Fußbodenheizung - regelbar pro Zimmer???

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P

Panama17

Hallo zusammen,

wir gut sind heutzutage Fußbodenheizungen zu regeln?
Angeblich soll das ja sogar pro Zimmer funktionieren.

Wenn ich mir nun ein EFH mit Fußbodenheizung in Keller, EG und OG vorstelle... lässt sich die Temperatur heute wirklich vernünftig regeln?
Kann ich also beispielsweise im Keller 19 Grad einstellen; in Küche und WZ im EG 21 Grad, in Flur, Gäste WC und Arbeitszimmer im EG 20 Grad; und im OG in den Kinderzimmern 21 Grad, im Bad 23 und im SZ 18 Grad?
Geht das theoretisch oder funktioniert das auch in der Praxis?

Ich frage, weil ich zur Zeit in einer Wohnung in einem MFH Haus wohne und unsere Fußbodenheizung lässt sich GAR nicht vernünftig regeln, obwohl es Fühler und Regler in jedem Raum gibt. Das Haus ist von 2000 und wir haben FBH in jedem Raum bis auf Schlafzimmer und Kinderzimmer, hier sind normale Heizkörper. Bei uns gibt es nur Fußbodenheizung in Bad und WZ an - dann haben wir im Bad und WZ 24 Grad (in den anderen Zimmern angenehme 20-21 Grad) oder aus, dann sind es nur 19 Grad, was uns zu kalt ist. Dazwischen geht nichts. Wobei wir auch nur die FBH im Bad und WZ anhaben, in den anderen Räumen heizen wir nicht.

Die Heizungsfirma war auch öfter mal hier, es klappt aber trotzdem nicht besser mit der Regelung.
 
B

Bauexperte

Hallo,

wir gut sind heutzutage Fußbodenheizungen zu regeln?
Angeblich soll das ja sogar pro Zimmer funktionieren.
Nicht nur angeblich, es funzt.

Wenn ich mir nun ein EFH mit Fußbodenheizung in Keller, EG und OG vorstelle... lässt sich die Temperatur heute wirklich vernünftig regeln?
Kann ich also beispielsweise im Keller 19 Grad einstellen; in Küche und WZ im EG 21 Grad, in Flur, Gäste WC und Arbeitszimmer im EG 20 Grad; und im OG in den Kinderzimmern 21 Grad, im Bad 23 und im SZ 18 Grad?
Geht das theoretisch oder funktioniert das auch in der Praxis?
Kannst Du, wenn im Vorfeld eine Heizlastberechnung aufgestellt wird, welche die unterschiedlichen Wärmegrade/Zimmer berücksichtigt. Wird unisono 21° unterstellt, dann ist es in einem Raum noch ok, im nächsten aber zu kalt.

Ich frage, weil ich zur Zeit in einer Wohnung in einem MFH Haus wohne und unsere Fußbodenheizung lässt sich GAR nicht vernünftig regeln, obwohl es Fühler und Regler in jedem Raum gibt. Das Haus ist von 2000 und wir haben FBH in jedem Raum bis auf Schlafzimmer und Kinderzimmer, hier sind normale Heizkörper. Bei uns gibt es nur Fußbodenheizung in Bad und WZ an - dann haben wir im Bad und WZ 24 Grad (in den anderen Zimmern angenehme 20-21 Grad) oder aus, dann sind es nur 19 Grad, was uns zu kalt ist. Dazwischen geht nichts. Wobei wir auch nur die FBH im Bad und WZ anhaben, in den anderen Räumen heizen wir nicht.

Die Heizungsfirma war auch öfter mal hier, es klappt aber trotzdem nicht besser mit der Regelung.
14 Jahre sind fast schon Welten in der Entwicklung der FBHZ. Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, daß es - neben den unterschiedlichen Heizmedien HK + FBH - auch ein Teil in Deinem Heizverhalten begründet ist, daß es bei Dir nicht richtig funzt. Nur 2 Räume beheizt, muß die Technik durcheinander bringen

Fußbodenheizungen sind immer noch ein wenig träge, jedoch kein Vergleich mehr zu den Anlagen aus 2000. Also im Neubau die Räume auf Wunschtemperatur einstellen und Finger vom Regler. Durch die Anpassung an die Außentemperatur regelt sich die FBH quasi von selbst und das Gefühl der Trägheit kann erst gar nicht aufkommen.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
P

Panama17

Das hört sich ja schon mal gut an . Ich hab darauf gehofft, dass sich da viel getan hat.

Nochmal zu unserer jetzigen Wohnung. Im Schlafzimmer und Kinderzimmer ist ja fast nie jemand drin, das macht ja keinen Sinn, das zu heizen. Also könnte ich noch die Heizung in der Küche anschmeißen. Dann wirds da aber auch noch warm und im Wohnzimmer nicht weniger. Ich glaub einfach, da stimmt grundsätzlich was nicht. Im WZ zB werden auch die 2m vor der Terrassentür gar nicht geheizt. Und ich hab letztens irgendwo gelesen, dass im Normalfall gerade da die Heizschlingen sogar extra dicht gelegt werden. Aber wenn das jetzt mit dem Grundstück wirklich klappt, ist mir das auch echt egal, dann wohnen wir ja nicht mehr lange hier. Und die Heizkosten sind auch sehr überschaubar.

Mach ich das denn momentan vom Ansatz her grundsätzlich richtig mit der Planung? Ich überlege mir zuerst, was ich gerne hätte (Anzahl Zimmer, Kamin, Dachform, Fußbodenheizung, Temp. in den Zimmern) und dann fang ich irgendwann an, konkret zu überlegen, mit welcher Technik ich das am wirtschaftlichsten gebaut und beheizt kriege?

Ich bin da momentan echt überfordert, ich hab jetzt hier schon oft gelesen, dass man die Technik (Gas, Solar, Wärmepumpe usw.) erst planen kann, wenn der Energiebedarf feststeht. Aber der Energiebedarf hängt doch auch sehr von der Planung ab (welche Materialien werden verbaut, wie dick sind die Wände usw.) oder seh ich das falsch?
Ich weiß grad echt nicht, wie ich das Ganze am besten angehen soll.
 
D

DerBjoern

Bedenke aber das du in aktuellen gut gedämmten Häusern kaum Temperaturdifferenzen hinbekommst. Ich habe im Erdgeschoss aktuell 21°C und im Obergeschoss bis auf Badezimmer überall die Heizung aus. Ich bekomme die Schlafzimmer trotzdem kaum unter 19,5°...
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Wie Bauexperte sagt eine richtig eingestellte Anlage wird einmal grob eingestellt...in den ersten Monaten dann feinjustiert und danach sollte man nicht mehr Reglern rumdrehen...anderenfalls stimmt an der Anlage etwas nicht...

Meine Anlage regelt sich selbst...da muss man nichts mehr machen...

Die Wahl des Wärmeerzeugers ist eine Sache des Portemonnaies und der eigenen Einstellung Fossil oder nicht Fossil etc.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
B

Bauexperte

Guten Abend,

vorab - Du solltest nicht alles relevante am Hausbau ausschließlich aus erlerntem oder angelesenem Halbwissen bestreiten. Hast Du denn keinen Verkäufer/Berater, welchem Du vertraust? Zumindest für ein Beratungsgespräch?

Nochmal zu unserer jetzigen Wohnung. Im Schlafzimmer und Kinderzimmer ist ja fast nie jemand drin, das macht ja keinen Sinn, das zu heizen.
Wieso macht das keinen Sinn für Dich? Schon mal von Kältebrücken gehört? Diese entstehen auch, wenn Du nur einzelne Räume beheizt. Am einfachsten läßt sich das mit dem kochenden Teekessel erklären. Einmal kochend, braucht es nur wenig Hitze, um die Temperatur zu halten. Schaltest Du den Strom/das Gas weg, kühlt das Teewasser aus und Du brauchst ungleich mehr Energie - hochfahren kostet ja auch Geld - das Wasser wieder zum sieden zu bringen.

Ganz ausschalten ist aus meiner Sicht vollkommen sinnfrei, da eine einmal eingestellte Temperatur sich über den Außenfühler selbstständig reguliert. Auch mit Nachtabsenktemperaturen solltest Du moderat umgehen => Teekessel, welcher wieder aufheizen muß

Aber der Energiebedarf hängt doch auch sehr von der Planung ab (welche Materialien werden verbaut, wie dick sind die Wände usw.) oder seh ich das falsch?
Ja und Nein gleichermaßen. Du entscheidest Dich für einen Neubau nach EnEV oder KfW-Stufe und der Rest erledigt sich anhand der erforderlichen Berechnungen zum Wärmebedarf durch Deinen Baupartner von selbst. nicht jeder WE taugt gleichermaßen für jedes BV; die Werte Deines BV werden Dir die Alternativen aufzeigen.

Wenn Du vorher - bevor Du einen Baupartner gefunden hast - über die möglichen Alternativen informiert sein möchtest, kannst Du einen TGA-Planer mit den erforderlichen Berechnungen beauftragen.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
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Zuletzt aktualisiert 29.11.2021
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