Hallo zusammen,
ich bin etwas unverhofft über einen relativ günstigen Bauplatz in einem Neubaugebiet in meiner Wunschregion gestolpert.
Konkret ist es ein 720qm Grundstück für ca. 86.000€ zzgl. technischer Erschließung (Wasser/Abwasser, Strom, Telekommunikation, gesamt ca. 12.000€?) und Kaufnebenkosten (ca. 6.800€).
Ich hätte aktuell ca. 80k€ liquidierbares Eigenkapital zur Verfügung.
Der ganz grobe Plan für das Gesamtprojekt sieht max. 550.000€ für ein Einfamilienhaus mit ca. 150m2 vor.
Nun stellt sich die Frage, ob ich
Option 1) das Grundstück mithilfe eines Konsumentenkredits direkt kaufe. Dadurch müsste ich anschließend nur die Baukosten finanzieren, diese dafür aber zu 100% (+ Außenanlagen, Küche etc.) oder
Option 2) ich auf schnellstem Wege zur Bank gehe und mit denen über eine Immobilienfinanzierung für das Gesamtprojekt Grundstück + Hausbau spreche. Dort könnte ich meine 80k€ als Eigenkapital mit einbringen, hätte aber logischerweise die entsprechend höhere Finanzierungssumme.
Bei Option 2 hätte ich das Problem, dass ich noch gar keinen konkreten Finanzierungsbedarf kenne, da ja noch nichts geplant ist. Wie läuft sowas denn üblicherweise?
Was spricht aus eurer Sicht für oder gegen diese beiden Optionen? Gibt es weitere, die ich gerade noch nicht sehe?
Mein Bauchgefühl tendiert irgendwie zu Option 1, einfach weil ich das Grundstück damit schonmal gesichert hätte und schlechtestenfalls auch einfach wieder verkaufen könnte, falls mir irgendetwas den geplanten Bau verhagelt.
Danke schonmal für euer Feedback,
Stefan
ich bin etwas unverhofft über einen relativ günstigen Bauplatz in einem Neubaugebiet in meiner Wunschregion gestolpert.
Konkret ist es ein 720qm Grundstück für ca. 86.000€ zzgl. technischer Erschließung (Wasser/Abwasser, Strom, Telekommunikation, gesamt ca. 12.000€?) und Kaufnebenkosten (ca. 6.800€).
Ich hätte aktuell ca. 80k€ liquidierbares Eigenkapital zur Verfügung.
Der ganz grobe Plan für das Gesamtprojekt sieht max. 550.000€ für ein Einfamilienhaus mit ca. 150m2 vor.
Nun stellt sich die Frage, ob ich
Option 1) das Grundstück mithilfe eines Konsumentenkredits direkt kaufe. Dadurch müsste ich anschließend nur die Baukosten finanzieren, diese dafür aber zu 100% (+ Außenanlagen, Küche etc.) oder
Option 2) ich auf schnellstem Wege zur Bank gehe und mit denen über eine Immobilienfinanzierung für das Gesamtprojekt Grundstück + Hausbau spreche. Dort könnte ich meine 80k€ als Eigenkapital mit einbringen, hätte aber logischerweise die entsprechend höhere Finanzierungssumme.
Bei Option 2 hätte ich das Problem, dass ich noch gar keinen konkreten Finanzierungsbedarf kenne, da ja noch nichts geplant ist. Wie läuft sowas denn üblicherweise?
Was spricht aus eurer Sicht für oder gegen diese beiden Optionen? Gibt es weitere, die ich gerade noch nicht sehe?
Mein Bauchgefühl tendiert irgendwie zu Option 1, einfach weil ich das Grundstück damit schonmal gesichert hätte und schlechtestenfalls auch einfach wieder verkaufen könnte, falls mir irgendetwas den geplanten Bau verhagelt.
Danke schonmal für euer Feedback,
Stefan
S
SaniererNRW12304.09.22 14:08driver55 schrieb:
2% Konsumer und 4% Immo? Kann ich nicht glauben. (Auch wenn die Summen und Laufzeiten natürlich komplett unterschiedlich sind.)Ist aber tatsächlich so. Kannst ja mal auf Vergleichsportale gehendriver55 schrieb:
2% Konsumer und 4% Immo? Kann ich nicht glauben. (Auch wenn die Summen und Laufzeiten natürlich komplett unterschiedlich sind.)Ist aber auch nicht wirklich entscheidend. Vor Hausbau ist das so oder so getilgt.Konntest du auch nicht verstehen, weil ich mich komisch ausgedrückt habe. Ich meinte Kaufpreis minus Eigenkapital gleich "übrige schuld". Bei zwei Jahren ist es nämlich echt fast egal wie du das finanzierst. Ab kauf beginnt dann wohl die verbindliche Planung. Bis zum Baubeginn gehen eh noch etliche Monate ins Land. Bei 25k würde ich auf eine Grundschuld verzichten wollen, da es auch kosten verursacht. Also kaufen und maximal schnell abzahlen.
stefan_baut schrieb:
Vielen Dank euch allen für euer Feedback. Gut zu wissen, was man alles nicht weiß 😉
Ich lese als Tenor heraus, dass man sich das Grundstück sichern und einzeln finanzieren sollte, anschließend in die konkrete Hausplanung geht und mit dem dann identifizierten Finanzierungsbedarf in die Hausfinanzierung geht. Ggf. inkl. Ablösung des Grundstückskredits, falls das bis dahin noch nicht abgezahlt sein sollte.
Ob es dann ein Konsumentenkredit oder ein variabler oder kurzfristiger Immobilienkredit wird, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Müsste ich mir also einmal genau durchrechnen, wenn es ernst wird.
Könnte es auch Sinn machen, das Grundstück (nahezu) ohne Eigenkapital-Einsatz zu 80-100% variabel zu finanzieren, und dann den variablen Kredit durch einen Gesamtkredit abzulösen? Oder ist das vielleicht sogar dringend notwendig, um das Eigenkapital für nicht finanzierbare Teile des Hausbaus (Baunebenkosten, Küche etc.) zurückzuhalten?
Du schreibst, dass bei einer variablen Finanzierung die Kosten höher sind als beim Privatkredit. Ist das grundsätzlich so oder "nur" deine Vermutung durch die aktuelle Zinsentwicklung? Oder weil in dieser Rechnung auch die Grundschuldbestellung eingepreist ist, die beim Privatkredit wegfällt?
Ich würde bei 25k€ Kredit von einer Laufzeit von 18-24 Monaten ausgehen.
Deinen zweiten Satz verstehe ich in dem Kontext leider nicht. Die "übrigen Schulden" wären ja dann die Immobilienfinanzierung für den Hausbau, das wird dann logischerweise ein normales Annuitätendarlehen.also variabler Kredit bei Baufinanzierung liegt aktuell zwischen 3% und 5%, je nach Bank.
und dann muss man hier Grundschulden eintragen beim Notar + Amtsgerichtkosten, somit sind die Gesamtkosten viel zu hoch, wenn man sich überlegt, dass man den Betrag auch schnell zurückzahlen kann.
dann wäre ein Privatkredit mit 3% um einiges günstiger. Auch mit 4% wäre es günstiger