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Tobinger90

Grundsatzfragen zum Hausbau - Welches Hauskonzept?

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Hallo zusammen,

wir sind in der glücklichen Lage ein Baugrundstück zu besitzen und stehen jetzt vor der Qual der Wahl. Seit einigen Monaten recherchieren wir nun, fahren zu Musterhäusern und lesen fleissig in Foren. Über Grundrisse und Ausstattungen kann man ja unterschiedlicher Meinung sein und je nach Geldbeutel und Geschmack sind die Möglichkeiten schier grenzenlos.

Aber bei der grundsätzlichen Frage wie man heute preisgünstig, effizient und vor allem gesund bauen sollte, müsste es doch zumindest einen groben Konsens geben! Nach allem was wir bisher gelesen haben, würden wir wohl am liebsten ein Thoma Haus (36er Holz100 Wände) bauen, was aber finanziell nicht drin sein dürfte.

Wenn wir nach Alternativen suchen, bekommt man immer gesagt das KFW40 nicht möglich sei, Diffussionsoffen gar nicht geht und man unbedingt eine KWL benötigt. Dann sucht man weiter und landet bei so "alternativen" wie den LowTec Bio Solar Häusern. Das ist mir dann aber auch wieder zu extrem.

Wir wollen ein schadstofffreies Haus bauen und da ist der Verzicht auf unterschiedliche Stoffe der beste Weg, wenn man sicher gehen will, dass nicht doch in ein paar Jahren irgendwas neues gefunden wird was dann doch nicht so toll war. Da macht ein reines Holzhaus schon irgendwie sinn.

Dann heißt es wieder Solarthermie rechnet sich nicht, also PV aufs Dach. Um das sinnvoll zu nutzen brauchts eine Wärmepumpe und dann werden wieder Luft-Luft-Wärmepumpen angeboten weil Erdwärme mit Flächenheizung so viel teurer ist. Also entweder eine Bank ausrauben oder Kompromisse eingehen.

Und genau nach denen suchen wir jetzt. Wer hat sich aus welchen Gründen für ein bestimmtes Hausbaukonzept entschieden und warum? Braucht es unbedingt eine Folie in der Außenhülle? Welche Heiz- und Dämmtechnik rechnet sich heute tatsächlich noch? Und wie sorge ich für ein möglichst gesundes Klima im Haus?

Danke & Viele Grüße
Luftpumpe
 
Wieso Folie? Die kommt nur aufs Dach, da geht es nicht ohne.
Stein plus Glaswolle plus Luftschicht plus Klinker ist ziemlich öko, finde ich.

Klima im Haus: altes Fachwerk mit Lehmputz, das soll angeblich das Beste sein.

Wir sind mit unserer oben beschrieben Wand mit konventionellem Innenputz und einer KWL jedenfalls sehr zufrieden.


Wo liegt denn Eure Obergrenze... wäre ganz sinnvoll um was zu raten.
 
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Oder mal den Marketingquatsch „Wohngesund“ vergessen und ein ganz normales Haus bauen, wir alle anderen auch. Wände atmen übrigens auch nicht, als zweiten Tipp.

Konsens gibt es da nicht, weil jeder diesen Blödsinn für seinen eigenen Baustoff begründbar reklamiert. Weil natürlich niemand (bewusst) verbotene Stoffe verbaut, kann es auch jeder behaupten.

Holz per se Wohngesund? Aha, keine Kleber und Leime drin? Elektrokabel mit Liebe ummantelt anstatt ner Isolierung?

Grundsätzlich geht das schon aber der Geldbeutel muss stimmen. Da sind 5-10T€ Preisunterschied im Heizsystem noch dein kleinstes Problem.Nix von der Stange, alles special.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Ohje da gibt es kein richtig und kein falsch

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Budget - ENEV mit Gas und Solar, Fensterfalzlüftung

Passivhaus - Wärmepumpe und KWL (Fensterfalzlüftung geht nicht) Solar mach bei Wärmepumpe nicht mehr so viel sinn, PV geht logischerweise. Durch Wärmepumpe wird sich die Wirtschaftlichkeit nicht massiv erhöhen.

Keine Folie in der Wand, damit ist Holzständer raus

Wohngesundesbauen, da gibt es Firmen die das anbieten. Ja dein Haus ist vor Einzug fast frei von Formaldehyd etc. Es wird auf heute bekannte Schadstoffe oder in verruf geratene Stoffe verzichtet. Was nicht heißt dass morgen ein so guter toller Ersatzstoff nicht doch als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Wer darauf Wert legt - der soll aber auch konsequent seine Möbel, Deko, Kleidung etc danach ausrichten.

Alles zusammen wird sich ausschließen.
 
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Keine Folie in der Wand, damit ist Holzständer raus
Da wir mit Holzständer ohne Folie bauen, widerspreche ich mal. Wir bauen übrigens auch ohne Lüftungsanlage, aber das ist ja Glaubensfrage. Unser Unternehmen baut zum überwiegenden Teil ohne Lüftungsanlage, und das problemfrei. Aber ich arbeite eh von zuhause und kann bei Bedarf viel lüften, insoweit muss auch das jeder selbst entscheiden.

Grundsätzlich: bei Wohngesund hat jeder seine eigene Ansicht. Zusammen mit dem Aspekt Klimaschutz haben wir uns für Holz entschieden. Der Dämmstoff ist ebenfalls verprasstes Holz. Aber die Steinefraktion (zumindest monolithisch) hat auch gute Argumente und da muss man einfach seinen Weg gehen.

Klar sollte dir sein: Sind einem diese Punkte wichtig, wird es tendenziell etwas teurer.
 
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