ᐅ Fußbodenheizung in altes Haus, Aufbau ab Bodenplatte. Effizienz und Kosten?
Erstellt am: 18.08.16 12:39
G
Gummikuh
Hallo zusammen,
erstmal schönen Dank, dass Ihr das hier lest.
Wir sind dabei ein Haus zu kaufen, Baujahr Mitte 70.
Wie den Zeichnungen zu entnehmen ist, steht das Haus (Reihenendhaus) wohl auf einem Streifenfundament. Es ist nur teilunterkellert, ca 4m geht es in Haus hinein, von da eine halbe Etage runter in den Keller, und eine halbe Etage rauf in den Wohnbereich. (Leichte Hanglage)
Z.Zt. ist eine ca. 20 Jahre alte Ölheizung eingebaut, und in allen Räumen entsprechende Heizkörper.
Ich weiss leider nicht genau, wie der Aufbau oberhalb der Bodenplatte ist, vermutlich (so eine Aussage eines zukünftigen Nachbarn), eine dünne Lage Styropor und darauf dann 6-8cm Estrich.
Nun soll das Ganze einer Gas-Brennwerttherme (Tank soll in den Garten) und Fußbodenheizung weichen.
Der schnelle, noch recht preiswerte Weg, wäre den Estrich mit entsprechenden Schlitzen für die Rohre zu fräsen und dann entsprechend mit einer dünnen Schicht Ausgleichsmasse zu vergießen/schliessen.
Mir ist klar, dass ich dabei natürlich einiges an Energie in die Bodenplatte verschleudere...
Andererseits sehe ich keinen Sinn darin etwas zu machen, was sich erst in 20, oder mehr Jahren rechnet, denn die Mehrkosten werde ich durch die Ersparnis bei den Heizkosten, zu Lebzeiten, kaum wieder "reinholen". Oder ist der Unterschied doch so gewaltig, dass es sich in längstenfalls 10 Jahren rechnet?
Besten Dank für Eure Meinung
erstmal schönen Dank, dass Ihr das hier lest.
Wir sind dabei ein Haus zu kaufen, Baujahr Mitte 70.
Wie den Zeichnungen zu entnehmen ist, steht das Haus (Reihenendhaus) wohl auf einem Streifenfundament. Es ist nur teilunterkellert, ca 4m geht es in Haus hinein, von da eine halbe Etage runter in den Keller, und eine halbe Etage rauf in den Wohnbereich. (Leichte Hanglage)
Z.Zt. ist eine ca. 20 Jahre alte Ölheizung eingebaut, und in allen Räumen entsprechende Heizkörper.
Ich weiss leider nicht genau, wie der Aufbau oberhalb der Bodenplatte ist, vermutlich (so eine Aussage eines zukünftigen Nachbarn), eine dünne Lage Styropor und darauf dann 6-8cm Estrich.
Nun soll das Ganze einer Gas-Brennwerttherme (Tank soll in den Garten) und Fußbodenheizung weichen.
Der schnelle, noch recht preiswerte Weg, wäre den Estrich mit entsprechenden Schlitzen für die Rohre zu fräsen und dann entsprechend mit einer dünnen Schicht Ausgleichsmasse zu vergießen/schliessen.
Mir ist klar, dass ich dabei natürlich einiges an Energie in die Bodenplatte verschleudere...
Andererseits sehe ich keinen Sinn darin etwas zu machen, was sich erst in 20, oder mehr Jahren rechnet, denn die Mehrkosten werde ich durch die Ersparnis bei den Heizkosten, zu Lebzeiten, kaum wieder "reinholen". Oder ist der Unterschied doch so gewaltig, dass es sich in längstenfalls 10 Jahren rechnet?
Besten Dank für Eure Meinung
B
Bauexperte19.08.16 11:25Hallo,
wie @wpic schon richtig geschrieben hat, solltest Du die Sanierung keineswegs auf eigene Faust betreiben! Auch wenn Du - für einen Fachbereich - vom Fach bist, gibt es vieles zu beachten, wo von Du wahrscheinlich noch nie gehört hast.
Du schreibst weiter unten, daß Du TEUR 60 für die Sanierung angesetzt hast; das wird ihmo nicht reichen. Gerade bei einem Altbau lauern immer wieder neue Überraschungen; ich weiß das sehr genau, da wir gerade 2 Häuser sanieren.
Hast Du Dir einmal die Zuschüsse der Kfw angeschaut? Wenn nicht, solltest Du das zeitnah tun, in jedem Fall _bevor_ Du in Aktionismus verfällst.
So oder so, solltest Du einen Fachmann als Begleitung verpflichten. Er wird Dir u.a. auch einiges zu den Fenstern erzählen, welche Du via Maurer einbauen lassen willst. Sind einige davon bodentief, hat sicher der Dachdecker noch ein Wörtchen mitzureden.
Der Bonus on top - beantragst Du Zuschüsse zur Sanierung und beauftragst dazu einen Energiesachverständigen, werden auch die Kosten des Sachverständigen bezuschusst.
Grüße, Bauexperte
wie @wpic schon richtig geschrieben hat, solltest Du die Sanierung keineswegs auf eigene Faust betreiben! Auch wenn Du - für einen Fachbereich - vom Fach bist, gibt es vieles zu beachten, wo von Du wahrscheinlich noch nie gehört hast.
Gummikuh schrieb:Gibt es da schon exakte Berechnungen zu, ob sich eine Fußbodenheizung überhaupt lohnen würde und wenn ja, wie eng die Verlegung vorgenommen werden müsste?
Nun soll das Ganze einer Gas-Brennwerttherme (Tank soll in den Garten) und Fußbodenheizung weichen.
Du schreibst weiter unten, daß Du TEUR 60 für die Sanierung angesetzt hast; das wird ihmo nicht reichen. Gerade bei einem Altbau lauern immer wieder neue Überraschungen; ich weiß das sehr genau, da wir gerade 2 Häuser sanieren.
Hast Du Dir einmal die Zuschüsse der Kfw angeschaut? Wenn nicht, solltest Du das zeitnah tun, in jedem Fall _bevor_ Du in Aktionismus verfällst.
So oder so, solltest Du einen Fachmann als Begleitung verpflichten. Er wird Dir u.a. auch einiges zu den Fenstern erzählen, welche Du via Maurer einbauen lassen willst. Sind einige davon bodentief, hat sicher der Dachdecker noch ein Wörtchen mitzureden.
Der Bonus on top - beantragst Du Zuschüsse zur Sanierung und beauftragst dazu einen Energiesachverständigen, werden auch die Kosten des Sachverständigen bezuschusst.
Grüße, Bauexperte
Den Estrich rausnehmen und vernünftig dämmen plus Trockenestrich find ich eine gute Idee, wir haben das bei unserm Haus auch so gemacht, und es ist auch ein Haus auf Streifenfundament am Hang. Ob nun Fußbodenheizung oder nicht (bei uns ja!), das Dämmen des Bodens macht Sinn und ist auch nicht wirklich teuer. Wir hatten ein Angebot für das Rausstemmen des Estrichs im Tiefbereich (Splitlevel) von ca 60 qm um 2000 Euro, allerdings haben wirs dann lieber selbst gemacht. Ist bei 2 Personen auch an 1-2 Tagen erledigt (Stemmeisen, Vorschlaghammer). Beim Dämmen sollte man schon auf den in der Energieeinsparverordnung geforderten U-Wert kommen, man will ja später nie wieder da ran müssen. Waren bei uns 2 cm 035 plus 6 cm 022 dazu noch 25 mm 035 aus der Fußbodenheizung Systemplatte (Trockensystem). Das sind dann schon insgesamt so 13 cm Aufbau.
Einen Energieberater nimmt man am besten von der DENA Liste (googel).
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