ᐅ Fußbodenheizung und Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau: handele ich mir Probleme ein?
Erstellt am: 16.07.21 18:03
N
neo-sciliar
Hallo zusammen
Ich habe ja schon häufiger hier geschrieben und schon viel wirklich gute Hilfestellung bekommen. Und ich habe viel gelernt. Aber die Realität holt mich ein: wir bauen aktuell neu, und durch den Haushersteller sind wir an einen Heizungsbauer gebunden (alternativ suchen wir uns einen eigenen, müssen uns dann aber alle Handwerker, auch Elektro, Sanitär, und alles folgende selbst suchen). Da das bereits unterschrieben ist, ist das Thema also durch.
In meinen Augen macht er - nachdem was ich hier gelernt habe - alles "falsch":
1.) Viessmann Luft-Wasser-Wärmepumpe Vitocal 222-S mit 7,2 KW, obwohl die Berechnung nur notwendige 5,5KW ergibt
2.) Pufferspeicher, um den Volumenstrom zu ermöglichen und Takten zu verhindern
3.) ERRs in den Haupt-Räumen (er wollte in allen, ich habe ihn auf die wichtigen Räume reduziert)
4.) habe ich heute in der Ausführung gesehen: unterschiedlich lange Heizkreise: von 30m bis 120m ist alles dabei. Immerhin: die Abstände der Fußbodenheizung Rohre sind dem Bedarf im Raum angepasst von 5cm im Bad bis 30cm im Schlafzimmer
Nun meine Fragen: handelt er mir wirkliche Probleme gerade ein, oder ist das eigentlich auch alles egal (so wie er behauptet) und das System wird auch so ordentlich laufen? Unter ordentlich verstehe ich, dass es a) warm wird und b) der Stromverbrauch sich in Grenzen hält (Jahresarbeitszahl > 4,5, berechnet sind 4,9).
Viele Grüße, Andreas
Ich habe ja schon häufiger hier geschrieben und schon viel wirklich gute Hilfestellung bekommen. Und ich habe viel gelernt. Aber die Realität holt mich ein: wir bauen aktuell neu, und durch den Haushersteller sind wir an einen Heizungsbauer gebunden (alternativ suchen wir uns einen eigenen, müssen uns dann aber alle Handwerker, auch Elektro, Sanitär, und alles folgende selbst suchen). Da das bereits unterschrieben ist, ist das Thema also durch.
In meinen Augen macht er - nachdem was ich hier gelernt habe - alles "falsch":
1.) Viessmann Luft-Wasser-Wärmepumpe Vitocal 222-S mit 7,2 KW, obwohl die Berechnung nur notwendige 5,5KW ergibt
2.) Pufferspeicher, um den Volumenstrom zu ermöglichen und Takten zu verhindern
3.) ERRs in den Haupt-Räumen (er wollte in allen, ich habe ihn auf die wichtigen Räume reduziert)
4.) habe ich heute in der Ausführung gesehen: unterschiedlich lange Heizkreise: von 30m bis 120m ist alles dabei. Immerhin: die Abstände der Fußbodenheizung Rohre sind dem Bedarf im Raum angepasst von 5cm im Bad bis 30cm im Schlafzimmer
Nun meine Fragen: handelt er mir wirkliche Probleme gerade ein, oder ist das eigentlich auch alles egal (so wie er behauptet) und das System wird auch so ordentlich laufen? Unter ordentlich verstehe ich, dass es a) warm wird und b) der Stromverbrauch sich in Grenzen hält (Jahresarbeitszahl > 4,5, berechnet sind 4,9).
Viele Grüße, Andreas
Tolentino schrieb:
Wichtig ist im Rücklauf, also dass nicht erst der Puffer und dann die Fußbodenheizung aus dem Puffer beheizt wird und dann eben nicht zu groß.Danke fürs ausformulieren meiner Gedanken. Ja genau das meinte ich. Nur glaube ich nicht, dass der Heizi es so machen wird, da er sonst schon bei den anderen Punkten besser nachgedacht hätte. Die erste Wahl wäre natürlich kein Puffer, trotz ERRs.N
neo-sciliar16.07.21 20:08Tolentino schrieb:
So pauschal würde ich das nicht sagen. Wichtig ist im Rücklauf, also dass nicht erst der Puffer und dann die Fußbodenheizung aus dem Puffer beheizt wird und dann eben nicht zu groß.
Sollte der Puffer mehrere hundert Liter groß sein und im Vorlauf hängen, ist es wirklich Scheiße.
Wegen nicht wechseln können: Falls der Puffer im Vorlauf hängt und du den Heizi nicht überzeugt kriegst, es anders zu machen, könntest du es ja so probieren, wie ich es unabsichtlicher Weise geschafft habe: Soviele Fragen stellen und immer wieder drauf beharren, bis der Heizi entnervt hinschmeißt. Dann kannst du nichts dafür, kannst dir einen eigenen suchen (bzw. der GU muss eine Alternative finden), aber eigtl. kann der GU dann nicht verlangen, dass du auch alle folgenden Gewerke mit selbst besorgen musst.
Aber Achtung, kann deutliche Kostensteigerung und Verzögerung bedeuten. Es ist also nur eine Empfehlung für die Notbremse...Zumal ich dann auch noch einen ext. Energieberater benötige, um die Bestätigung für die KfW zu bekommen. Für die Mehrkosten kann ich die Heizung rauswerfen und eine neue einbauen lassen ......N
neo-sciliar16.07.21 20:11Der Puffer soll mit 200l in den Vorlauf. So die Vorgabe von Viessmann .
Ich werde mit dem GU vereinbaren, dass ich ihn festnagele an
- Haus wird warm
- max. 4-5 Takte pro Tag im Winter
- Jahresarbeitszahl > 4,5 (berechnet ist 4,9)
Ich werde mit dem GU vereinbaren, dass ich ihn festnagele an
- Haus wird warm
- max. 4-5 Takte pro Tag im Winter
- Jahresarbeitszahl > 4,5 (berechnet ist 4,9)
neo-sciliar schrieb:
Der Puffer soll mit 200l in den Vorlauf. So die Vorgabe von Viessmann .Schrecklich 😡 Da kann man dann die Installateure aber auch verstehen, wenn die Hersteller solche Vorgaben machen.neo-sciliar schrieb:
Ich werde mit dem GU vereinbaren, dass ich ihn festnagele an
- Haus wird warm
- max. 4-5 Takte pro Tag im Winter
- Jahresarbeitszahl > 4,5 (berechnet ist 4,9)Klingt nach einer Klausel, die er vermutlich nicht annehmen wird, aber viel Erfolg und berichte bitte!N
neo-sciliar16.07.21 20:23Tolentino schrieb:
Schrecklich 😡 Da kann man dann die Installateure aber auch verstehen, wenn die Hersteller solche Vorgaben machen.
Klingt nach einer Klausel, die er vermutlich nicht annehmen wird, aber viel Erfolg und berichte bitte!Die Frage ist, wozu verpflichtet sich der GU, der eine Heizung mitsamt Haus verkauft, eine Energiebedarfsberechnung abgibt, und eine Jahresarbeitszahl von 4,9 abgibt, um BAFA Förderung zu bekommenJahresarbeitszahl ist nur eine Blattrechnung, sagt nichts aus. Energiebedarfsrechnung genauso.
Hat er sich dir gegenüber vertraglich dazu verpflichtet, das bestimmte Verbrauchswerte eingehalten werden? Bezweifle ich. Denn letztlich hängt das ja von deinem Heizverhalten ab.
Ich würde an deiner Stelle versuchen auf einen Hersteller zu wechseln, der den Puffer im Rücklauf vorsieht (Vaillant macht das z.B. mit der Arotherm plus 75/6 so). Vielleicht macht das der Heizi noch mit.
Ansonsten vielleicht doch meine Notbremsenoption...
Hat er sich dir gegenüber vertraglich dazu verpflichtet, das bestimmte Verbrauchswerte eingehalten werden? Bezweifle ich. Denn letztlich hängt das ja von deinem Heizverhalten ab.
Ich würde an deiner Stelle versuchen auf einen Hersteller zu wechseln, der den Puffer im Rücklauf vorsieht (Vaillant macht das z.B. mit der Arotherm plus 75/6 so). Vielleicht macht das der Heizi noch mit.
Ansonsten vielleicht doch meine Notbremsenoption...
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