Grundriss Stadtvilla/Feedback (Statik, Praxis, Anordnung etc.)

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Durchs Schlafzimmer bedeutet 2 Türen zu öffnen und zu schließen. Habt ihr schon Kinder? Wenn ne Tür aufgeht biste hellwach - weil du denkst der Zwerg steht da,...
Mir sind beide OG's zu verwinkelt. Das EG mit dem HWR finde ich besser, wie ypg finde ich die Lösung Büro / Fernsehecke nicht gelungen. Die Fernsehecke ist zu klein - im Büro geht die Türe falsch auf.
 
Ich finde es eigentlich garnich so schlecht, wenn sich Bauherren auch zeichnerisch ein Bild über ihr zukünftiges Zuhause machen.
Das kann helfen, die eigenen Wünsche zu ergründen.

ABER: Es setzt voraus, daß man extrem selbstkritisch an die Sache herangeht, und es muß auch klar sein, daß dies nicht die Basis für einen professionellen Entwurf sein kann.

Ebenso muß klar sein, wie es weiter gehen soll. Geht man zu einem Architekten, sollte man ihm den Eigenentwurf nicht zeigen, da dessen Kreativität eingeschränkt wird, hier ist nur die Liste mit Anforderungen wichtig. Geht man zu einem GÜ, BU oder ... und zeigt den Eigenentwurf, kann es sein, daß Ihr auch für den größten Mist in den Himmel gelobt werdet, und die Hütte gebaut wird, schnell verdientes Geld.

Deshalb erst mal eine Frage: Wie soll es danach weiter gehen?
Momentan ist der Entwurf noch weit von der Qualität eines lieblosen, nicht die Bauherrenwünsche und Gegebenheiten beachtenden Kataloggrundrisses entfernt.

Grüße
WD
 
N

NZiege

Guest
Vielen Dank erst mal wieder.

Also wir lassen unser Haus von einem Architekten planen. Dieser hat bereits einen ersten Entwurf gestaltet. Hierfür sollten wir nur angeben, welche Zimmer und welche Größenaufteilungen wir haben wollen.
Der Entwurf war daraufhin der Inbegriff von "quadratisch, praktisch, gut" und die Zimmergrößen entsprachen auch nicht unseren Wünschen. (s. Anhang) Für morgen früh steht nun der zweite Termin mit dem Architekten an. Hier sollen dann eben unsere Vorstellungen, was sich ändern muss, besprochen werden.


Die Zeichnung, die wir hier erstellt haben, gibt einfach nur die Kombination aller unserer klar definierten Ziele aus. Manche Ecken sind so perfekt nach unseren Wünschen gestaltet, andere wurden eben "passend gemacht / angepasst", so wie die Büro / Wohnzimmer Ecke, welche nicht optimal ist. Und genau bei diesen Problemen hoffen wir auf die Hilfe des Architekten.

Wir hatten uns gedacht, zu diesem Gespräch unseren Grundriss mitzubringen, und anhand von einzelnen Abschnitten unsere Wünsche zu verdeutlichen. z.B. die Vorsprünge im Ess- und Wohnbereich. Oder die Anordnung der Küche. Die Gestaltung des OG hingegen ist uns verhältnismäßig egal. Am liebsten natürlich schön praktisch, gleichzeitig ohne Platz zu verschwenden, mit geraden Wänden und bestenfalls gut geschnittene Räume. Aber das schaffen wir einfach nicht. Hier hoffen wir wieder auf den Architekten.
In welche Richtung die Türen sich öffnen hatten wir noch gar nicht berücksichtigt. Erstmal nur, dass noch eine Tür in die Wand passt. Da müsste man sicher noch Detailarbeit leisten.
Veranschlagt haben wir 300.000 EUR. Grundstück ist bereits vorhanden. Wir Leben auf dem Land. Eigenleistungen und Hilfe von Freunden haben wir nicht berücksichtigt.

Kinder haben wir noch nicht.

Vorgegeben haben wir dem Architekten:
Wohnzimmer, Esszimmer, Küche: ca. 55 qm (wovon Küche ca. 11 qm), offene Gestaltung, mit Kamin zu beiden Richtungen. Küche mit Kochinsel oder Tresen in den Raum. HWR an Küche und Garage.
Büro: 12-15 qm
WC: 2 qm
Flur: egal, so klein wie möglich bei ausreichend Platz für den Empfang von Gästen

Kind 1 und 2: ca. 15 qm
Schlafen: 12-14 qm
Bad: 14 qm
Ankleide: ca. 10-12 qm
Kinderbad: ca. 5 qm

Inkl. Flur sollten wir damit unter den 160qm Grenze bleiben. Der HWR von geplanten 15 qm kommt on top. Der erste Entwurf des Architekten kommt dem also nicht wirklich nahe. Und genau das war für uns der Auslöser, selbst zu zeichnen.

Darüber hinaus hatten wir uns folgende Sichpunkte (und vieles mehr für den Innenausbau) notiert:

Bauart: Einfamilienhaus
Baustil: zwei Vollgeschosse, Typ „Stadtvilla“
mit Vorsprüngen / Erkern zur Auflockerung der Fassade, gerade Ess- und Wohnbereich
Eingangsbereich als Erker über beide Geschosse
Dachform: Zelt- oder Walmdach
Dachüberstand 1m und mehr
Raumhöhe: 2,50
Keller: nein
Dachboden: ja, als Lagerraum, kein geplanter Ausbau
Fassade: Putz (weiß, altweiß, ins beige / braune) als Kombination mit evtl. farbigem dunklen Putz, Klinker oder Elementplatten (große Platten in Richtung Naturstein o.ä.) an den Vorsprüngen
Garage: eine Doppelgarage mit Verbindung ins Haus (über HWR)
Terrassen: ja, Südausrichtung an Wohn- und Esszimmer sowie Küche
Balkon: nein
Fenster: bodentief, groß, gerade zum Garten hin
Schiebetüren zum Garten
auch horizontal ausgerichtete Fenster möglich
evtl. Lichtbänder über zwei Etagen in Richtung Garten und Eingang

Jalousien: Wenn möglich, ja

Treppe: Im Eingangsbereich / Flur
massiv

Technik: LED Beleuchtung
Leerrohre im gesamten Haus in ausreichender Menge
Datenkabel -> später intelligentes Haus
Steckdosen in den Fensterlaibungen

Stil Innen: offen, hell, wenig Türen
dominiert von hellen Farben, dunklen Böden (Holzoptik)
geradlinig
viel Glas
Wände innen verputzt

Erdgeschoss:
Wohnen, Essen, Küche, Gäste-WC, Flur / Treppe, Büro, HWR


  • offener Wohn-Ess-Küchenbereich, evtl. Schiebetür zwischen Wohnzimmer und Esszimmer/Küche
  • Tresen der Küche in den Raum gezogen als Raumteiler und Sichtschutz zum Esstisch (oder Kochinsel)
  • freistehender Kamin / Ofen an kleiner Trennwand innerhalb des Wohnzimmers

Obergeschoss:
Schlafen, Ankleidezimmer, Bad, Kinderzimmer 1, Kinderzimmer 2, Kinder-Bad, Abstellraum


  • Ankleideraum an Bad und Schlafzimmer als Einheit
  • kleiner Abstellraum für Staubsauger etc.
  • Kinderzimmer- und Bad werden erst bei Bedarf ausgebaut


Glaubt ihr, es ist besser, ohne unseren Grundriss ins Gespräch zu gehen, obwohl wir für Teilbereiche des Hauses wirklich bereits detaillierte Wünsche haben?
Der Grundriss ist definitiv nicht perfekt und auch nicht die absolute Weisheit. Für jeden Problembereich sind wir offen für Lösungen. Wir wollten hiermit nur den Stil, die Art des Baus, die grobe Aufteilung abstecken.
 

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Danke für den Beitrag.

Auch wenn Stadtvillen momentan beliebt sind und Vorteile bieten, sollte man doch mal überlegen, ob sie wegen der eher quadratischen Abmessungen wirklich zum Grundstück und zu eurer Lebensweise passen. Hier sehe ich einen Widerspruch zu einer Raumhöhe von nur 2,5 m. Da ist es bei großen Räumen mit zunehmender Entfernung zum Fenster doch etwas dunkel und große Räume wirken drückend.

Die Treppe im Eingangsbereich ist auch wegen des hereingetragenen Schmutzes, durch den man evtl. durchläuft etwas unschön, daher überlegen den Antritt hinter einer ausreichend großen Garderobe zu planen.

Gefangene Räume wie in eurem und dem Architektenentwurf machen selten Sinn und stören die Bewohner. Mir gefällt z.B. Ein Elterntrakt, kleiner Vorflur, Ankleide geradeaus, Bad links, Schlafzimmer rechts.

Ich würde euren Grundriss nicht zeigen, weist mit euren Erkenntnissen auf die Knackpunkte hin, der Architekt muß so lange planen, bis es passt.

Grüße
WD
 

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