschosser) mit 140m2 bieten plus Vollunterkellerung. Dabei liegt der Keller zum Westen (Straßenseite) ca. zur Hälfte frei und die Räume dorthin werden als Wohnräume ausgebaut.
3. Das Haus soll in die Nord/Ost Seite gerückt werden um max. viel Garten im Süden und Westen freizulegen.
4. Der Hauseingang soll auch im Norden sein, da wir nicht durch den Keller ins Haus gehen wollen. Die nördliche Seite wird also eine Auffahrt mit Carport vor der Haustür.
5. Die Einfamilienhaus ist gem. Bebauungsplan festgelegt. Bei Normierung des niedrigsten Punktes des Grundstücks auf 0m (Nord/West), wird die Einfamilienhaus also bei ca. 3m liegen.
6. Wenn ich davon 50cm Decke abziehe, 30cm Platz zwischen Decke und Fensteroberkante, 90cm Fensterhöhe und noch einmal 30cm für Abstand Boden zu Fensterunterkante, ergibt das ca. 2m die der Keller ggü. Einfamilienhaus freiliegen muss.
7. Damit gibt es also einen Höhenunterschied in unserem Garten von 2m zwischen der Westseite (vor dem Keller) und der Südseite (unsere Terrasse).
8. Ich frage mich jetzt, ob es geschickt ist 3 Ebenen (wie im Bild) einzuführen, oder ob man die 3m Höhe von der Südseite bis zur Straße zieht und dann einen rel. großen 2m Unterschied zum restlichen Garten hat. Wäre wohl deutlich günstiger, da wir deutlich weniger Deponiegebühren/Erdtransport zahlen müssten durch Aufschüttung. Dafür dann eine höhere Stützmauer zur Straße.
9. Gem. Bebauungsplan darf die Stützmauer max. 80cm hoch sein. Max 2 hintereinander mit 80cm Abstand. Der kann als Böschung im Verhältnis 1:1,5 ausgelegt werden.
10. Für einen Höhenunterschied von ca. 2m wird also ca. 1,6m Tiefe mit 2 Stützmauern benötigt.
11. Die Stützmauer Richtung Osten wird wahrscheinlich am aufwendigsten, da hier über die gesamte Länge nahezu 2m Höhe abgefangen werden müssen.
Fragen:
1. Wie würdet ihr das gestalten? Passt meine sehr grobe Visualisierung oder macht das keinen Sinn?
2. Mit welchen Kosten würdet ihr für die Stützmauern rechnen (insb. zum Osten hin, Straßenseite wären auch schon 1,5m wenn man die Höhe vom Südgarten bis zur Straßen ziehen würde)
3. Würdet ihr diese Themen mit dem Architekten der Fertighausfirma besprechen (mit dem wir noch keinen Kontakt hatten, stehen noch vor Vertragsunterzeichnung) oder gleich zum einem Garten- und Landschaftsbau (GALA-Bau) Fachmann? Ich will vermeiden, dass man die Planung zu spät angeht und sich nachher Sachen durch eine falsche Hauspositionierung verbaut.
Danke!!
Viele Grüße
Florian


nachdem ich lange hier im Forum mitgelesen habe, möchte ich mich nun einmal auch mit meinen Anliegen melden.
Wir haben ein 600m2 Hanggrundstück in einem Neubaugebiet gekauft und sind aktuell in Endverhandlungen mit einem Fertighausanbieter.
Ich merke aber, dass das Grundstück nicht so einfach zu gestalten ist und daher die Grundstücks/Gartenplanung idealerweise bereits von Anfang an mitgedacht werden sollte.
Mich würde interessieren, was ihr zu unserem Konzept denkt und wie ihr weiter vorgehen würdet.
Ich habe 2 Bilder vom Grundstück angehängt (einmal von unten, einmal von oben) und einmal eine Visualisierung mit groben Höhenangaben zur Grundstücksplanung.
1. Grundstück hat 600m2 und ist etwa quadratisch mit 25x25m. Es hat einen Hang von West (Straßenseite) nach Ost von ca. 4m und einen Hang von Nord nach Süd von ca. 1,5m
2. Das Satteldachhaus wird 9x10m (2 Geschosser) mit 140m2 bieten plus Vollunterkellerung. Dabei liegt der Keller zum Westen (Straßenseite) ca. zur Hälfte frei und die Räume dorthin werden als Wohnräume ausgebaut.
3. Das Haus soll in die Nord/Ost Seite gerückt werden um max. viel Garten im Süden und Westen freizulegen.
4. Der Hauseingang soll auch im Norden sein, da wir nicht durch den Keller ins Haus gehen wollen. Die nördliche Seite wird also eine Auffahrt mit Carport vor der Haustür.
5. Die Einfamilienhaus ist gem. Bebauungsplan festgelegt. Bei Normierung des niedrigsten Punktes des Grundstücks auf 0m (Nord/West), wird die Einfamilienhaus also bei ca. 3m liegen.
6. Wenn ich davon 50cm Decke abziehe, 30cm Platz zwischen Decke und Fensteroberkante, 90cm Fensterhöhe und noch einmal 30cm für Abstand Boden zu Fensterunterkante, ergibt das ca. 2m die der Keller ggü. Einfamilienhaus freiliegen muss.
7. Damit gibt es also einen Höhenunterschied in unserem Garten von 2m zwischen der Westseite (vor dem Keller) und der Südseite (unsere Terrasse).
8. Ich frage mich jetzt, ob es geschickt ist 3 Ebenen (wie im Bild) einzuführen, oder ob man die 3m Höhe von der Südseite bis zur Straße zieht und dann einen rel. großen 2m Unterschied zum restlichen Garten hat. Wäre wohl deutlich günstiger, da wir deutlich weniger Deponiegebühren/Erdtransport zahlen müssten durch Aufschüttung. Dafür dann eine höhere Stützmauer zur Straße.
9. Gem. Bebauungsplan darf die Stützmauer max. 80cm hoch sein. Max 2 hintereinander mit 80cm Abstand. Der kann als Böschung im Verhältnis 1:1,5 ausgelegt werden.
10. Für einen Höhenunterschied von ca. 2m wird also ca. 1,6m Tiefe mit 2 Stützmauern benötigt.
11. Die Stützmauer Richtung Osten wird wahrscheinlich am aufwendigsten, da hier über die gesamte Länge nahezu 2m Höhe abgefangen werden müssen.
Fragen:
1. Wie würdet ihr das gestalten? Passt meine sehr grobe Visualisierung oder macht das keinen Sinn?
2. Mit welchen Kosten würdet ihr für die Stützmauern rechnen (insb. zum Osten hin, Straßenseite wären auch schon 1,5m wenn man die Höhe vom Südgarten bis zur Straßen ziehen würde)
3. Würdet ihr diese Themen mit dem Architekten der Fertighausfirma besprechen (mit dem wir noch keinen Kontakt hatten, stehen noch vor Vertragsunterzeichnung) oder gleich zum einem Garten- und Landschaftsbau (GALA-Bau) Fachmann? Ich will vermeiden, dass man die Planung zu spät angeht und sich nachher Sachen durch eine falsche Hauspositionierung verbaut.
Danke!!
Viele Grüße
Florian
Kamikatzekeepe schrieb:
Mir ging es nicht um Grundrissdiskussionen vom Haus, sondern von der Anlage der Außenanlagen (die ggf. Einfluss auf die Position vom Haus haben) - möchte also alles bereits am Anfang gesamthaft durchdenken.Ja was denn nun: gesamthaft durchdenken oder nicht ? - dazu braucht es zwar (und ist sogar besser so) noch keinen fertig durchdeklinierten Grundriss, aber doch auch schon dessen Konzept. Abstrakte Teilüberlegungen sind nicht ganzheitlich !Den Fehler, hier mit Grundüberlegungs-Erstschritten "aufbauend" zu überlegen, machen hier viele Häuslebauer (ibs. Forennewbies); aber das auch noch "gesamthaft" zu nennen, ist neu 🙂
Im übrigen: 9 x 10 m Grundfläche geben knapp 110 qm Wohnfläche beim "Anderthalbgeschösser" und kommen dann mit einem Wohnkeller etwa auf die gewünschten 140.
Kamikatzekeepe schrieb:
Den schrif. Bebauungsplan findet man unter googelnGenau, Möckmühl Brandhölzle 3. BA ... OHNE Link !Inzwischen habe ich auch einen Lesetip für Dich ausgegraben: guckstdu zu @Guido1980 https://www.hausbau-forum.de/threads/grundrissplanung-einfamilienhaus-an-suedhanglage.30386/ - der hat zweihundert Meereshöhenmeter niedriger gelegen einen ähnlichen Hang und Bebauungsplan, und die Stellplatzlösung geschickter eingefädelt.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
K
Kamikatzekeepe28.04.22 15:51Crazy, eigentlich sollte per copy&paste nur der Name zum googeln rein und dann wurde das autom. verlinkt .. kann meinen Beitrag leider nicht bearbeiten anscheinend.
Grundriss ist natürlich auch geplant, mir ging es halt stark um die Gestaltung der Höhenunterschiede vom Grundstück und Kosten von Stützmauern.
Wie geschrieben, wird es 2 Vollgeschosse geben bei 9x10m mit 2,4m Kniestock. Damit sind es 140m2 ohne Keller.
Aktuelle Grundrissplanung mal angehängt für KG und EG ("lebt aber noch etwas").
Keller:

Erdgeschoss:

Grundriss ist natürlich auch geplant, mir ging es halt stark um die Gestaltung der Höhenunterschiede vom Grundstück und Kosten von Stützmauern.
Wie geschrieben, wird es 2 Vollgeschosse geben bei 9x10m mit 2,4m Kniestock. Damit sind es 140m2 ohne Keller.
Aktuelle Grundrissplanung mal angehängt für KG und EG ("lebt aber noch etwas").
Keller:
Erdgeschoss:
11ant schrieb:
Inzwischen habe ich auch einen Lesetip für Dich ausgegraben:Sodele, noch inzwischener habe ich auch in der Begründung (ab Seite 16) gelesen:Von den festgesetzten Erdgeschossfußbodenhöhen darf in einem bestimmten Umfang (max. 0,5 m) nach oben und unten abgewichen werden um den Bauherren ausreichend Spielraum in der Gestaltung der Eingangs- und Erdgeschosssituation zu gewahren. [...] Im Falle einer Errichtung eines Gebäudes auf zwei definierten Erdgeschossfußbodenhöhen ist zwischen den beiden Werten zu mitteln. Die Gebäude fügen sich so in den Verlauf des Straßenraumes ein. Ausnahmsweise können auch beide Erdgeschossfußbodenhöhen angewandt werden beispielsweise bei Doppelhäusern, welche auf zwei Erdgeschossfußbodenhöhen angelegt werden.
Ich sehe darin zum Einen eine ganz ordentliche Varianzbreite der möglichen Höhen, und zum Anderen sogar die Möglichkeit eröffnet, auch Split Level zu bauen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
K
Kamikatzekeepe28.04.22 16:29Ja genau, also von den 4m Höhenunterschied von West nach Ost. Liegt die Einfamilienhaus ziemlich in der Mitte. In meiner Darstellung sind die 0,5m schon eingerechnet. Wir wollen so hoch wie möglich bauen. Einerseits da wir dann die bessere Sicht ins Tal haben, andererseits da weniger Erde abgetragen werden muss.
Split Level wird aber nicht klappen. a) brauchen wir keinen Ausgang Richtung Westen und b) würde da sehr viel Erdabtrag mit hohen Kosten bedeuten c) liegen wir mit dem Ausgang dann sogar unter Straßenniveau.
Budget ist jetzt schon eher knapp. In Summe haben wir 750k. Grundstück ist da schon bezahlt.
Ich rechne:
Haus 140qm mit Keller: 500k
Baunebenkosten: 80k
Carport + Terrassenüberdachung: 30k
Außenanlagen (Pflastern, Stützmauern, Hecken etc.): 50k
Solaranlage: 25k
Kontrollierte-Wohnraumlüftung: 12k
Küche: 25k
Lampen/Möbel/etc.: 10k
Puffer: ca. 20k
100k bei den Außenanlagen wäre schon echt viel... gibt es da Varianten (auch mit anderer Hauspositionierung wie du schreibst), die günstiger wären?
Kannst du das mit den Einsparungen genauer erklären?
Kleiner als 140qm wird eher schwer. 40qm reiner Koch/Wohn/Ess-Bereich wollen wir schon haben.
Da häufig Familie zu Gast kommt, sind für das Gästezimmer auch ca. 12qm veranschlagt.
Größe der 2 Kinderzimmer ist uns auch wichtig mit ca. 16qm.
Das auf weniger als 140qm darzustellen ist etwas schwierig. Natürlich ist der Keller mit 2 Wohnräumen Richtung Westen (inkl. Fußbodenheizung) ein kleiner Luxus für Hobbyraum / 2. Büro.
Wie könnte man bei der Auffahrt Geld sparen? Am Ende muss diese ja schon recht breit sein, damit Auto neben Hauseingang geparkt werden kann und gleichzeitig mit Eingangspodest auch noch genug Platz da ist.
Split Level wird aber nicht klappen. a) brauchen wir keinen Ausgang Richtung Westen und b) würde da sehr viel Erdabtrag mit hohen Kosten bedeuten c) liegen wir mit dem Ausgang dann sogar unter Straßenniveau.
Budget ist jetzt schon eher knapp. In Summe haben wir 750k. Grundstück ist da schon bezahlt.
Ich rechne:
Haus 140qm mit Keller: 500k
Baunebenkosten: 80k
Carport + Terrassenüberdachung: 30k
Außenanlagen (Pflastern, Stützmauern, Hecken etc.): 50k
Solaranlage: 25k
Kontrollierte-Wohnraumlüftung: 12k
Küche: 25k
Lampen/Möbel/etc.: 10k
Puffer: ca. 20k
100k bei den Außenanlagen wäre schon echt viel... gibt es da Varianten (auch mit anderer Hauspositionierung wie du schreibst), die günstiger wären?
Kannst du das mit den Einsparungen genauer erklären?
Kleiner als 140qm wird eher schwer. 40qm reiner Koch/Wohn/Ess-Bereich wollen wir schon haben.
Da häufig Familie zu Gast kommt, sind für das Gästezimmer auch ca. 12qm veranschlagt.
Größe der 2 Kinderzimmer ist uns auch wichtig mit ca. 16qm.
Das auf weniger als 140qm darzustellen ist etwas schwierig. Natürlich ist der Keller mit 2 Wohnräumen Richtung Westen (inkl. Fußbodenheizung) ein kleiner Luxus für Hobbyraum / 2. Büro.
Wie könnte man bei der Auffahrt Geld sparen? Am Ende muss diese ja schon recht breit sein, damit Auto neben Hauseingang geparkt werden kann und gleichzeitig mit Eingangspodest auch noch genug Platz da ist.
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