Hallo
Wer von Euch, Baut wie wir bald ein Haus, das bzgl. Fensterisolation und auch Fassadendämmung sehr gute bzw. hohe Werte aufweist (also sehr dichte Gebäudehülle ).
Nun haben wir gelesen, dass allzu gut gedämmte Häuser über einen eher zu geringen Luftaustausch verfügen, da kaum mehr eine natürliche Luft-Umwälzung statt findet. Bei minergie-zertifizierten Gebäuden soll dieses Problem mit einer kontrollieren Wohnungslüftung gelöst werden. Eine solche ist bei uns aber standardmässig nicht geplant und wir wollten eigentlich aus Kostengründen und auch anderen Überlegungen darauf verzichten!
Da wir beide berufstätig sind, werden die Fenster tagsüber wohl oft über längere Zeit komplett geschlossen bleiben. Meine Frage nun: müssen wir nun riskieren, in unserem Eigenheim permanent schlechte Luft und unangenehmes Raumklima oder sogar Feuchtigkeitsprobleme (nasse Fenster im Winter) zu haben?
Hat von Euch jemand konkrete Erfahrungen damit oder ist "vom Fach"?
Wer von Euch, Baut wie wir bald ein Haus, das bzgl. Fensterisolation und auch Fassadendämmung sehr gute bzw. hohe Werte aufweist (also sehr dichte Gebäudehülle ).
Nun haben wir gelesen, dass allzu gut gedämmte Häuser über einen eher zu geringen Luftaustausch verfügen, da kaum mehr eine natürliche Luft-Umwälzung statt findet. Bei minergie-zertifizierten Gebäuden soll dieses Problem mit einer kontrollieren Wohnungslüftung gelöst werden. Eine solche ist bei uns aber standardmässig nicht geplant und wir wollten eigentlich aus Kostengründen und auch anderen Überlegungen darauf verzichten!
Da wir beide berufstätig sind, werden die Fenster tagsüber wohl oft über längere Zeit komplett geschlossen bleiben. Meine Frage nun: müssen wir nun riskieren, in unserem Eigenheim permanent schlechte Luft und unangenehmes Raumklima oder sogar Feuchtigkeitsprobleme (nasse Fenster im Winter) zu haben?
Hat von Euch jemand konkrete Erfahrungen damit oder ist "vom Fach"?
H
holly-wood03.01.08 16:28@patbone
Danke für Deine rasche Antwort. Das mit der Minergievorschrift stammt nun ja nicht aus meinem Munde, sondern die kommt von Ulrich Nyffenegger, Amt für Umweltkoordination des Kanton Bern, anlässlich dieser Minergie Tagung.
Deine Aussage, dass so ein Minergiehaus mit Ölheizung gebaut werden kann stimmt schon, allerdings muss man dies dann auch in die jeweilige richtige Relation setzen. Bei einem Minergie Einfamilienhaus mit Ölfeuerung liegt der Prozentanteil unter 2.5 %.
In Punkto "Zwangslüftung" oder der Komfortlüftung gibt es viele Vorurteile. Bei uns stehen halt im Sommer die Fenster immer offen dafür wird die Lüftung ausgeschaltet. Auch während der Übergangszeit und bei schönem Wetter ist die Terrassentür immer sperangelweit offen...
Es geht uns doch vor allem darum, die Lüftungsverluste - also um die verlorene Energie, die wieder ins Haus zurück gebracht werden muss. Eine Komfortlüftung mit einer Wärmerückgewinnung von 85% vermindert halt diese Verluste um ein Mehrfaches! Für eine kontrollierte Lüftung brauchts keine Klimaanlage und es gibt auch keine Zugs-Erscheinungen.
Lüftungskanäle auch in eine Betondecke einzuplanen finde ich kein Problem. Das wird auch oft gemacht gemacht. Ansonsten gibt es ja noch andere Lüftungssysteme - nämlich die Dezentralen. Wir haben ein solches System bei uns. Dezentrale Lüstungs-Geräte mit Wärmerückgewinnung lassen sich ja auch nachträglich noch einbauen. Da gibt es auch verschiedene Anbieter auf dem Markt. Hier beispielsweise ein Link zu einer sehr interessanten Homepage eines deutschen Passivhaus Besitzers.
Danke für die spannende Diskussion
Danke für Deine rasche Antwort. Das mit der Minergievorschrift stammt nun ja nicht aus meinem Munde, sondern die kommt von Ulrich Nyffenegger, Amt für Umweltkoordination des Kanton Bern, anlässlich dieser Minergie Tagung.
Deine Aussage, dass so ein Minergiehaus mit Ölheizung gebaut werden kann stimmt schon, allerdings muss man dies dann auch in die jeweilige richtige Relation setzen. Bei einem Minergie Einfamilienhaus mit Ölfeuerung liegt der Prozentanteil unter 2.5 %.
In Punkto "Zwangslüftung" oder der Komfortlüftung gibt es viele Vorurteile. Bei uns stehen halt im Sommer die Fenster immer offen dafür wird die Lüftung ausgeschaltet. Auch während der Übergangszeit und bei schönem Wetter ist die Terrassentür immer sperangelweit offen...
Es geht uns doch vor allem darum, die Lüftungsverluste - also um die verlorene Energie, die wieder ins Haus zurück gebracht werden muss. Eine Komfortlüftung mit einer Wärmerückgewinnung von 85% vermindert halt diese Verluste um ein Mehrfaches! Für eine kontrollierte Lüftung brauchts keine Klimaanlage und es gibt auch keine Zugs-Erscheinungen.
Lüftungskanäle auch in eine Betondecke einzuplanen finde ich kein Problem. Das wird auch oft gemacht gemacht. Ansonsten gibt es ja noch andere Lüftungssysteme - nämlich die Dezentralen. Wir haben ein solches System bei uns. Dezentrale Lüstungs-Geräte mit Wärmerückgewinnung lassen sich ja auch nachträglich noch einbauen. Da gibt es auch verschiedene Anbieter auf dem Markt. Hier beispielsweise ein Link zu einer sehr interessanten Homepage eines deutschen Passivhaus Besitzers.
Danke für die spannende Diskussion
Wir werden bei uns eine Komfortfüftung einbauen lassen und unser Holzhaus Minergie zertifizieren lassen.
Eine Komfortlüftung hat aber nichts mit einer Klimaanlage zu tun! Man spürt da auch keine Zugluft (ausser man dreht halt ordentlich auf!).
Sie dient, wie schon geschrieben wurde, nur zur Luftzirkulation und wirkt Energieverlusten wie beispielsweise durch das Fensterlüften entgegen.
Die heutigen luftdichten Gebäudehüllen brauchen, wie hier auch schon geschrieben wurde, einen ständigen Luftaustausch, damit da keine Feuchtigkeitsschäden auftreten (auch bei Holzhäusern). Gerade hat uns da wieder so ein Architekt (nicht unserer) von seinem eigenen Haus erzählt, welches zehn jährig sein soll, sehr dicht gebaut sei und keine Lüftung habe: Schimmelbildung und ungesundes Raumklima.
Wir sind jedenfalls davon überzeugt, dass wir da die Mehrkosten unbedingt tragen wollen und dass heutzutage eine Komfortlüftung zum heutigen (und vor allem auch zukünftigen) Wohnstandard gehört.
Überzeugt hat uns vor allem in der Theorie die HOVAL-Homevent. Gibt es hier im Forum auch jemanden mit Erfahrungen zu diesem Gerät?
Eine Komfortlüftung hat aber nichts mit einer Klimaanlage zu tun! Man spürt da auch keine Zugluft (ausser man dreht halt ordentlich auf!).
Sie dient, wie schon geschrieben wurde, nur zur Luftzirkulation und wirkt Energieverlusten wie beispielsweise durch das Fensterlüften entgegen.
Die heutigen luftdichten Gebäudehüllen brauchen, wie hier auch schon geschrieben wurde, einen ständigen Luftaustausch, damit da keine Feuchtigkeitsschäden auftreten (auch bei Holzhäusern). Gerade hat uns da wieder so ein Architekt (nicht unserer) von seinem eigenen Haus erzählt, welches zehn jährig sein soll, sehr dicht gebaut sei und keine Lüftung habe: Schimmelbildung und ungesundes Raumklima.
Wir sind jedenfalls davon überzeugt, dass wir da die Mehrkosten unbedingt tragen wollen und dass heutzutage eine Komfortlüftung zum heutigen (und vor allem auch zukünftigen) Wohnstandard gehört.
Überzeugt hat uns vor allem in der Theorie die HOVAL-Homevent. Gibt es hier im Forum auch jemanden mit Erfahrungen zu diesem Gerät?
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