Gas mit Solarthermie? oder Wärmepumpe mit PV? Beratung

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Das ist doch relativ einfach. Es klingt einfach hervorragend. Der Strom kommt vom Dach und wird in der Batterie gespeichert damit ich ihn nachts nutzen kann. Super! Wenn man dann noch ein Angebot vom Solrfred bekommt, dem eine Wirtschaftlichkeitsrechnung beiliegt, dann stellt man schon mal den Champagner kalt, so toll wie das aussieht. Geilo, 9,2% Rendite p.A. für ne 23.000€ Solaranlge mit Stromspeicher. Und dabei rette ich auch noch die Erde weil das ja so Öko ist und ich über 25 Jahre 49t CO² spare. Dafür kann ich mit meiner Frau 5 mal guten Gewissens nach Vancouver und zurück fliegen
Fängt man dann aber an tiefer zu schürfen stellt man fest, so dolle ist das ja vielleicht gar nicht. Und schon gar nicht wird meine PV-Batterie-Anlage jemals die LWWP versorgen können, die sich die gratis Wärme einfach so aus der Luft klaut und der auch eine super Ersparnisrechnung beiliegt. Naja, und das weder Batterien noch Solarpanels aus Feinstaub gemacht werden ist halt auch leider wahr. Wie ich sagte, soweit mein Denkprozess. Um ehrlich zu sein finde ich die Lösung PV+Speicher+Wärmepumpe immer noch faszinierend. Nur hab ich mir jetzt etwas zu viel Skepsis angelesen, und auch noch keinen gefunden der mir fundiert vorrechnet, wie so eine Anlage bei mir laufen würde.
Jedefalls, @T_im_Norden, freut es mich für dich das du so clever bist und das alles schon weißt, und es tut mir leid wenn dich Leute wie ich, die erst am Anfang Ihrer Reise zum allumfassenden Wissen sind, mit ihrem Unvermögen belästigen.
 
da gibt es spezielles Forum (PV ... Forum ... de), da wird darüber viel
diskutiert oft genug auch der Sinn von PV + Batteriespeicher

Wenn ich mal zusammenfassen darf was dort nach meinem Verständnis
Konsens ist:

Wenn PV, dann Dach voll und ohne Speicher (gerade Speicher mit
WP und FBH macht wenig Sinn da WP und FBH der Speicher für die
PV sind (wenig Sinn ausschließlich im wirtschaftlichen Sinne!)

Trotzdem gibt es Ausnahmen die einen Batteriespeicher "sinnvoll"
machen können:

• Ökologie -> fraglich (ich glaube aber daran)
• Autarkie -> klar
• mit Förderung -> wirtschaftlich besser als ohne Förderung (klar),
vor allem langfristig (>20 Jahre, wenn Batterie länger hält als 10-15
Jahre (das weiss ja keiner genau )

P.S. Wir machen wohl unser Dach voll -> ca. 23-25KWp + 10-15KWh
Batteriespeicher, Sole-Wasser WP, FBH (auch zum kühlen), KWL.
Aber bei uns: 4 kleine WE, KfW40+ = Förderung für nahezu alles ...
 
@Mycraft
Wir bauen ein neues EFH und sehen auch die differenzierten Optionen beim Thema Heizung, Klimatisierung. Leider gibt es in der Straße keinen Gasanschluß, weshalb einige Häuser sich einen Gastank aufgestellt bzw. im Erdreich versenkt haben. Prinzipiell mag ich Innovation, bei diesem Thema empfinde ich aber auch, dass WP zu stark im Fokus steht bzw. nicht gesehen wird, wie effizient heute Brennwerttechnik läuft. Zudem haben wir es gerne einfach und bequem mit dem Thema Heizen.
Wir werden sehr große Glasflächen haben und evtl. Sonnenschutzglas im Süden einsetzen lassen, dazu Raffstore.
Dennoch lasse ich die notwendigen Rohrverbindungen/Auslässe etc. vorbereiten, um im Anschluß ohne Aufwand eine Klimaanlage bzw. LWWP einsetzen zu können.
Daher meine Frage, ob Du auch bei Flüssiggas diese Position vertreten würdest? Unser Grundstück ist sehr groß, Gastank kein Problem (unterirdisch) oder ib das nur bei "normalem" Gasanschluß gilt.
Woran muss ichnn bei Rohbau denken, damit ich später be Bedarf eine Klimaanlage/LLWP einfach integrieren kann?
Muss ich beim Neubau bei Gas zwingend Solarteile aufs Dach anbringen?
 
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Mycraft

Moderator
Die Brennwerttechnik ist heutzutage ausgereift und auch so effizient wie sie nur sein kann. Auch ist es alles soweit zuverlässig dass man auf die Therme praktisch mit dem Hammer draufschlagen kann und es läuft trotzdem weiter.

Aber...

Man muss natürlich alle Kosten bedenken und wenn der Gasanschluss nicht möglich ist dann senkt sich die Waage doch eher in Richtung WP

Man hier schon alles mit dem sehr spitzem Stift rechnen. Flüssiggastank und Gaslieferungen das sind alles Kosten welche ja on top kommen. Da ist es vielleicht günstiger direkt eine WP mit RGK einzubauen.

Bezüglich Wärmepumpe zum Kühlen. Da muss man sich ein Konzept überlegen welche Technik man will/braucht.

Schnell und einfach ist es eben mit LWP‘s dann muss man nur die Kühlmittelleitungen, 5x1,5 Kabel von außen nach innen vorbereiten und an den Stellen wo die Innengeräte verbaut werden sollen für den Kondensatablauf sorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Follow up:
Liebe Leute, auch, oder sogar vor allem, durch die Anregungen in diesem Forum habe ich mich nun gegen eine LWWP und für eine Brennwert Gastherme in Kombination mit Solarthermie zur Brauchwasserwerwärmung entschieden.

Grüße gehen raus an alle, die mich in meiner Entscheidungsfindung unterstütz haben!
 
Die Brennwerttechnik ist heutzutage ausgereift und auch so effizient wie sie nur sein kann. Auch ist es alles soweit zuverlässig dass man auf die Therme praktisch mit dem Hammer draufschlagen kann und es läuft trotzdem weiter.

Aber...

Man muss natürlich alle Kosten bedenken und wenn der Gasanschluss nicht möglich ist dann senkt sich die Waage doch eher in Richtung WP

Man hier schon alles mit dem sehr spitzem Stift rechnen. Flüssiggastank und Gaslieferungen das sind alles Kosten welche ja on top kommen. Da ist es vielleicht günstiger direkt eine WP mit RGK einzubauen.

Bezüglich Wärmepumpe zum Kühlen. Da muss man sich ein Konzept überlegen welche Technik man will/braucht.

Schnell und einfach ist es eben mit LWP‘s dann muss man nur die Kühlmittelleitungen, 5x1,5 Kabel von außen nach innen vorbereiten und an den Stellen wo die Innengeräte verbaut werden sollen für den Kondensatablauf sorgen.
Hallo,

ich wir stehen noch "Vor" ganz am Anfang und sammeln erstmal Ideen...
Wird die Gasbrennwertanlage mit Solartherme nur für Warmwasser verwendet oder auch für die FBH.
Dann brauche ich 2 Speicher oder?
Was ist üblich.. habe auch gelesen, dass es nur für Warmwasser verwendet wird also zum Duschen usw...

Danke für die Antwort
 

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