Gesundes Raumklima bei mindestens 24° C?

"Dämmung / Isolation" erstellt 30. 07. 2018.

Gesundes Raumklima bei mindestens 24° C? 4.7 5 3votes
4.7/5, 3 Bewertungen

  1. Humpatz

    Humpatz

    30. 07. 2018
    2
    1
    Unser Haus wurde Ende 2005 fertiggestellt, die damals geltenden Vorschriften bzgl. der Wärmedämmung waren da gewiss noch nicht so streng, wie sie heute sind, und trotzdem ärgere ich mich über die in meinen Augen vollkommen übertriebene Dämmung.

    Vor ein paar Wochen, als es morgens noch angenehm kühl war, habe ich das Erdgeschoss mal testweise durch Querlüften auf 20° C abkühlen lassen. Nachdem ich alle Fenster wieder geschlossen hatte, dauerte es keine Stunde, bis die Temperatur wieder auf 24,4° C (!) gestiegen war - es bedarf wohl keiner Erwähnung, dass
    - alle Heizungen auf Null standen
    - eine solche Temperatur auf Dauer nicht gesund sein kann.

    Besonders eklatant ist der Dämmungswahn natürlich im Dachgeschoss zu spüren, Temperaturen von 30° C sind bei ähnlichen Außentemperaturen die Regel.
    Nach reiflicher Überlegung habe ich vor kurzem im DG (ich arbeite ausschließlich von zuhause aus) eine Inverter-Klimaanlage installieren lassen, definitiv eine shr große Verbesserung der Wohnqualität.
    Inwieweit sich dies allerdings - auch angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Höchsttemperaturen (Klimawandel) - mit der grundsätzlich guten Idee der Senkung der Energiekosten vereinbaren lässt...

    Gibt es noch andere Möglichkeiten, die Grund-Temperatur im Haus auf ein gesundes Maß (21-22°C) abzusenken?

    PS: Es gibt zahlreiche Suchergebnisse, wenn man nach "Irrsinn Wärmedämmung" googelt... ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. 07. 2018
    11ant gefällt das.
  2. Die Seite wird geladen...


  3. Alex85

    Alex85

    21. 07. 2016
    4.063
    1.228
    Dass trotz Lüften schnell eine höhere Temperatur wiederhergestellt wird, liegt an der Masse des Gebäudes. Wenn die Wände, Estrich, Beton 24 Grad haben kannst du noch soviel Lüften.

    Natürlich wirkt die Dämmung dort mit rein, aber in beide Richtungen. Ist es drinnen erst einmal ordentlich warm, bekommst du es nicht so leicht kühl. Dafür braucht es länger im Sommer innen hohe Temperaturen zu erreichen, in die Richtung wirkt die Dämmung eben auch verzögernd.
    Neben Kühlmaßnahmen hilft vorallem die Wärme draußen zu lassen. Fenster/Türen zu halten, von außen verschatten (Rolläden etc.).
     
    Kekse gefällt das.
  4. Bookstar

    Bookstar

    7. 01. 2014
    865
    230
    Verstehe ich nicht. Umso besser ein Haus gedämmt ist, umso Kühler ist es auch IM Sommer. Wie kommst du zu einem anderen (falschen) Ergebnis?
     
  5. tomtom79

    tomtom79

    2. 06. 2014
    1.648
    318
    Theoretisch, aber praktisch wirken so viele wärmequellen im sommer auf das Raumklima ein das es zwangsläufig immer warm wird.
     
  6. haydee

    haydee

    3. 04. 2012
    1.979
    823
    Passivhaus. (Extensiver "Dämmwahn")
    EG 22° unter der Woche, 24° am Wochenende (viel Besuch teilweise 10 Personen, offene Terrassentüre)
    OG 23°

    Tagsüber verschatten, wenn die Sonne zu den Fenstern rein kommt. Lüftungsanlage ist Außentemperatur geregelt und schaltet sich automatisch ein und aus. Allerdings lüfte ich Nachts klassisch mit geöffneten Fenstern. Meine Eltern wohnen ein paar Häuser weiter, da ist es in ihrem ungedämmten 80er Jahre Haus viel wärmer und stickiger.
     
  7. haydee

    haydee

    3. 04. 2012
    1.979
    823
    TomTom hat recht. Waschmaschine, Wäschetrockner, Kochen, Duschen, Abwärme von Menschen ist auch nicht zu verachten, Kühlschrank und Eisschrank