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Juni2019

Funktionsweise Solarthermie mit Heizungsunterstüzung korrekt?

3,80 Stern(e) 5 Votes
Hallo zusammen,
ich habe folgende Anlage im Einsatz:

- Viessmann Vitodens 200 Gas-Brennwert-Wandgerät 19 kW
- Austria Email KWS 800 Kombischichtspeicher
- Solar Flachkollektoren 9,36 m²
- ESR 31 Solarregelung
- Delphis-Solarstation FV 70 (mit Grundfos Umwälzpumpe)
das ganze laut meinem Heizungsmonteur mit Heizungsunterstützung (bevor wir über die Sinnhaftigkeit diskutieren, die Anlage war bereits verbaut als wir das Haus gekauft haben, alles Ende 2015 installiert!)

Nun hatte ich im Sommer das Viessmann Brennwert-Wandgerät auf reinen Warmwasserbetrieb gestellt, was, soweit ich das beurteilen kann, auch gut geklappt hat. (Der Gasverbrauch lag zwischen Mitte Juni und Anfang September <1m³ Erdgas)
Ende letzter Woche wurde es etwas frischer, entsprechend habe ich den Forderungen meiner Familie nachgegeben und auf Warmwasser+Heizung umgestellt.;)
Nun wunderte ich mit etwas über die Funktionsweise:
Eingestellt habe ich eine Zieltemperatur von 22°C und heute waren 21°C Außentemperatur (siehe Bild 1!).
Die Heizkennlinie steht auf 0,8 (siehe Bild 2!), anhand dieser sollte eine Vorlauftemperatur von 45°C bei einer Außentemperatur von ~ -5°C erzeugt werden.
Bei genau diesen Gegebenheiten, die heute herrschten, stand der Vorlauf an der Pumpenstation auf 45°C! (siehe Bild 3!):oops:
Natürlich findet keine Zirkulation statt (Vor- und Rücklauf sind auch quasi gleich hoch gewesen), die Rohre kurz über der Pumpenstation hatte auch nie im Leben 45°C, höchsten 30°C würde ich schätzen (per Hand).
Warum also wird die Temperatur des Heizungskreises derart hoch gepumpt? Ist das eine normale und richtige Funktion?
Vom Dach kamen zu diesem Zeitpunkt ~57°C und die Umwälzpumpe der Solaranlage lief, Temperatur im Schichtspeicher (unten) knapp >48°C. (Im Sommer, mit reinem Warmwasserbetrieb und ordentlich Sonne, teilweise >70°C im Speicher, was natürlich auch eine Weile gereicht hat trotz großer und regelmäßiger Abnahme für Planschbecken und Wasserrutsche der Kids im Garten...)

Bevor ich es vergesse zu erwähnen: Wie haben bei der Renovierung auf ein trockenes FHB - System von Roth umrüsten lassen (vorher normale Heizkörper). Von meinem Verständnis als Laie her sollte eine Solarthermie mit Heizungsunterstützung doch bei den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer FBH mehr Sinn machen als mit klassischen Heizkörpern und entsprechend hohem Vorlauf?

Problem 1: Der Errichter der Anlage war schwer bis gar nicht zu erreichen, da mittlerweile insolvent und noch dazu schwer zu verstehen...
Problem 2: Mein Heizungsbauer muss eine nicht von ihm installierte Anlage verstehen, die wohl auch ungewöhnlich gelöst ist (Die Heizungsunterstützung ist am Vorlauf angeschlossen und gehört eigentlich an den Rücklauf oder umgekehrt, irgendwas war auf jeden Fall komisch meinte er... Funktion aber wohl i.O.)

Mir ist schon klar, dass ich nicht um zumindest eine Rücksprache mit meinem Heizungsbauer Drumherum komme, trotzdem habe ich die Hoffnung jmd hier kann etwas Licht in meine Unwissenheit bringen...


Danke im Voraus für eure Mühe!



Gruß
 

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